Siemens-Studie: Datenmangel erschwert die Dekarbonisierung

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Bild: ©Rafal Rodzoch/Siemens AG

Siemens Smart Infrastructure hat eine Studie mit dem Titel ‚Digital Transformation, Sustainable Returns: The New Pathway of Infrastructure‘ veröffentlicht, die auf einer Umfrage von 650 Führungskräften basiert. Die Studie untersucht, wie Digitalisierung die Dekarbonisierung beschleunigen und die weltweite Infrastruktur – insbesondere in den Bereichen Energie, Gebäude und industrielle Prozesse – transformieren kann. Trotz Fortschritten in den letzten Jahren zeigt sich noch immer Potenzial, insbesondere bei datengesteuerten Betriebsabläufen.

Einige der zentralen Fragen der Studie sind, inwieweit Digitalisierung eine nachhaltigere Infrastruktur ermöglicht – wie wichtig die richtigen Daten sind, um fundierte Entscheidungen auf dem Weg zu Netto-Null zu treffen, und welche Technologien von Führungskräften als besonders positiv und wirkungsvoll angesehen werden. Als Vorteil sehen die Befragten digitale Plattformen. Sie heben hier vor allem Skalierbarkeit, Zeit- und Kosteneffizienz, schnellere Implementierung, Zuverlässigkeit und Interoperabilität als Pluspunkte hervor.

Die Befragten sehen digitale Technologien als einen Hebel, den CO?-Fußabdruck zu reduzieren, den Ressourceneinsatz zu optimieren sowie erneuerbare Energien zu integrieren. 55 Prozent von ihnen geben an, dass digitale Technologien ein erhebliches oder enormes Potenzial haben, die Dekarbonisierung ihrer Betriebsabläufe voranzutreiben. Allerdings sehen 45 Prozent wenig oder gar kein solches Potenzial. Dies deutet laut der Studienautoren darauf hin, dass das Zusammenspiel von Digitalisierung und Dekarbonisierung möglicherweise nicht vollständig bewusst ist.

Oft fehlt es an Daten

54 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Unternehmen ausgereifte oder weit fortgeschrittene datengesteuerte Betriebsabläufe aufweist. Doch die Verfügbarkeit von Daten ist dennoch eine der größten Herausforderungen für Dekarbonisierungsmaßnahmen. So gibt ein Teil der Befragten an, dass nur wenige oder gar keine Daten in Bereichen verfügbar sind, die ihnen bei Förderung von Dekarbonisierung und Ressourceneffizienz unterstützen: Bei 44 Prozent der Unternehmen fehlt es an Emissionsdaten, bei 46 Prozent an Leistungsdaten von Anlagen und Maschinen und bei 30 Prozent an Energieverbrauchsdaten.

Und auch wenn Daten verfügbar sind, sehen sich die Befragten mit Herausforderungen bei deren Nutzung konfrontiert. Wie die Umfrageteilnehmer angeben, sind Ihre Unternehmen oft nicht in der Lage, Daten aus verschiedenen Quellen effektiv zu verwalten, zu analysieren und zu nutzen. Einigkeit herrscht unter den Befragten darüber, dass die Datenmenge erhöht, sowie deren Qualität und die Verfügbarkeit verbessert werden müssen, um fundierte Entscheidungen für Effizienz- und Nachhaltigkeitsergebnisse zu treffen.

KI als Schlüssel?

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass KI die Technologie ist, von der die Befragten die größten positive Auswirkungen auf Dekarbonisierung und Ressourceneffizienz erwarten. 33 Prozent glauben, dass die Technologie in den nächsten drei Jahren hier den größten Einfluss haben wird.



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