Bei der Qualifikation der Belegschaft sehen 50% der Unternehmen beherrschbare Lücken, während 39% einen erheblichen Kompetenzaufbau für nötig halten. Die Prioritäten verschieben sich dabei zu KI- und Datenkompetenz (51%) und Führungsqualitäten (41%), während auch klassische Fähigkeiten in der Fertigung (36%) relevant bleiben.
Digitalisierung und KI
Die Befragten haben hohe Erwartungen an KI. Deren Umsetzung bleibt jedoch zurück. Der Hauptnutzen wird in der Verwaltung (57%) und in der Kalkulation (54%) gesehen, weniger in der Produktion oder beim Engineering (jeweils 23%).
Die eigene IT-Basis stufen 57% der Betriebe als gut ein. Jedoch fehlt es den Unternehmen oft an durchgängiger Integration: Laut Studie geben 15% an, ein hohes Niveau bei zentraler Datennutzung zu erreichen. Die beschriebenen Herausforderungen liegen dabei weniger in der Technologie als in der Organisation. Genannt werden etwa fehlende Zeit, unklare Ausrichtung und begrenzte Umsetzungskapazitäten. SAP-Verantwortliche wissen, dass sie handeln müssen – aber nicht, wie sie fundiert entscheiden. ‣ weiterlesen
SAP-Transformation mit Augenmaß: Sicherheit für die richtige Entscheidung
Strukturelle Anpassungsphase
Die Studienverantwortlichen von Tebis schließen aus den Ergebnissen, dass sich die Branche des Werkzeug-, Modell- und Formenbaus sowie der Kunststoffverarbeitung in einer strukturellen Anpassungsphase befindet. Steigende Kosten, zunehmender internationaler Wettbewerb und unsichere Rahmenbedingungen verändern demnach das Umfeld nachhaltig – und viele Unternehmen seien organisatorisch noch nicht optimal darauf ausgerichtet. Die fehlende Auslastung der Betriebe sei dabei kein isoliertes Problem, sondern die direkte Folge des Zusammenspiels aus externem Druck und interner Leistungsfähigkeit. Tebis betont zudem, dass sich der Fokus der Unternehmen verschiebt: Operative Exzellenz gewinnt an Bedeutung, Kooperationen werden strategischer genutzt und digitale Ansätze rücken näher an die Umsetzung.
„Die entscheidende Herausforderung liegt nicht im Markt oder in der Technologie, sondern in der eigenen Umsetzungsfähigkeit“, erklärt Jens Lüdtke. Der Blick nach vorn bleibe vorsichtig, aber nicht pessimistisch: „Stellhebel, die man bewegen kann, gibt es viele – und wer mit klarer Vision und passender Strategie konsequent handelt, kann sich auch auf die veränderten Bedingungen einstellen und neue Chancen erschließen!“
Die vollständige Studie ist für Interessierte auf der Website von Tebis Consulting erhältlich:
www.tebis.com








































