Zentrales Ticketsystem und Online-Portal: Service Desk für alle Standorte

Schulung Gruppe vor Maschine 2017 05 01 WITT
Bild: Wittmann Battenfeld GmbH

Die Übernahme des Unternehmens Battenfeld im Jahr 2008 führte beim Spritzgießtechnik-Anbieter Wittmann zu einer zweigeteilten IT-Struktur innerhalb der Unternehmensgruppe. Die unterschiedlichen Kommunikationskanäle wie E-Mail und Teams sowie drei verschiedene Ticketsysteme erschwerten eine unternehmensweite Koordination der Tickets. Es entstanden verschiedene Datensilos, die sich nicht austauschten. Gerald Danko, CIO der Wittmann Group, wollte diese Doppelstruktur überwinden und das Beste aus beiden Welten vereinen. Dafür wurden die grundlegenden IT-Prozesse zunächst hinsichtlich Störungen und Problemen im Betrieb analysiert, zunächst ohne den Einsatz von Software. In Zusammenarbeit mit der IT-Beratung Hillside wurden die notwendigen Prozesse beschrieben. Das Ziel war die Einführung eines zentralen Ticketsystems. „Uns war klar, dass wir ein einheitliches Ticketsystem brauchen, aber im ersten Schritt wollten wir noch gar nicht über ein konkretes Tool sprechen“, so Danko. Nach dem Infrastruktur-Projekt evaluierte er mit seinem Team und den Beratern von Hillside einen Servicekatalog und darauf aufbauend die Softwareprodukte verschiedener Anbieter. Die Wahl fiel auf Matrix42.

Abteilungen zusammenführen

Im Januar 2022 begann die Implementierung der Ticketing-Abläufe, und bereits im Mai war der Service-Desk betriebsbereit. Nach der erfolgreichen Umsetzung des Incident-Management-Prozesses folgten das Problem- und das Change-Request-Management. Die Implementierung erfolgte schnell. Eine Herausforderung war es jedoch, die unabhängig arbeitenden IT-Abteilungen zusammenzuführen. „Dass jeder Standort sein eigenes System aufbaut, ist normal. Aber die gewachsenen Silos im Nachhinein aufzubrechen, ist eine Herausforderung“, sagt Danko. „Man kann ja nicht von einem Tag auf den anderen erwarten, dass die Kollegen an einem anderen Standort einspringen. Das braucht seine Zeit und muss gut organisiert werden.“ Durch Team-Building-Maßnahmen und eine organisierte Herangehensweise gelang es, ein gemeinsames Team zu formen.

Aus zwei IT-Abteilungen ist eine standortübergreifend arbeitende IT-Abteilung entstanden, die von den Synergien der anderen profitiert. „Wenn die Kollegen in Wien einmal nicht verfügbar sind, werden die Aufgaben an den Standort Kottingbrunn oder nach Deutschland weitergeleitet – bzw. umgekehrt“, sagt der CIO.

Portal für Endanwender

Im nächsten Schritt ging es um die Freischaltung des Service-Portals, über das Endanwender Störungen und IT-Probleme melden können. Derzeit manuell in Matrix42 erstellt, soll das Ticketsystem künftig automatisch über das Service-Portal laufen, damit die Anwender auch hier ihre offenen Tickets und den jeweiligen Bearbeitungsstatus einsehen können. Dies verspricht Zeitersparnisse, Kostenreduktionen sowie verbesserte Compliance- und Security-Prozesse. Außerdem soll es mittelfristig möglich sein, über das Service Portal Services und Hardware zu bestellen sowie neue Mitarbeiterprofile anzulegen und Zugangsberechtigungen anzufordern.

Eine Luftaufnahme von Wittmann Battenfeld
Eine Luftaufnahme von Wittmann Battenfeld – Bild: Wittmann Battenfeld GmbH

Wissensaustausch fördern

Danko schätzt vor allem auch die Knowledge-Management-Funktionalität von Matrix42. Damit ist es IT-Servicemitarbeitern möglich, komplexe Probleme besser zu dokumentieren und mit Kommentaren sowie Tags zu versehen, um zu beschreiben, wie der Mitarbeiter zu der Lösung gekommen ist – und welche Lösungswege es insgesamt gibt. Dies fördert den Wissensaustausch. Die Dokumentation dient aber nicht nur der IT-Abteilung, sondern wird auch als Wiki für neue Mitarbeiter der Projektierungs- und Serviceabteilung aufbereitet.

Standortübergreifend zentral zusammenarbeiten

In Zusammenarbeit mit Matrix42 und Hillside hat die Wittmann Group ihre IT neu aufgestellt, zentralisiert und den IT-Service-Desk neu strukturiert. Die Lösung erfüllte die Anforderungen von Gerald Danko an die Erweiterbarkeit und Integrierbarkeit sowie die Automatisierung von Standard-Changes.



  • Innovationsranking im produzierenden Mittelstand

    Innovationsranking im produzierenden Mittelstand

    Innovation gehört zu den drei wichtigsten Digitalisierungszielen im Mittelstand, gleich nach Mitarbeiterproduktivität und Prozessmodernisierung. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die im Auftrag des ERP-Anbieters Proalpha entstand. Doch wo ist…

    mehr lesen: Innovationsranking im produzierenden Mittelstand

  • Arbeitsmarktbarometer dreht ins Plus

    Arbeitsmarktbarometer dreht ins Plus

    Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im September 2020 um 1,7 Punkte auf 100,1 Punkte gestiegen. Erstmals seit Beginn der Corona-Krise liegt der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) damit nicht…

    mehr lesen: Arbeitsmarktbarometer dreht ins Plus

  • Ergänztes IT-Sicherheitskonzept für Profinet

    Ergänztes IT-Sicherheitskonzept für Profinet

    Parallel mit den ersten Profinet-Spezifikationen veröffentlichte PI ein umfassendes Security-Konzept, das in mehreren Schritten weiter detailliert und angepasst wurde.

    mehr lesen: Ergänztes IT-Sicherheitskonzept für Profinet

  • GIS und EAM fusionieren zu Rodias

    GIS und EAM fusionieren zu Rodias

    Innerhalb der Robur-Gruppe haben sich die Firmen GIS und EAM zusammengetan. Beide Firmen bringen langjährige Erfahrungen rund um die Instandhaltung, Wartung und das Anlagenmanagement in den Zusammenschluss ein. Als Rodias…

    mehr lesen: GIS und EAM fusionieren zu Rodias

  • Credential Stuffing in der Medienbranche

    Credential Stuffing in der Medienbranche

    Angriffe auf Medienunternehmen durch Kontoübernahmen stiegen bereits zwischen 2018 und 2019 deutlich an. Im Zuge der diesjährigen Pandemie vervierfachten sich schädliche Anmeldeversuche sogar.

    mehr lesen: Credential Stuffing in der Medienbranche

  • Startups stellen Lösungen vor

    Startups stellen Lösungen vor

    Zehn IT-Sicherheitsanbieter haben Chance, als das beste Security-Startup der DACH-Region ausgezeichnet zu werden. Nachdem sie im Fachjuryentscheid überzeugen konnten, heißt es jetzt, im Speed-Pitch das Publikum zu gewinnen.

    mehr lesen: Startups stellen Lösungen vor

  • Hindernisse für den KI-Einsatz überwinden

    Hindernisse für den KI-Einsatz überwinden

    Trotz zahlreicher Innovationsmöglichkeiten zögern viele Unternehmen und Behörden noch bei der Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) im Bereich Cybersicherheit.

    mehr lesen: Hindernisse für den KI-Einsatz überwinden

  • Integrierte OT-Sicherheit

    Integrierte OT-Sicherheit

    Rhebo und Barracuda adressieren mit einer kombinierten Lösung vollumfängliche Cybersicherheit für industrielle Netzwerke und IIoT-Geräte.

    mehr lesen: Integrierte OT-Sicherheit

  • Schutz von Remote-Mitarbeitern

    Schutz von Remote-Mitarbeitern

    Um die Verwaltung der Cybersicherheit einfacher und zugänglicher zu gestalten, stellt SonicWall die Zero-Touch-fähigen Multi-Gbit TZ-Firewalls mit SD-Branch-Funktionen vor. Die neuen Firewalls TZ570 und TZ670 sind die ersten Desktop-Firewalls, die…

    mehr lesen: Schutz von Remote-Mitarbeitern

  • Sicherheit vor Malware und Hackern

    Sicherheit vor Malware und Hackern

    Fernwirkanlagen und Scada-Systeme nutzen das Internet und sind damit potenziellen Angriffen von Hackern und Schadsoftware ausgesetzt. Auf der Seite der Datenbank kann auch das Unternehmen ConiuGo nur die bekannten Konzepte…

    mehr lesen: Sicherheit vor Malware und Hackern

  • Nutzung von Cloudanwendungen in Unternehmen

    Nutzung von Cloudanwendungen in Unternehmen

    Cloudanwendungen boomen: Aktuell gibt es nach Aussagen von führenden TÜV Rheinland-Experten mehr als 30.000 Cloudanwendungen weltweit, von denen Unternehmen aktiv durchschnittlich 1.500 Anwendungen nutzen – mit oder ohne Freigabe der…

    mehr lesen: Nutzung von Cloudanwendungen in Unternehmen

  • Maschinenbau baut digitale Dienste aus

    Maschinenbau baut digitale Dienste aus

    Fast 80 Prozent der Maschinenbauer sehen die Notwendigkeit, bei digitalen Geschäftsmodellen zu kooperieren. Das hat der VDMA in einer Befragung mit McKinsey ermittelt. Auf großes Wachtumspotenzial deutet dabei hin, dass…

    mehr lesen: Maschinenbau baut digitale Dienste aus