Rechnungen gesetzeskonform übermitteln

Mit DataSystems erstellen Nutzer rechtssichere E-Rechnungen. Die Software erzeugt automatisch eine Datei im korrekten Format und stellt sie der IT des Empfängers zu.
Mit DataSystems erstellen Nutzer rechtssichere E-Rechnungen. Die Software erzeugt automatisch eine Datei im korrekten Format und stellt sie der IT des Empfängers zu. – Bild: Schubert & Salzer Control Systems

Die klassische PDF-Rechnung per E-Mail hat im europäischen B2B-Warenverkehr vielerorts bereits ausgedient. Ein aktuelles Beispiel für die Einführung der E-Rechnungspflicht in Europa ist Belgien, wo der strukturierte B2B-Rechnungsaustausch für alle umsatzsteuerlich erfassten Unternehmen seit dem 1. Januar vorgeschrieben ist. Für die belgische Tochter des deutschen Ventilherstellers Schubert & Salzer Control Systems bedeutete das, die hauseigene ERP-Software so zu erweitern, dass E-Rechnungen gesetzeskonform und zugleich einfach und zuverlässig über Ländergrenzen hinweg übermittelt werden können.

System erweitert

Diese Aufgabe übernahm Schubert & Salzer Data, ebenfalls ein Unternehmen aus der Schubert & Salzer Gruppe. Dafür wurde die Software DataSystems, ein auf mittelständische Fertigungsbetriebe zugeschnittenes ERP- und PPS-System, innerhalb von zwei Monaten um die geforderte Peppol-Anbindung erweitert. Diese ist jetzt integraler Bestandteil der On-Premise-Lösung, die alle zentralen Geschäftsprozesse vom Einkauf über die Fertigung mit Produktionsplanung und -steuerung bis hin zum Vertrieb abdeckt.

Das ERP-System DataSystems von Schubert & Salzer bildet alle zentralen Geschäftsprozesse ab; Module wie die neue Peppol-Anbindung ermöglichen eine individuelle Anpassung der Basissoftware.
Das ERP-System DataSystems von Schubert & Salzer bildet alle zentralen Geschäftsprozesse ab; Module wie die neue Peppol-Anbindung ermöglichen eine individuelle Anpassung der Basissoftware. – Bild: Schubert & Salzer Control Systems

Modularer Aufbau

Die ERP-Software ist so konzipiert, dass sie flexibel an unterschiedliche Geschäftsprozesse angepasst werden kann. Zusatzmodule erlauben die schnelle Individualisierung der Basissoftware. Auch neue Anforderungen, wie etwa veränderte gesetzliche Rahmenbedingungen, lassen sich dadurch in bestehende Abläufe integrieren, ohne etablierte Prozesse in der Auftragsabwicklung grundlegend zu verändern. Damit unterstützt das System die gesamte Prozesskette vieler fertigender Branchen, wie etwa Kunststoffspritzguss, Metallverarbeitung und Maschinenbau.

Für Anwender ändert sich nichts

Durch die Integration der Peppol-Anbindung ändert sich für Anwenderinnen und Anwender der Software im Arbeitsalltag nichts. Rechnungen werden wie gewohnt im ERP-System erstellt. Im Hintergrund erzeugt die Software die Rechnung zunächst im deutschen Zugferd-Format, ein menschenlesbares PDF mit eingebetteter XML-Datei strukturiert nach DIN EN16931. Diese wird dann – weiter vollautomatisch – in den Peppol-Standard BIS Billing 3.0 konvertiert. Technisch erfolgt das über die Middleware-Plattform LinQsupply des deutschen Anbieters InSyca. Anschließend wird die E-Rechnung via Peppol-Netzwerk an den Empfänger zugestellt.

Pflicht in weiteren Ländern

Mit der Erweiterung adressiert Schubert & Salzer Control Systems aktuelle und kommende gesetzliche Rahmenbedingungen und die unterschiedlichen Standards in zahlreichen europäischen Ländern aufgestellt. So führt derzeit etwa Frankreich die strukturierte E-Rechnung im B2B-Bereich schrittweise ein. Kroatien hat sie ebenfalls zum 1. Januar für bestimmte Umsätze eingeführt. Und schließlich gilt auch in Deutschland ab 2027 die vollständige B2B-E-Rechnungspflicht.

Was ist Peppol?

Das technische Rückgrat für den Austausch elektronischer Rechnungen in Belgien ist Peppol (Pan-European Public Procurement OnLine). Ähnlich wie andere europäische Standards definiert Peppol die Spezifikationen für den Austausch elektronischer Geschäftsdokumente und stellt eine sichere Infrastruktur bereit. Rechnungsdaten werden nicht mehr als klassisches PDF übertragen, sondern als maschinenlesbare Datensätze, die direkt vom IT-System des Empfängers, ohne manuellen Eingriff, verarbeitet und für Menschen lesbar dargestellt werden können. Das setzt voraus, dass das sendende System alle Daten im ‚richtigen‘ Format erzeugt. Wer das nicht kann, kann schlicht keine gesetzeskonforme Rechnung mehr ausstellen.



  • MainDays 2024 in Berlin

    MainDays 2024 in Berlin

    Auf den MainDays treffen sich am 12. und 13. März Verantwortliche aus Instandhaltung und technischem Service, um Trends und Herausforderungen zu diskutieren und Transformationsprojekte vorzustellen.

    mehr lesen: MainDays 2024 in Berlin

  • Pal2Rec forscht an sensorbasierter Aktivitätserkennung

    Pal2Rec forscht an sensorbasierter Aktivitätserkennung

    Als Ladungsträger bewegen Paletten Dinge von A nach B. Das im Februar 2024 gestartete Projekt ’Pal2Rec’ untersucht nun, wie sich (Euro-)Paletten eigenständig in logistische Prozesse mittels sensorbasierter Aktivitätserkennung einbeziehen lassen.

    mehr lesen: Pal2Rec forscht an sensorbasierter Aktivitätserkennung

  • Bessere CO2-Bilanz durch additiv gefertigte Komponenten

    Bessere CO2-Bilanz durch additiv gefertigte Komponenten

    Der Autobau kann mit maßgeschneiderten Komponenten die CO2-Bilanz von Werkzeugen und Maschinen verbessern und mit einbaufertigen Komponenten, sogenannten ’Engineered Products’, Leistungssteigerungen bei den Materialeigenschaften erzielen. Das zeigt eine Fallstudie in…

    mehr lesen: Bessere CO2-Bilanz durch additiv gefertigte Komponenten

  • Emissionen von künstlicher Intelligenz beziffern

    Emissionen von künstlicher Intelligenz beziffern

    Auch künstliche Intelligenz verbraucht Ressourcen. Forschende des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung, AlgorithmWatch und des DAI-Labors der TU Berlin fordern daher, die Nachhaltigkeitsauswirkungen von KI über den gesamten Lebenszyklus hinweg stärker…

    mehr lesen: Emissionen von künstlicher Intelligenz beziffern

  • Was Anwender von KI-Anbietern erwarten

    Was Anwender von KI-Anbietern erwarten

    Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit Anwender KI-Anbietern vertrauen können und deren KI-Lösung nutzen? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Forschungsprojektes ‘TrustKI’, das Anfang 2023 am Institut für Internet-Sicherheit –…

    mehr lesen: Was Anwender von KI-Anbietern erwarten

  • Materialengpässe in der Industrie weiter rückläufig

    Materialengpässe in der Industrie weiter rückläufig

    12,5 Prozent der Industrieunternehmen klagen nach wie vor über Materialengpässe. Nach Angaben des Ifo Instituts ging der Wert im Vergleich zum Vormonat jedoch erneut zurück.

    mehr lesen: Materialengpässe in der Industrie weiter rückläufig

  • DMG Mori baut Standort München zur Europazentrale aus

    DMG Mori baut Standort München zur Europazentrale aus

    München wird zur Europazentrale von DMG Mori. Der Werkzeugmaschinenhersteller errichtet dort das Business-Quartier ‚Go Four It‘ und mietet zusätzlich Gebäudeflächen.

    mehr lesen: DMG Mori baut Standort München zur Europazentrale aus

  • Xplanis gründet deutsche Tochtergesellschaft

    Xplanis gründet deutsche Tochtergesellschaft

    Xplanis, ein Spezialist für Transport Management Software, steigt in den deutschen Markt ein. Die Geschäftsführung der Xplanis Deutschland GmbH übernimmt Volker Möller.

    mehr lesen: Xplanis gründet deutsche Tochtergesellschaft

  • Mesago zieht positive SPS-Bilanz

    Mesago zieht positive SPS-Bilanz

    In ihrer Messeanalyse zieht die Mesago Messe Frankfurt ein positives Fazit der SPS in Nürnberg. Demnach erfuhr die Veranstaltung großen Zuspruch seitens Ausstellern und Fachbesuchern.

    mehr lesen: Mesago zieht positive SPS-Bilanz

  • WIIT übernimmt Teil von German Edge Cloud

    WIIT übernimmt Teil von German Edge Cloud

    Die WIIT, ein Cloud Computing-Anbieter aus Italien, hat über die deutsche Tochtergesellschaft WIIT AG einen Vertrag zum Erwerb des Geschäftsbereichs Edge & Cloud der zur Friedhelm Loh Group gehörenden German…

    mehr lesen: WIIT übernimmt Teil von German Edge Cloud

  • Aufatmen in der deutschen Automobilindustrie

    Aufatmen in der deutschen Automobilindustrie

    Im Januar hat sich die Stimmung der deutschen Autobauer verbessert. Trotz einiger positiver Signale, gibt das Ifo Institut jedoch noch keine Entwarnung. Unter anderem bereiten Auftragslage und der Fachkräftemangel sorgen.

    mehr lesen: Aufatmen in der deutschen Automobilindustrie

  • Industrielle Instandhaltung, Pumpen, Armaturen und Ventile im Fokus

    Industrielle Instandhaltung, Pumpen, Armaturen und Ventile im Fokus

    Am 21. Februar 2024 starten die Maintenance als Messe für die industrielle Instandhaltung und die Pumps&Valves als Fachmesse für industrielle Pumpen, Armaturen und Ventile. Auf die Fachbesucher warten rund 240…

    mehr lesen: Industrielle Instandhaltung, Pumpen, Armaturen und Ventile im Fokus