Ähnlichkeit erkannt, Kosten reduziert

446207
Bild: ©unai/stock.adobe.com

In den vergangenen Jahrzehnten haben sich die Kundenansprüche in Schlüsselbranchen wie dem Maschinen- und Anlagenbau deutlich verändert. Besonders einträglich und meist Tagesgeschäft war die Massenfertigung von Einzelteilen oder Baugruppen. Darauf waren auch gängige ERP-Anwendungen ausgerichtet – Einzel- oder Variantenfertigung hingegen war oft nur über Umwege abzubilden. „Zu den Herausforderungen in der Variantenfertigung gehören heute die termingerechte Bearbeitung einer Vielzahl von Aufträgen mit sinkenden Losgrößen bei kurzen Lieferzeiten und schwankenden Bedarfen der Kunden. Die bedarfsgerechte Produktion erfordert Prozessoptimierungen in den Bereichen Produktion und Logistik, eine besondere Funktion kommt hier dem ERP-System zu“, sagt Christian Biebl, Geschäftsführer von Planat. Das Stuttgarter Unternehmen entwickelt und vertreibt das ERP-System Fepa, das besonders auf die Realität in einer flexiblen Fertigung zugeschnitten ist und dafür beispielsweise das Dokumentenmanagement mit dem ERP-Kern verknüpft.

Schnell kalkulieren

Durch die Verbindung lassen sich Kalkulationen und CAD-Konstruktionsdaten zusammenbringen, um zunächst den Angebotsprozess zu beschleunigen. „Durch die gemeinsame Datenbasis im ERP-System können Verkauf, Einkauf und Produktionsplaner auf alle relevanten Daten zugreifen, die für schlanke und effiziente Prozesse zur Kalkulation und Umsetzung kleinster Serien oder der Produktion von Einzelstücken notwendig sind. Die konsequente Unterstützung aller Vorgänge im Unternehmen durch das ERP-System reduziert den Aufwand deutlich und sorgt für höhere Deckungsbeiträge in den Unternehmen“, sagt Geschäftsführer Biebl. Das Unternehmen beliefert ausschließlich fertigende Betriebe aus verschiedenen Branchen und bietet neben ihrem ERP-System auch Beratungsdienstleistungen rund um Prozessanalysen und -optimierungen an. Diese sollen Hersteller in die Lage versetzen, ihre Variantenfertigung zu optimieren, um kleine Losgrößen wirtschaftlicher abbilden zu können.

Schattenprozesse kosten Geld

Die Prozesse zwischen Einkauf, Verkauf und Fertigung lassen sich zwar in der Massenfertigung leichter digital abbilden. Doch auch bei der Variantenfertigung gibt es Parallelen zwischen den Aufträgen. Um sie zu finden, sollten Systeme für CAD, PDM und ECM ins ERP-System integriert werden. Identifizierte Ähnlichkeiten bei den Konstruktionsdaten, Materialkalkulationen bis zur Werkzeugauswahl und -einrüstung bieten oft Hebel zur Kostenoptimierung. Die Grundlage für diesen Ansatz ist allerdings eine stringente Datenpflege: „Medien- und Systembrüche, Papierprozesse ohne digitales Abbild bergen die Gefahr für Fehler und Fehleinschätzungen“, sagt Christian Biebl. Doch wer seine Daten pflegt und die Subsysteme integriert, könne den Aufwand in der Variantenfertigung oft drastisch senken.



  • Schutz von Remote-Mitarbeitern

    Schutz von Remote-Mitarbeitern

    Um die Verwaltung der Cybersicherheit einfacher und zugänglicher zu gestalten, stellt SonicWall die Zero-Touch-fähigen Multi-Gbit TZ-Firewalls mit SD-Branch-Funktionen vor. Die neuen Firewalls TZ570 und TZ670 sind die ersten Desktop-Firewalls, die…

    mehr lesen: Schutz von Remote-Mitarbeitern

  • Sicherheit vor Malware und Hackern

    Sicherheit vor Malware und Hackern

    Fernwirkanlagen und Scada-Systeme nutzen das Internet und sind damit potenziellen Angriffen von Hackern und Schadsoftware ausgesetzt. Auf der Seite der Datenbank kann auch das Unternehmen ConiuGo nur die bekannten Konzepte…

    mehr lesen: Sicherheit vor Malware und Hackern

  • Maschinenbau baut digitale Dienste aus

    Maschinenbau baut digitale Dienste aus

    Fast 80 Prozent der Maschinenbauer sehen die Notwendigkeit, bei digitalen Geschäftsmodellen zu kooperieren. Das hat der VDMA in einer Befragung mit McKinsey ermittelt. Auf großes Wachtumspotenzial deutet dabei hin, dass…

    mehr lesen: Maschinenbau baut digitale Dienste aus

  • 15 Jahre SmartFactory Kaiserslautern

    15 Jahre SmartFactory Kaiserslautern

    Die Technologieinitiative SmartFactory KL feiert ihr 15-jähriges Bestehen. Heute beteiligen sich mehr als 50 Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen an der Initiative.

    mehr lesen: 15 Jahre SmartFactory Kaiserslautern

  • Eine Matte gegen Haltungsschäden

    Eine Matte gegen Haltungsschäden

    Wissenschaftler vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA haben in Zusammenarbeit mit der Isoloc Schwingungstechnik GmbH eine Sensormatte für Steharbeitsplätze entwickelt. Sie erfasst die Fußposition eines Mitarbeiters und erkennt Gewichtsverlagerungen.

    mehr lesen: Eine Matte gegen Haltungsschäden

  • Verschlüsselungskomponenten, die Angreifern ausweichen

    Verschlüsselungskomponenten, die Angreifern ausweichen

    Verschlüsselungssoftware spielt auf dem Weg zu mehr Datenschutz eine wichtige Rolle, doch können Computersysteme auch auf physikalischem Wege angegriffen werden. Durch das Abfangen von Stromschwankungen oder das Auslösen von Fehlern…

    mehr lesen: Verschlüsselungskomponenten, die Angreifern ausweichen

  • Unternehmen sehen Notwendigkeit für mehr IoT-Sicherheit

    Unternehmen sehen Notwendigkeit für mehr IoT-Sicherheit

    Das Internet der Dinge ist für viele Unternehmen in Deutschland sowohl eine Chance als auch ein Risiko, so das Ergebnis einer aktuellen Studie im Auftrag von Palo Alto Networks.

    mehr lesen: Unternehmen sehen Notwendigkeit für mehr IoT-Sicherheit

  • Gaia-X-Mitglieder unterzeichnen Gründungsurkunde

    Gaia-X-Mitglieder unterzeichnen Gründungsurkunde

    Die Gründungsmitglieder der Gaia-X-Initiative haben die Gründungsurkunden zur Gaia-X AISBL unterzeichnet. Interessierte Unternehmen und Initiativen sind aufgerufen, sich an der gemeinnützigen Vereinigung zu beteiligen.

    mehr lesen: Gaia-X-Mitglieder unterzeichnen Gründungsurkunde

  • TÜV-Verband fordert Regulierung von KI-Anwendungen

    TÜV-Verband fordert Regulierung von KI-Anwendungen

    Der TÜV-Verband fordert in einem Positionspapier KI-gestützte Anwendungen und Systeme — etwa automatisierte Fahrzeuge oder Roboter — in Abhängigkeit vom Risiko zu regulieren.

    mehr lesen: TÜV-Verband fordert Regulierung von KI-Anwendungen

  • Was es bei der Container-Nutzung zu beachten gilt

    Was es bei der Container-Nutzung zu beachten gilt

    Die Nutzung von Containertechnologien steigt, was aber gilt es bei der Auswahl zu beachten? Der Software-Entwickler Red Hat gibt Antworten darauf.

    mehr lesen: Was es bei der Container-Nutzung zu beachten gilt

  • Kulturelle Werte ebenso wichtig wie die technologische Innovation

    Kulturelle Werte ebenso wichtig wie die technologische Innovation

    Wenn Unternehmen Digitalisierungsprojekte angehen, tun sie dies oft mit einem externen Partner. Die Frage ist nur mit welchem? IFS hat in einer Studie ermittelt, welche Faktoren bei der Auswahl eine…

    mehr lesen: Kulturelle Werte ebenso wichtig wie die technologische Innovation

  • Software-as-a-Service für die Fertigung

    Software-as-a-Service für die Fertigung

    Die Komplexität des Maschinenparks erschwert es oft, geeignete Parameter für den optimalen Betrieb zu definieren. Hier kommt das Startup FactoryPal ins Spiel, das mit seiner KI-basierten Lösung Abhilfe schaffen will.

    mehr lesen: Software-as-a-Service für die Fertigung