Die QBIC-Module von Cretec: Premiumfelgen 50 Prozent schneller geprüft

Schlüsselfertige komplette Systemlösung für die 360° Qualitätskontrolle von Autofelgen auf viele Merkmale. Vollautomatisierter Ablauf durch BV-gesteuerte Präzision im µm Bereich.
Schlüsselfertige komplette Systemlösung für die 360° Qualitätskontrolle von Autofelgen auf viele Merkmale. Vollautomatisierter Ablauf durch BV-gesteuerte Präzision im µm Bereich. – Bild: Cretec GmbH

Im Automobil-Premiumsegment ist perfektes Aussehen ein wichtiger Bestandteil von Image und Marketing einer Marke. Hier ist höchste Präzision gefragt – in der Materialoberfläche dürfen keine sichtbaren Defekte das Erscheinungsbild trüben. Das menschliche Auge kann hier, etwa bei leichten Unterschieden in der Beleuchtung, an seine Grenzen geraten. Hier kommt 3D-Bildverarbeitung ins Spiel. In einer Machbarkeitsstudie für ein Automobilunternehmen wurde das System QBIC des Machine-Vision-Spezialisten Cretec für die Defekterkennung erprobt. Im Detail geht es darum, diese an mehreren Messpunkten der exakt positionierten Kunststoff-Blades in der Einpassung von Aluminiumfelgen mittels 3D-Bildscan zu detektieren. Es galt der messtechnisch erfasste Nachweis, dass alle Blades in der Autofelge ein vorgeschriebenes zulässiges Spaltmaß und den zulässigen Höhenunterschied zur Aluminiumoberfläche garantierten.

Das QBIC-Modul ist mit ausfahrbaren Rädern ausgestattet.
Das QBIC-Modul ist mit ausfahrbaren Rädern ausgestattet. – Bild: Cretec GmbH

Der Prüfprozess

Dafür wurde jede Felge im Schubfach des QBIC abgelegt und in die Messposition gefahren. Eine 20MP-Kamera erfasst mit einer Prüfgenauigkeit von 0,3 bis 0,15mm von oben die exakte Zentrierung der Felge, deren Rotationsposition und Radtyp. Damit ist auch der makellose Zustand der Autofelge dokumentiert. Der 3D Kameramesskopf wird mittels 6-Achs Roboter an die jeweiligen Prüfpositionen bewegt. In der Felegnkontrolle ermöglicht das von Cretec inline als auch offline patentierte Messkonzept eine Genauigkeit pro Messpunkt von unter 10µm in allen drei Dimensionen. In der Messsystemanalyse (MSA) erwies sich die Messgenauigkeit besser als 100µm. Die Taktzeit der kompletten Prüfung einer Autofelge im QBIC liegt unter 1 Minute. In der Machbarkeitsstudie erzielte das System eine Zeitersparnis von bis zu 50 Prozent. Zusätzliche Zeiteinsparungen resultierten aus einer zügigeren Projektumsetzung sowie der vergleichsweise schnellen Integration in die Fertigung. Für etwaige Reklamationen werden die Daten der Messpunkte mit allen Messwerten und für jeden Felgentyp dokumentiert.

Durch den geringen Raumbedarf und modulare Hard- und Software bietet das System Flexibilität. QBIC benötigt in den beiden Ausführungen entweder eine Grundfläche von 0,8×0,8m oder 1,2x 1,2m mit maximal 2m Höhe. Die integrierten ausfahrbaren Räder ermöglichen einen Standortwechsel. Das System kann zudem mit weiteren QBICs verbunden werden.

Die QBIC-Module verbinden Steuerung, Datenauswertung und Kommunikation zu einem autonomen System.
Die QBIC-Module verbinden Steuerung, Datenauswertung und Kommunikation zu einem autonomen System. – Bild: Cretec GmbH

Ein System für viele Anwendungen

Das System realisiert verschiedene Vision-Aufgaben automatisiert. Integriert werden können beispielsweise Elektrik, Steuerungen, Hochleistungs-PCs – etwa für KI-Algoritmen, Kameras, der Code-Verifizier VisionTube, Cobot/Roboter, unterschiedliche Vision-Module, intelligente Beleuchtungen, großer Touchscreen-Monitor, Kommunikationsmodule (Industrie 4.0, OPC UA oder IOTA) und neuronale Netze.

Eine netzunabhängige Stromversorgung sorgt dafür, dass Daten auch bei einem Stromausfall erhalten bleiben. Das macht zudem einen Standortwechsel im Betriebszustand möglich. Das Komplettsystem deckt ein breites Anwendungsspektrum ab und eignet sich für: Pick-and-place-Anwendungen, Registrier- und Klassifizieraufgaben, ID- Codes, Inspektion, 2D- und 3D-Messungen, Oberflächenkontrolle, Entscheidungsfindung sowie Sortierprozesse.



  • Positives Signal, doch es bleiben Fragen

    Positives Signal, doch es bleiben Fragen

    DSAG-Statement zur geplanten Stärkung des SAP-ERP-Geschäfts Positives Signal, doch es bleiben Fragen Im Rahmen der Bilanzpressekonferenz hat SAP mitgeteilt, das Enterprise-Resource-Planning (ERP)-Geschäft stärken und Einschnitte in Programmen für Vertrieb und…

    mehr lesen: Positives Signal, doch es bleiben Fragen

  • Neuer Deutschlandchef bei HPE

    Neuer Deutschlandchef bei HPE

    Marc Fischer folgt auf Johannes Koch Neuer Deutschlandchef bei HPE Hewlett Packard Enterprise hat Marc Fischer zum Deutschland-Chef ernannt. Sein Vorgänger Johannes Koch übernimmt die Leitung für die Region Zentraleuropa.

    mehr lesen: Neuer Deutschlandchef bei HPE

  • Geschäftslage der Autoindustrie bessert sich

    Geschäftslage der Autoindustrie bessert sich

    Erwartungen wieder positiv Geschäftslage der Autoindustrie bessert sich Die deutsche Autoindustrie ist laut einer Ifo Befragung zuversichtlicher gestimmt als noch zuletzt. So sind auch die Erwartungen erstmals seit fünf Monaten…

    mehr lesen: Geschäftslage der Autoindustrie bessert sich

  • MPDV steigert Umsatz um 16 Prozent

    MPDV steigert Umsatz um 16 Prozent

    Positive Entwicklung MPDV steigert Umsatz um 16 Prozent Mit einem zweistelligen Umsatzplus hat die MPDV-Gruppe das vergangene Geschäftsjahr abgeschlossen.

    mehr lesen: MPDV steigert Umsatz um 16 Prozent

  • Kumavision übernimmt Henrichsen4msd

    Kumavision übernimmt Henrichsen4msd

    Zum Jahreswechsel hat Kumavision Henrichsen4msd übernommen. Die Lösungen des DMS-Spezialisten sollen das eigene Portfolio ergänzen.

    mehr lesen: Kumavision übernimmt Henrichsen4msd

  • Philippine de T’Serclaes wird Chief Sustainability Officer

    Philippine de T’Serclaes wird Chief Sustainability Officer

    Nachhaltigkeitsstrategie Philippine de T’Serclaes wird Chief Sustainability Officer Dassault Systèmes beruft Philippine de T’Serclaes zum Chief Sustainability Officer. Mit diesem Schritt will das Unternehmen seine Nachhaltigkeitsstrategie stärken.

    mehr lesen: Philippine de T’Serclaes wird Chief Sustainability Officer

  • ZEW-Konjunkturerwartungen für Eurozone im Dezember verbessert

    ZEW-Konjunkturerwartungen für Eurozone im Dezember verbessert

    Entspanntere Energiemärkte beflügeln Konjunktur ZEW-Konjunkturerwartungen für Eurozone im Dezember verbessert Im Dezember 2022 haben sich die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland und die Eurozone verbessert. Fachleute aus dem Finanzmarkt gehen von einem…

    mehr lesen: ZEW-Konjunkturerwartungen für Eurozone im Dezember verbessert

  • Bechtle beruft CTO

    Bechtle beruft CTO

    Plattformstrategie im C-Level verankert Bechtle beruft CTO Dirk Müller-Niessner (Bild) hat zum 1. Januar 2023 die neu geschaffene Position des CTO besetzt. Damit will das Systemhaus die Verantwortung für seine…

    mehr lesen: Bechtle beruft CTO

  • FlexPro forscht an Industrie 5.0

    FlexPro forscht an Industrie 5.0

    Wissensbasierte Produktionsplanung FlexPro forscht an Industrie 5.0 Im Herbst 2021 ist das Industrie 5.0-Forschungsprojekt FlexPro gestartet. Nun legen die Projektpartner erste Erkenntnisse vor.

    mehr lesen: FlexPro forscht an Industrie 5.0

  • Warum stockt die digitale Transformation

    Warum stockt die digitale Transformation

    In der neuen Expertise des Forschungsbeirats der Plattform Industrie 4.0 untersuchen die beiden Fraunhofer-Institute IAO und IPA die Gründe, warum die digitale Transformation in Unternehmen oftmals nur langsam vorankommt. Die…

    mehr lesen: Warum stockt die digitale Transformation

  • Dominik Bösl wird zweiter Geschäftsführer von Micropsi Industries

    Dominik Bösl wird zweiter Geschäftsführer von Micropsi Industries

    Dominik Bösl zukünftig als Geschäftsführer, gemeinsam mit Gründer Ronnie Vuine, das Berliner Robotik-Startups Micropsi Industries.

    mehr lesen: Dominik Bösl wird zweiter Geschäftsführer von Micropsi Industries

  • Japan weltweit größter Hersteller von Industrierobotern

    Japan weltweit größter Hersteller von Industrierobotern

    45 Prozent des weltweiten Roboterangebots kommt aus Japan. Wie die International Federation of Robotics mitteilt, wurden im Jahr 2020 136.069 Industrieroboter von dort aus exportiert.

    mehr lesen: Japan weltweit größter Hersteller von Industrierobotern