EcoVadis Worker Voice: Umfragetool gibt Hinweise auf Arbeitsbedingungen

Bild01 1
Bild: ©Seventyfour/stock.adobe.com

Gängige Sozialaudits sind oft kostenintensiv, werden unregelmäßig durchgeführt und erfassen nicht immer die tatsächlichen Erfahrungen der Arbeitskräfte. EcoVadis Software bietet über ein Befragungstool einen direkten Zugang zu den Arbeitsbedingungen auf allen Ebenen der Lieferkette. Die Anwendung wurde gemeinsam mit dem im September 2024 von EcoVadis übernommenen Ulula entwickelt. Dabei werden folgende Funktionen unterstützt:

Barrierefreies Mehrkanal-Feedback: Worker Voice hilft, gängige Barrieren wie Sprache, Lese- und Schreibkenntnisse und den Zugang zu Technologie zu überwinden. Es ermöglicht Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen, ihr Feedback über verschiedene Kanäle zu übermitteln, etwa über SMS oder persönliche Umfragen. Auch Arbeitskräfte in abgelegenen oder risikobehafteten Gebieten können so teilnehmen.

Anonymität: Die Eingaben und Rückmeldungen sind anonym. Dies fördert ehrliche Antworten und hilft Unternehmen, authentische Einblicke in die Arbeitsbedingungen in ihrem Unternehmen und ihrer Lieferanten zu erhalten.

Handlungsrelevante Einblicke in Echtzeit: Sobald Feedback eingereicht wird, verarbeitet und analysiert die Software die Daten und informiert über kritische Probleme in Echtzeit. Dies können erzwungene Überstunden, Sicherheitsmängel am Arbeitsplatz oder Gesundheit, Belästigung oder andere arbeitsbezogene Probleme sein. Unternehmen können Risiken auf Seiten ihrer Lieferanten schnell erkennen und Maßnahmen ergreifen.

Vereinfachte Social Compliance und Sorgfaltspflicht: Die Software gleicht das Feedback der Arbeitnehmenden mit Industriestandards und regulatorischen Anforderungen ab, wie etwa Gesetzen zur Bäkampfung moderner Sklaverei oder Sorgfaltspflicht im Bereich der Menschenrechte. Unternehmen können so die Einhaltung von Vorschriften überprüfen und ihre Bemühungen um Nachhaltigkeit und ethische Beschaffung stärken.

Schneller Einsatz auf globaler Ebene: Echtzeit-Daten untersützen die schnelle Anpassung an sich ändernde Lieferketten. Potenzielle soziale, arbeitsrechtliche und menschenrechtliche Risiken bei Geschäftspartnern können so besser gesteuert werden.

Kontinuierliche Verbesserung und positive Auswirkungen: Das Tool wandelt das Feedback der Arbeitskräfte in Strategien um, die an messbare KPIs gebunden sind und bei konkreten Verbesserungen der Arbeitsbedingungen helfen. Unternehmen können die Fortschritte verfolgen und Entscheidungen treffen, die die Leistung ihrer Lieferanten verbessern sowie Nachhaltigkeitsziele vorantreiben.

Die Idee dahinter

„Unternehmen stehen unter dem Druck, neue Vorschriften einzuhalten und die steigenden Erwartungen verschiedener Stakeholder zu erfüllen, aber Unternehmensrichtlinien ohne soziale Transparenz greifen dort zu kurz, wo sie am wichtigsten sind – bei den Arbeitskräften vor Ort“, sagte Pierre-François Thaler, Co-CEO von EcoVadis. „EcoVadis Worker Voice gibt unseren Kunden die Daten und Einblicke, die sie benötigen, um reale Verbesserungen für die Arbeitenden in der gesamten Wertschöpfungskette umzusetzen.“

Umsetzung und Visualisierung

Unternehmen wählen ihre Lieferanten aus und laden sie ein, die Umfrage zu starten. Die Arbeitnehmer können auf die Umfrage zugreifen, indem sie einen QR-Code scannen oder die veröffentlichten Telefonnummern in ihrer bevorzugten Sprache anrufen. Die Umfrage dauert weniger als zehn Minuten und steht den Arbeitnehmenden bis zu zehn Tage lang zur Verfügung. Unternehmen, die die Software einsetzen, sind auf der Plattform des Anbieters mit einem ‚Worker verified‘-Symbol gekennzeichnet. Durch das Feedback der Arbeitskräfte wird zudem die Bewertung auf der Plattform verbessert.



  • Regionale Automatisierungsmesse am Bodensee

    Regionale Automatisierungsmesse am Bodensee

    Mehr als 370 Aussteller werden Anfang März zur zehnten Auflage der All About Automation in Friedrichshafen erwartet. Besucher können sich dort über Neues aus Automatisierung, Robotik und Digitalisierung informieren.

    mehr lesen: Regionale Automatisierungsmesse am Bodensee

  • Zendesk übernimmt Klaus

    Zendesk übernimmt Klaus

    Mit Klaus übernimmt das Softwareunternehmen Zendesk einen Spezialisten für KI-gestütztes Qualitätsmanagement. Die Übernahme soll das Zendesk-Portfolio im Bereich Workforce Engagement Management erweitern.

    mehr lesen: Zendesk übernimmt Klaus

  • Elke Anderl leitet Vertrieb bei T-Systems

    Elke Anderl leitet Vertrieb bei T-Systems

    Mit Elke Anderl hat T-Systems eine neue Vertriebschefin für Deutschland. Die Managerin bringt Erfahrung aus dem Großkundengeschäft mit und folgt auf Laura Vantellini.

    mehr lesen: Elke Anderl leitet Vertrieb bei T-Systems

  • Microsoft investiert 3,2Mrd.€ in Deutschland

    Microsoft investiert 3,2Mrd.€ in Deutschland

    Der Softwarekonzern Microsoft investiert 3,2Mrd.€ in den Ausbau seiner KI-Infrastruktur und Cloud-Kapazitäten in Deutschland. Unter anderem sollen neue Rechenzentren in Nordrhein-Westfalen entstehen.

    mehr lesen: Microsoft investiert 3,2Mrd.€ in Deutschland

  • Maschinenbauer meldet Rekordexporte für 2023

    Maschinenbauer meldet Rekordexporte für 2023

    Der Maschinen- und Anlagenbau hat 2023 aufgrund eines starken ersten Halbjahrs einen Rekordwert der Exporte verbucht. Wie der VDMA mitteilt, macht sich die aktuelle Konjunkturflaute aber auch bei den Ausfuhren…

    mehr lesen: Maschinenbauer meldet Rekordexporte für 2023

  • MainDays 2024 in Berlin

    MainDays 2024 in Berlin

    Auf den MainDays treffen sich am 12. und 13. März Verantwortliche aus Instandhaltung und technischem Service, um Trends und Herausforderungen zu diskutieren und Transformationsprojekte vorzustellen.

    mehr lesen: MainDays 2024 in Berlin

  • Pal2Rec forscht an sensorbasierter Aktivitätserkennung

    Pal2Rec forscht an sensorbasierter Aktivitätserkennung

    Als Ladungsträger bewegen Paletten Dinge von A nach B. Das im Februar 2024 gestartete Projekt ’Pal2Rec’ untersucht nun, wie sich (Euro-)Paletten eigenständig in logistische Prozesse mittels sensorbasierter Aktivitätserkennung einbeziehen lassen.

    mehr lesen: Pal2Rec forscht an sensorbasierter Aktivitätserkennung

  • Bessere CO2-Bilanz durch additiv gefertigte Komponenten

    Bessere CO2-Bilanz durch additiv gefertigte Komponenten

    Der Autobau kann mit maßgeschneiderten Komponenten die CO2-Bilanz von Werkzeugen und Maschinen verbessern und mit einbaufertigen Komponenten, sogenannten ’Engineered Products’, Leistungssteigerungen bei den Materialeigenschaften erzielen. Das zeigt eine Fallstudie in…

    mehr lesen: Bessere CO2-Bilanz durch additiv gefertigte Komponenten

  • Emissionen von künstlicher Intelligenz beziffern

    Emissionen von künstlicher Intelligenz beziffern

    Auch künstliche Intelligenz verbraucht Ressourcen. Forschende des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung, AlgorithmWatch und des DAI-Labors der TU Berlin fordern daher, die Nachhaltigkeitsauswirkungen von KI über den gesamten Lebenszyklus hinweg stärker…

    mehr lesen: Emissionen von künstlicher Intelligenz beziffern

  • Was Anwender von KI-Anbietern erwarten

    Was Anwender von KI-Anbietern erwarten

    Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit Anwender KI-Anbietern vertrauen können und deren KI-Lösung nutzen? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Forschungsprojektes ‘TrustKI’, das Anfang 2023 am Institut für Internet-Sicherheit –…

    mehr lesen: Was Anwender von KI-Anbietern erwarten

  • Materialengpässe in der Industrie weiter rückläufig

    Materialengpässe in der Industrie weiter rückläufig

    12,5 Prozent der Industrieunternehmen klagen nach wie vor über Materialengpässe. Nach Angaben des Ifo Instituts ging der Wert im Vergleich zum Vormonat jedoch erneut zurück.

    mehr lesen: Materialengpässe in der Industrie weiter rückläufig

  • DMG Mori baut Standort München zur Europazentrale aus

    DMG Mori baut Standort München zur Europazentrale aus

    München wird zur Europazentrale von DMG Mori. Der Werkzeugmaschinenhersteller errichtet dort das Business-Quartier ‚Go Four It‘ und mietet zusätzlich Gebäudeflächen.

    mehr lesen: DMG Mori baut Standort München zur Europazentrale aus