Cyberangriffe auf mobile Geräte deutlich zugenommen

kapersky
Bild: ©Marcos__Silva/shutterstock.com/Kaspersky Labs GmbH

Während sich die führenden Köpfe der internationalen Mobilfunkbranche zum Mobile World Congress in Barcelona treffen, zeigt die jährliche Analyse der mobilen Bedrohungslandschaft von Kaspersky [1] eine zunehmende Verbreitung mobiler Sicherheitsrisiken und die Weiterentwicklung schädlicher Tools und Technologien, die auf mobile Geräte abzielen. Laut den Cybersicherheitsexperten ist ein deutlicher Aufwärtstrend bei Angriffen auf mobile Geräte zu beobachten. Allein im Jahr 2023 stieg die Zahl solcher Angriffe auf 33.790.599; dies entspricht einem deutlichen Anstieg von knapp 52 Prozent im Vergleich zu 22.255.956 Angriffen im Jahr 2022.

„Die Bedrohungszunahme im Bereich der Android-Malware- und Riskware-Aktivitäten im Jahr 2023 ist besorgniserregend, insbesondere auch weil zuvor eher weniger passiert ist. Der Anstieg, der bis zum Jahresende ein Niveau erreicht, das an jenes von Anfang 2021 erinnert, unterstreicht die erhebliche Bedrohung, der sich Nutzer derzeit ausgesetzt sehen“, so Waldemar Bergstreiser, General Manager Central Europe bei Kaspersky. „Daher ist es wichtig, wachsam zu bleiben und auch auf mobilen Geräten robuste Sicherheitsmaßnahmen zu implementieren, um sich vor den sich ständig weiterentwickelnden Cyberbedrohungen adäquat zu schützen.“

Adware ist weltweit ganz vorne

Die am weitesten verbreitete Bedrohung für mobile Geräte war im vergangenen Jahr Adware, eine Art von Software, die unerwünschte (und manchmal lästige) Popup-Werbung anzeigt. Sie machte 40,8 Prozent aller entdeckten Bedrohungen aus. Bei den Banking-Trojanern hingegen ging die Zahl der Installationen auf 153.682 zurück, nachdem sie im Vorjahr stark angestiegen war und sich verdoppelt hatte; die Zahl der Angriffe mit mobilen Banking-Trojanern blieb relativ konstant.

Vorsicht bei Investment-Apps und Messenger-Mods

Cyberkriminelle verbreiten gegen mobile Nutzer gerichtete Malware häufig über offizielle und inoffizielle App-Stores. Im Jahr 2023 beobachteten die Experten von Kaspersky zahlreiche schädliche Apps, die in Google Play eingeschleust wurden. Eine der häufigsten Arten im Jahr 2023 waren gefälschte Investment-Apps. Diese nutzen Social-Engineering-Taktiken, um persönliche Daten von Nutzern zu extrahieren, insbesondere Telefonnummern und vollständige Namen. Diese Daten werden anschließend Datenbanken hinzugefügt, die für Telefonbetrug verwendet werden. Ein weiterer häufig beobachteter Angriffsvektor waren schädliche WhatsApp- und Telegram-Mods, die darauf abzielten, Nutzerdaten zu stehlen.

Kaspersky-Empfehlungen zum Schutz vor Bedrohungen auf mobilen Geräten:

Apps nur aus offiziellen Stores wie dem Apple-App-Store, Google Play oder dem Amazon Appstore herunterladen. Diese garantieren zwar keinen vollständigen Schutz, werden jedoch zumindest von Mitarbeitern der Anbieter geprüft. Zudem sorgt ein Filtersystem dafür, dass nicht jede App in die Stores gelangen kann.

App-Berechtigungen vor ihrem Einsatz stets überprüfen, insbesondere solche mit höherem Risiko wie Zugangsdienste. Eine Taschenlampe benötigt beispielsweise nur Zugriff auf das Blitzlicht, nicht jedoch die Kamera des Geräts.

Eine zuverlässige Sicherheitslösung hilft, schädliche Apps und Adware zu erkennen, bevor sie auf einem Gerät Schaden anrichten kann. Schutzlösungen wie Kaspersky Premium [2] sind direkt bei den Mobilfunkbetreibern erhältlich.

Updates für das Betriebssystem und wichtige Anwendungen installieren, sobald sie verfügbar sind. Hierdurch können viele Sicherheitsprobleme vermieden werden.

[1] https://securelist.com/?p=111964

[2] https://kas.pr/re3t



  • Elke Anderl leitet Vertrieb bei T-Systems

    Elke Anderl leitet Vertrieb bei T-Systems

    Mit Elke Anderl hat T-Systems eine neue Vertriebschefin für Deutschland. Die Managerin bringt Erfahrung aus dem Großkundengeschäft mit und folgt auf Laura Vantellini.

    mehr lesen: Elke Anderl leitet Vertrieb bei T-Systems

  • Microsoft investiert 3,2Mrd.€ in Deutschland

    Microsoft investiert 3,2Mrd.€ in Deutschland

    Der Softwarekonzern Microsoft investiert 3,2Mrd.€ in den Ausbau seiner KI-Infrastruktur und Cloud-Kapazitäten in Deutschland. Unter anderem sollen neue Rechenzentren in Nordrhein-Westfalen entstehen.

    mehr lesen: Microsoft investiert 3,2Mrd.€ in Deutschland

  • Maschinenbauer meldet Rekordexporte für 2023

    Maschinenbauer meldet Rekordexporte für 2023

    Der Maschinen- und Anlagenbau hat 2023 aufgrund eines starken ersten Halbjahrs einen Rekordwert der Exporte verbucht. Wie der VDMA mitteilt, macht sich die aktuelle Konjunkturflaute aber auch bei den Ausfuhren…

    mehr lesen: Maschinenbauer meldet Rekordexporte für 2023

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • MainDays 2024 in Berlin

    MainDays 2024 in Berlin

    Auf den MainDays treffen sich am 12. und 13. März Verantwortliche aus Instandhaltung und technischem Service, um Trends und Herausforderungen zu diskutieren und Transformationsprojekte vorzustellen.

    mehr lesen: MainDays 2024 in Berlin

  • Pal2Rec forscht an sensorbasierter Aktivitätserkennung

    Pal2Rec forscht an sensorbasierter Aktivitätserkennung

    Als Ladungsträger bewegen Paletten Dinge von A nach B. Das im Februar 2024 gestartete Projekt ’Pal2Rec’ untersucht nun, wie sich (Euro-)Paletten eigenständig in logistische Prozesse mittels sensorbasierter Aktivitätserkennung einbeziehen lassen.

    mehr lesen: Pal2Rec forscht an sensorbasierter Aktivitätserkennung

  • Bessere CO2-Bilanz durch additiv gefertigte Komponenten

    Bessere CO2-Bilanz durch additiv gefertigte Komponenten

    Der Autobau kann mit maßgeschneiderten Komponenten die CO2-Bilanz von Werkzeugen und Maschinen verbessern und mit einbaufertigen Komponenten, sogenannten ’Engineered Products’, Leistungssteigerungen bei den Materialeigenschaften erzielen. Das zeigt eine Fallstudie in…

    mehr lesen: Bessere CO2-Bilanz durch additiv gefertigte Komponenten

  • Emissionen von künstlicher Intelligenz beziffern

    Emissionen von künstlicher Intelligenz beziffern

    Auch künstliche Intelligenz verbraucht Ressourcen. Forschende des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung, AlgorithmWatch und des DAI-Labors der TU Berlin fordern daher, die Nachhaltigkeitsauswirkungen von KI über den gesamten Lebenszyklus hinweg stärker…

    mehr lesen: Emissionen von künstlicher Intelligenz beziffern

  • Was Anwender von KI-Anbietern erwarten

    Was Anwender von KI-Anbietern erwarten

    Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit Anwender KI-Anbietern vertrauen können und deren KI-Lösung nutzen? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Forschungsprojektes ‘TrustKI’, das Anfang 2023 am Institut für Internet-Sicherheit –…

    mehr lesen: Was Anwender von KI-Anbietern erwarten

  • Materialengpässe in der Industrie weiter rückläufig

    Materialengpässe in der Industrie weiter rückläufig

    12,5 Prozent der Industrieunternehmen klagen nach wie vor über Materialengpässe. Nach Angaben des Ifo Instituts ging der Wert im Vergleich zum Vormonat jedoch erneut zurück.

    mehr lesen: Materialengpässe in der Industrie weiter rückläufig

  • DMG Mori baut Standort München zur Europazentrale aus

    DMG Mori baut Standort München zur Europazentrale aus

    München wird zur Europazentrale von DMG Mori. Der Werkzeugmaschinenhersteller errichtet dort das Business-Quartier ‚Go Four It‘ und mietet zusätzlich Gebäudeflächen.

    mehr lesen: DMG Mori baut Standort München zur Europazentrale aus

  • Xplanis gründet deutsche Tochtergesellschaft

    Xplanis gründet deutsche Tochtergesellschaft

    Xplanis, ein Spezialist für Transport Management Software, steigt in den deutschen Markt ein. Die Geschäftsführung der Xplanis Deutschland GmbH übernimmt Volker Möller.

    mehr lesen: Xplanis gründet deutsche Tochtergesellschaft