Smart Electronic Factory feiert 10-jähriges Bestehen

SEF Jubilaeumsevent 2025
Bild: SEF Smart Electronic Factory e.V.

Anlässlich seines 10-jährigen Bestehens versammelte der SEF Smart Electronic Factory e.V. mehr als 120 Gäste aus Industrie, Wissenschaft und Politik in der Leica Welt in Wetzlar, um über Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung im Mittelstand zu diskutieren.

Der Vorstandsvorsitzende des Vereins, Gerd Ohl, begrüßte die Gäste zum Auftakt als KI-generierter Avatar und gab damit einen symbolischen Hinweis darauf, wie stark intelligente Technologien bereits in Job und Alltag vorgedrungen sind.

Dr. Walter Fischedick, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Digitales, machte deutlich, dass Digitalisierung längst nicht mehr nur ein technisches Projekt sei, sondern ein strategischer Faktor für Wettbewerbsfähigkeit. Er rief die Unternehmen dazu auf, die Transformation aktiv voranzutreiben und den digitalen Wandel als Gestaltungsaufgabe zu begreifen.

KI als Chance für den Mittelstand

Künstliche Intelligenz war das zentrale Thema der Veranstaltung. „Das größte Risiko in Bezug auf KI ist, sie nicht zu nutzen“, sagte Prof. Dr. Holger Schmidt, Redaktionsleiter der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, in seiner Keynote. Europa habe mit KI eine Jahrhundertchance: Die technologischen Einstiegshürden seien heute so niedrig wie nie, sodass gerade mittelständische Unternehmen jetzt die Chance hätten, ihre Prozesse zu optimieren und neue Wertschöpfungspotenziale zu erschließen.

Wie die Zukunft konkret aussehen kann, zeigten Beispiele aus Forschung und Praxis. Die Leica Camera AG demonstrierte etwa, dass Simulationen und digitale Zwillinge Entwicklungsprozesse erheblich beschleunigen können. Die Technische Hochschule Mittelhessen präsentierte indes den Roboter Furhat, der 40 Sprachen beherrscht und verdeutlichte, auf welche Weise KI mit Menschen interagieren kann.

Verschiedene Perspektiven, gemeinsames Fazit

Dass KI in der industriellen Wertschöpfung nicht isoliert betrachtet werden darf, sondern im Zusammenspiel mit den Menschen und anderen digitalen Technologien ihr volles Potenzial entfaltet, war ein zentrales Ergebnis der Podiumsdiskussion. Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und dem SEF selbst beleuchteten unterschiedliche Perspektiven auf zehn Jahre Digitalisierung in der Industrie – und blickten zugleich voraus. Einigkeit herrschte darin, dass KI zum entscheidenden Treiber wird, um die nächste Stufe der digitalen Transformation im industriellen Mittelstand einzuleiten.

„Die Veranstaltung hat gezeigt, dass Unternehmen, die künstliche Intelligenz frühzeitig strategisch einsetzen und ihre Organisation darauf vorbereiten, langfristig die Nase vorn haben werden“, resümiert Christina Hild, Geschäftsführerin des SEF Smart Electronic Factory. „KI ist kein Selbstzweck, sondern wirklich ein Gamechanger, wenn es darum geht, Effizienzpotenziale zu heben, Innovationskraft zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu sichern.“



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