Stille Revolution in der Robotik

Fast wöchentlich entstehen neue Multi-Milliarden-Startups, die eigene Weltmodelle für die Robotik entwickeln. Letztes Jahr standen humanoide Roboter im Fokus. Ob dies reiner Hype ist oder ob Robotik schon bald vollständig ohne klassisches Programmieren für jeden zugänglich wird, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Sicher ist jedoch: Die Integration von Robotern in Produktionsprozesse verändert sich derzeit grundlegend.

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Bild: b-robotized GmbH

Was wir aus der Cloud-Revolution lernen können

Ein Blick auf die Entwicklung der Cloud-Technologien zeigt Parallelen. Obwohl Cloud-Konzepte schon lange existieren, begann ihre echte Standardisierung erst in den frühen 2010er-Jahren. Werkzeuge wie Docker und Git ermöglichten es, Infrastrukturen zu vereinheitlichen und den Wechsel zwischen Anbietern oder von On-Premise-Systemen in die Cloud deutlich zu vereinfachen.

Eine ähnliche Entwicklung gab es zwischen 2005 und 2010 in der Robotik. Zahlreiche Open-Source-Frameworks aus Forschung und Universitäten entstanden, um über die starren Einsatzbereiche klassischer Industrieroboter hinauszugehen. Das bekannteste Beispiel ist das Robot Operating System (ROS), das sich seitdem als De-facto-Standard etabliert hat. Mit ROS 2 wurde diese Basis ab 2017 gezielt für industrielle Anwendungen weiterentwickelt.

Wie ROS in industrielle Ökosysteme vordringt

ROS ist seit über einem Jahrzehnt fester Bestandteil der mobilen Robotik. Flexible, sensorbasierte Steuerungen und die Verarbeitung vieler Datenströme machten ROS zur idealen Grundlage. Statt starrer Programme ermöglicht es adaptive und robuste Robotersysteme.

Inzwischen folgen auch etablierte Industrieroboterhersteller diesem Ansatz. Universal Robots, Franka Robotics sowie zunehmend KUKA, Fanuc und Kassow Robotics investieren in ROS-Schnittstellen. Parallel integrieren Steuerungs- und Automatisierungsanbieter ROS in ihre Plattformen: Bosch Rexroth mit CtrlX Automation, Siemens mit dem SIMATIC ROS Connector (ROSie) und Rockwell Automation durch die Integration von ROS 2 nach der Übernahme von Clearpath Robotics.

Warum das für Sie wichtig ist!

Diese Entwicklung schafft ein stark vernetztes Ökosystem, in dem Roboter unterschiedlicher Hersteller ohne proprietäre Abhängigkeiten integriert werden können. Unternehmen profitieren von mehr Flexibilität, besserer Wiederverwendbarkeit von Software und einer einfacheren Anbindung von Sensorik und KI-Komponenten.

Auch bei b»robotized steigt die Nachfrage nach ROS-Integration kontinuierlich. Der IT-orientierte Ansatz, die freie Wahl von Programmiersprachen sowie leistungsfähige Frameworks wie MoveIt 2 oder Navigation2 machen ROS besonders attraktiv.

So profitieren Sie als Kunde von b»robotized davon

Als europäischer Spezialist für ROS-Integration arbeitet b»robotized nah an der Hardware und steuert komplexe Systeme mit offenen Standards. Durch die enge Anbindung an die weltweite ROS-Community können wir bestehende Ent wicklungen nutzen, aktiv mitgestalten und KI effizient in reale Robotik-Anwendungen überführen. Damit wird die stille Revolution in der Robotik für Sie konkret nutzbar: durch offene Standards, nachhaltige Softwarearchitekturen und Roboter systeme, die sich flexibel an neue Anforderungen in der Pro duktion anpassen lassen.