Höchster Stand an Insolvenzen seit elf Jahren

Insolvenzen Deutschland 2014 2025
Bild: Stp Informationstechnologie Gmbh

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland bleibt auch 2025 auf hohem Niveau. Nach Auswertungen der Insolvenzspezialisten von STP.One wird das Gesamtjahr voraussichtlich einen Zuwachs im einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr verzeichnen. Das aktuelle Insolvenzniveau erreicht damit den höchsten Stand seit elf Jahren. Es besteht die Möglichkeit, dass die Marke von 10.000 Insolvenzen bei Kapital- und Personengesellschaften erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt wieder überschritten wird.

Deutlicher Anstieg bei Großinsolvenzen

Bei Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens fünf Millionen Euro rechnen die Analysten von STP.one mit weiter steigenden Fallzahlen. Zwar wird kein Anstieg von mehr als 40 Prozent wie 2024 erwartet, doch zweistellige Zuwachsraten gelten für 2025 als wahrscheinlich. Im ungünstigsten Fall könnte das einen neuen Höchststand bei Insolvenzen größerer Unternehmen bedeuten.

Baugewerbe und Verbraucher unter Druck

Im Baugewerbe ist die Situation besonders angespannt. Für das erste Halbjahr 2025 wird in diesem Segment ein Anstieg der Unternehmensinsolvenzen um 18 Prozent im Vergleich zum Vorhalbjahr gemeldet. Hier wirke neben der konjunkturellen Schwäche eine strukturelle Krise mit. Auch bei den Verbraucherinsolvenzen zeichnet sich ein weiteres Wachstum ab: Im ersten Halbjahr 2025 wurden rund fünf Prozent mehr Verfahren eröffnet als im zweiten Halbjahr 2024.

Wirtschaftliches Umfeld bleibt angespannt

Die Entwicklung spiegelt sich in der gesamten Wirtschaft: Hohe Finanzierungskosten, steigende Betriebsausgaben und ein Nachfragedefizit belasten Unternehmen weiterhin. Privatpersonen sind von höheren Lebenshaltungskosten, Mieten und einer angespannten Lage am Arbeitsmarkt betroffen. Kurzfristige politische Entlastungen sind laut Pressetext kaum zu erwarten, da geplante Maßnahmen wie eine Unternehmenssteuerreform oder ein Infrastruktur-Fonds erst mittelfristig greifen dürften. Dagegen zeigen sich die Auswirkungen der internationalen Politik und anhaltender Krisen bereits spürbar.

Seiten: 1 2



  • Emissionen von künstlicher Intelligenz beziffern

    Emissionen von künstlicher Intelligenz beziffern

    Auch künstliche Intelligenz verbraucht Ressourcen. Forschende des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung, AlgorithmWatch und des DAI-Labors der TU Berlin fordern daher, die Nachhaltigkeitsauswirkungen von KI über den gesamten Lebenszyklus hinweg stärker…

    mehr lesen: Emissionen von künstlicher Intelligenz beziffern

  • Was Anwender von KI-Anbietern erwarten

    Was Anwender von KI-Anbietern erwarten

    Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit Anwender KI-Anbietern vertrauen können und deren KI-Lösung nutzen? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Forschungsprojektes ‘TrustKI’, das Anfang 2023 am Institut für Internet-Sicherheit –…

    mehr lesen: Was Anwender von KI-Anbietern erwarten

  • Materialengpässe in der Industrie weiter rückläufig

    Materialengpässe in der Industrie weiter rückläufig

    12,5 Prozent der Industrieunternehmen klagen nach wie vor über Materialengpässe. Nach Angaben des Ifo Instituts ging der Wert im Vergleich zum Vormonat jedoch erneut zurück.

    mehr lesen: Materialengpässe in der Industrie weiter rückläufig

  • DMG Mori baut Standort München zur Europazentrale aus

    DMG Mori baut Standort München zur Europazentrale aus

    München wird zur Europazentrale von DMG Mori. Der Werkzeugmaschinenhersteller errichtet dort das Business-Quartier ‚Go Four It‘ und mietet zusätzlich Gebäudeflächen.

    mehr lesen: DMG Mori baut Standort München zur Europazentrale aus

  • Xplanis gründet deutsche Tochtergesellschaft

    Xplanis gründet deutsche Tochtergesellschaft

    Xplanis, ein Spezialist für Transport Management Software, steigt in den deutschen Markt ein. Die Geschäftsführung der Xplanis Deutschland GmbH übernimmt Volker Möller.

    mehr lesen: Xplanis gründet deutsche Tochtergesellschaft

  • Mesago zieht positive SPS-Bilanz

    Mesago zieht positive SPS-Bilanz

    In ihrer Messeanalyse zieht die Mesago Messe Frankfurt ein positives Fazit der SPS in Nürnberg. Demnach erfuhr die Veranstaltung großen Zuspruch seitens Ausstellern und Fachbesuchern.

    mehr lesen: Mesago zieht positive SPS-Bilanz

  • WIIT übernimmt Teil von German Edge Cloud

    WIIT übernimmt Teil von German Edge Cloud

    Die WIIT, ein Cloud Computing-Anbieter aus Italien, hat über die deutsche Tochtergesellschaft WIIT AG einen Vertrag zum Erwerb des Geschäftsbereichs Edge & Cloud der zur Friedhelm Loh Group gehörenden German…

    mehr lesen: WIIT übernimmt Teil von German Edge Cloud

  • Aufatmen in der deutschen Automobilindustrie

    Aufatmen in der deutschen Automobilindustrie

    Im Januar hat sich die Stimmung der deutschen Autobauer verbessert. Trotz einiger positiver Signale, gibt das Ifo Institut jedoch noch keine Entwarnung. Unter anderem bereiten Auftragslage und der Fachkräftemangel sorgen.

    mehr lesen: Aufatmen in der deutschen Automobilindustrie

  • Industrielle Instandhaltung, Pumpen, Armaturen und Ventile im Fokus

    Industrielle Instandhaltung, Pumpen, Armaturen und Ventile im Fokus

    Am 21. Februar 2024 starten die Maintenance als Messe für die industrielle Instandhaltung und die Pumps&Valves als Fachmesse für industrielle Pumpen, Armaturen und Ventile. Auf die Fachbesucher warten rund 240…

    mehr lesen: Industrielle Instandhaltung, Pumpen, Armaturen und Ventile im Fokus

  • Führungswechsel bei Schneider Electric DACH

    Führungswechsel bei Schneider Electric DACH

    Stefan Gierse wird mit Wirkung zum April neuer Zone President der DACH-Organisation von Schneider Electric. Der 45-Jährige war zuvor für Siemens tätig.

    mehr lesen: Führungswechsel bei Schneider Electric DACH

  • Rückgang schwächt sich leicht ab

    Rückgang schwächt sich leicht ab

    Der Orderrückgang des Maschinen- und Anlagenbaus hat sich im Dezember 2023 etwas abgeschwächt – unter dem Strich vermeldet der VDMA für das gesamte Jahr aber dennoch ein zweistelliges Minus der…

    mehr lesen: Rückgang schwächt sich leicht ab

  • Jörg von Ploetz zum CEO ernannt

    Jörg von Ploetz zum CEO ernannt

    Jörg von Ploetz löst Rüdiger Weihs an der Spitze des Softwareunternehmens Böhme & Weihs ab. Von Ploetz war zuvor COO des Qualitätsmanagement-Spezialisten.

    mehr lesen: Jörg von Ploetz zum CEO ernannt