Anbieter verspricht 90 Prozent kürzere Entwicklungszeit

Soda.Auto hat kürzlich die Software-Suite Soda V vorgestellt. Es soll alle Bedürfnisse von Automobilingenieuren bei der Entwicklung von softwaredefinierten Fahrzeugen abdecken, von der Idee bis zur Zertifizierung. Die Firma aus dem Vereinigten Königreich verspricht in ihrer Pressemitteilung zum Release nichts weniger als um 90 Prozent kürzere Entwicklingszeiten und -kosten. Die Entwicklung der Tools dauerte demnach 1,5 Jahre und kostete sechs Millionen Dollar. Auf der einheitlichen Plattform für Software, Elektronik und elektrische Architektur sollen etwa digitale Zwillinge und KI Routineaufgaben beschleunigen. So könne eine Testkodierung, die früher drei Tage in Anspruch nahm, jetzt in 15 Minuten überprüft werden. „Tesla hat konsequent nach dem SDV-Paradigma gearbeitet und neue Ansätze und Werkzeuge nur für den internen Gebrauch entwickelt. Soda.Auto hat diese Strategie übernommen, aber erweitert, um ein breiteres Publikum zu bedienen“, erläutert Florian Rohde, Ex-Tesla, geschäftsführender Partner bei iProcess LLC, USA.

600.000 statt 40 Millionen

Mit der Suite sollen Autohersteller neue SDVs in weniger als einem Jahr bauen können, was einem Bruchteil der herkömmlichen fünfjährigen Entwicklungszeit entspricht. Das Budget betrage 600.000 US-Dollar im Vergleich zum Branchenstandard von 40 Millionen US-Dollar, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Das solle zu sinkenden Preisen für Endverbraucher sowie technologisch fortschrittlicheren Fahrzeugen führen. „Die Automobilindustrie befindet sich in einem radikalen Wandel, der durch die Notwendigkeit schnellerer Innovationszyklen vorangetrieben wird. Unternehmen können mit Soda.Auto neue Fahrzeugfunktionen in nur sieben Tagen entwickeln, testen und integrieren“, sagt Matas Simonavicius, ehemaliger Leiter der Technikabteilung bei Charge Cars. Dabei könne Soda V mindestens 15 häufig verwendete Tools ersetzen und dabei den gesamten Prozess optimieren.

Andere Branchen im Blick

In einem Jahr will der Softwareanbieter seinen Kundenstamm von Automobilunternehmen in westlichen Märkten verdoppeln und gibt als Schätzwert aus, dass diese über 150.000 softwaredefinierte Fahrzeuge entwickeln werden. „Das Unternehmen geht davon aus, die Entwicklung der softwaredefinierten Fahrzeugindustrie zu fördern und bis 2027 einen Umsatz von 100 Millionen US-Dollar zu erzielen“, sagt Sergey Malygin, Geschäftsführer von Soda.Auto. Die Tools sollen sich überdies auch in der Luft- und Raumfahrt, im Schienenverkehr, in der Schifffahrt und in einigen anderen Bereichen einsetzen lassen.



  • Anzeige
    Zukunft Anlagenbau: Kollaboration in digitalen Workflows

    Zukunft Anlagenbau: Kollaboration in digitalen Workflows

    Im Zuge der digitalen Transformation sehen sich Planer, Anlagenbauer und Betreiber im Steuerungs- und Schaltanlagenbau mit der Herausforderung konfrontiert, die Kollaboration innerhalb digitaler Workflows neu zu definieren.

    mehr lesen: Zukunft Anlagenbau: Kollaboration in digitalen Workflows

  • Ifo Geschäftsklimaindex steigt

    Ifo Geschäftsklimaindex steigt

    Ist das der Silberstreif am Horizont? Zumindest hellt sich die Stimmung der Wirtschaft im aktuellen Ifo Geschäftsklimaindex auf. Der Indexwert steigt um 2 Punkte.

    mehr lesen: Ifo Geschäftsklimaindex steigt

  • KI-gestützte Verfahren verbessern Molekülforschung

    KI-gestützte Verfahren verbessern Molekülforschung

    Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS startet gemeinsam mit der Universität Augsburg im Rahmen des Munich-Quantum-Valleys das Projekt KID-QC^2. Ziel ist es, durch die Erforschung von Methoden der künstlichen Intelligenz…

    mehr lesen: KI-gestützte Verfahren verbessern Molekülforschung

  • Microsoft macht NRW zur KI-Region

    Microsoft macht NRW zur KI-Region

    Als Teil seines milliardenschweren Investitionspakets will Microsoft im Rheinischen Revier Rechenzentren errichten und mit einer KI-Qualifizierungsoffensive rund 100.000 Menschen in NRW erreichen.

    mehr lesen: Microsoft macht NRW zur KI-Region

  • Die Digitalisierung schreitet voran, vor allem in China

    Die Digitalisierung schreitet voran, vor allem in China

    Das Industrie 4.0 Barometer 2024 von MHP und der LMU München zeigt die deutliche Unterschiede zwischen China und dem Rest der Welt auf. Besonders beim Einsatz von KI haben chinesische…

    mehr lesen: Die Digitalisierung schreitet voran, vor allem in China

  • USA hinsichtlich KI in Front, Deutschland auf Rang 2

    USA hinsichtlich KI in Front, Deutschland auf Rang 2

    Zwar verzeichnet das Deutsche Patent- und Markenamt deutlich mehr Patentanmeldungen im KI-Bereich als noch vor 5 Jahren. Im Ländervergleich liegt Deutschland hier jedoch hinter den Vereinigten Staaten auf dem 2.…

    mehr lesen: USA hinsichtlich KI in Front, Deutschland auf Rang 2

  • Automatisierungsbranche investiert weiter in Europa

    Automatisierungsbranche investiert weiter in Europa

    Laut einer aktuellen Horvath-Studie unter Automatisierungsunternehmen mit mindestens 100 Millionen Euro Jahresumsatz aus Deutschland, Europa und Nordamerika konzentrieren sich die Investitionen der Branche auf neue Produkktionsanlagen in der Nähe des…

    mehr lesen: Automatisierungsbranche investiert weiter in Europa

  • IÖW empfiehlt Gründung einer CDR-Allianz

    IÖW empfiehlt Gründung einer CDR-Allianz

    Unternehmen müssen im Zuge der Digitalisierung auch ethische, soziale und ökologische Auswirkungen berücksichtigen und managen. Hier rät das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) zur Gründung einer Allianz aus Politik, Verbänden…

    mehr lesen: IÖW empfiehlt Gründung einer CDR-Allianz

  • Forscherinnen bringen Pilze zum Klingen

    Forscherinnen bringen Pilze zum Klingen

    Ein Team des Fraunhofer IWU will Pilzmyzel als Werkstoff für Transmissionline-Lautsprecher nutzbar machen. Das Material soll zunächst per 3D-Druck verarbeitet und dann im Wachstum beeinflusst werden. Erste Ergebnisse erscheinen vielversprechend.

    mehr lesen: Forscherinnen bringen Pilze zum Klingen

  • B2B-Messe beleuchtet XR- und Metaverse-Strategien

    B2B-Messe beleuchtet XR- und Metaverse-Strategien

    Anfang April stehen Extended Reality und das Metaverse auf der XR Expo im Mittelpunkt. Die B2B-Messe im Stuttgarter Haus der Wirtschaft bietet neben einer Fachausstellung auch verschiedene Workshops und Vorträge.

    mehr lesen: B2B-Messe beleuchtet XR- und Metaverse-Strategien

  • Tim Srock wird Geschäftsführer von Lobster

    Tim Srock wird Geschäftsführer von Lobster

    Zuletzt war Tim Srock CEO der Siemens-Tochter Mendix. Nun übernimmt er das Ruder beim No-Code-Spezialisten Lobster.

    mehr lesen: Tim Srock wird Geschäftsführer von Lobster

  • Cyberbedrohungen auf Rekord-Niveau

    Cyberbedrohungen auf Rekord-Niveau

    2023 blockierte Trend Micro mehr als 161 Milliarden Cyberbedrohungen weltweit – 10 Prozent mehr als im Jahr zuvor und fast 107 Milliarden mehr als noch vor fünf Jahren.

    mehr lesen: Cyberbedrohungen auf Rekord-Niveau