Ostdeutsche Unternehmen nutzen seltener künstliche Intelligenz

Laut einer Konjunkturumfrage des Ifo Instituts ist der Anteil der Unternehmen, die künstliche Intelligenz (KI) aktiv einsetzen, in Ostdeutschland deutlich geringer als in Westdeutschland.

Schild 108 Osten
Bild: ©Thomas Reimer/stock.adobe.com

Ifo-Forscher Robert Lehmann erklärt dazu: „Die Nutzung von KI ist zwischen 2023 und 2026 auch in Ostdeutschland stark gestiegen, der Anteil der Unternehmen, für die KI ‚Kein Thema‘ ist, ist hier aber noch höher als in Westdeutschland“.

Laut der Befragung setzt mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen KI inzwischen aktiv ein – in Ostdeutschland sind es der Analyse zufolge knapp zwei Fünftel. Die Wirtschaftsforscher vergleichen den aktuellen Stand der ostdeutschen Wirtschaft mit dem Stand westdeutscher Unternehmen von vor einem Jahr.

„Dieser Rückstand findet sich dabei in allen Wirtschaftsbereichen und in allen ostdeutschen Bundesländern und zeigt, dass die Unternehmen die hiermit verbundenen Chancen zur Produktivitätssteigerung noch nicht ausreichend nutzen“, kommentiert Joachim Ragnitz, Ko-Autor der Studie. „Der strukturelle Rückstand Ostdeutschlands bei der Adoption neuer Technologien zeigt sich damit auch beim Thema KI.“ Seiner Meinung nach hängt es vor allem von kleineren und mittleren Unternehmen ab, ob sich dieser Abstand in Zukunft verringert.