PSI steht vor Übernahme durch Finanzinvestor

Businessman handshake for teamwork of business merger and acquisitionsuccessful negotiatehand shaketwo businessman shake hand with partner to celebration partnership and business deal concept
Bild: ©Yingyaipumi/stock.adobe.com

PSI Software, ein Hersteller von Energie- und Industriesoftware, und die indirekt vom US-Finanzinvestor Warburg Pincus kontrollierte Holdinggesellschaft Zest BidCo GmbH haben am 12. Oktober ein Investment Agreement geschlossen.

Warburg Pincus habe in diesem Zusammenhang seine Absicht bekannt gegeben, ein Übernahmeangebot für sämtliche ausstehenden Aktien der PSI abzugeben. Wie der Softwarehersteller weiter mitteilt, liegt der gebotene Kaufpreis je PSI-Aktie bei 45 Euro, was einem einem Börsenwert von rund 702 Millionen Euro entspricht. Das Angebot liegt somit 84 Prozent über dem Börsenkurs vom 8. Oktober. Der Abschluss der Transaktion wird für das erste Halbjahr 2026 erwartet.

Laut PSI-Pressemitteilung hat Warburg Pincus bereits Aktienkaufverträge und unwiderrufliche Annahmeverpflichtungen mit Ankeraktionären abgeschlossen, die zusammen etwa 28,5 Prozent des gesamten Grundkapitals der PSI halten. Einer der Ankeraktionäre wird einen Teil seiner Erlöse neben Warburg Pincus in die Holdingstruktur reinvestieren.

Der Energieversorger E.On als derzeit zweitgrößter Anteilseigner und PSI-Kunde bleibt Aktionär mit seiner derzeitigen Beteiligung in Höhe von 17,77 Prozent und hat mit Warburg Pincus eine Nichtandienungsvereinbarung abgeschlossen.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der PSI unterstützen das Angebot und beabsichtigen, vorbehaltlich ihrer Prüfung der von Warburg Pincus noch zu veröffentlichenden Angebotsunterlage und unter Beachtung aller Sorgfalts- und Treuepflichten, den Aktionären die Annahme des Angebots zu empfehlen.

Robert Klaffus, Vorstandsvorsitzender der PSI, sagte: „Die Partnerschaft mit Warburg Pincus bietet uns die erforderliche Erfahrung, finanzielle Stärke und den operativen Rückhalt, um die Umsetzung unserer Wachstumsstrategie zu beschleunigen. Gemeinsam können wir PSI als weltweit führende Anbieterin für Energie- und Industriesoftware etablieren.“

Max Fowinkel, Managing Director und Leiter Europe Technology, und Ryan Dalton, Managing Director, Warburg Pincus, kommentierten: „Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft mit der PSI, um ihre Position als weltweit führende Plattform für Energie- und Industrietechnologie weiter zu stärken. Mit unserer Erfahrung in den Bereichen Software und Energie sowie unserer erfolgreichen Bilanz bei Take-Private-Transaktionen (Übernahme eines börsennotierten Unternehmens durch private Investoren, Anm. der Redaktion) sind wir überzeugt, dass Warburg Pincus der richtige Partner ist, um die nächste Wachstumsphase von PSI zu unterstützen.“

Der Firmensitz und die Unternehmenszentrale der PSI in Berlin sollen beibehalten werden. Nach Vollzug des Angebots soll die PSI zudem von der Börse genommen werden. Der Softwarehersteller beabsichtigt – vorbehaltlich ihrer Prüfung entsprechend den gesetzlichen Pflichten des Vorstands – ein solches Delisting zu unterstützen.

Außerdem wird das Angebot den üblichen Angebotsbedingungen unterliegen, einschließlich der Erteilung behördlicher Genehmigungen.



  • Jaggaer übernimmt DocSkiff

    Jaggaer übernimmt DocSkiff

    Der Source-to-Pay-Anbieter Jaggaer übernimmt die KI-gestützte Vertragsanalyseplattform DocSkiff und will durch die Akquise, nach eigenen Angaben, die ’Autonomous Commerce’-Strategie vorantreiben.

    mehr lesen: Jaggaer übernimmt DocSkiff

  • Dassault Systèmes verändert Führungsebene

    Dassault Systèmes verändert Führungsebene

    Im Rahmen der 3DExperience World hat Dassault Systèmes Gian Paolo Bassi die Leitung von 3DExperience Works übergeben und zugleich Manish Kumar zum CEO von Solidworks ernannt.

    mehr lesen: Dassault Systèmes verändert Führungsebene

  • Siemens startet mit Umsatz- und Auftragsplus in 2022

    Siemens startet mit Umsatz- und Auftragsplus in 2022

    Das erste Quartal des aktuellen Geschäftsjahres hat Siemens mit einem Umsatzplus von 9 Prozent abgeschlossen und auch die Aufträge entwickelten sich positiv. Die aktuelle Prognose für das Geschäftsjahr bleibt zunächst…

    mehr lesen: Siemens startet mit Umsatz- und Auftragsplus in 2022

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • Trend Micro meldet über 94 Milliarden Angriffe in 2021

    Trend Micro meldet über 94 Milliarden Angriffe in 2021

    Trend Micro meldet die Abwehr von 94,2Mrd. Cyberbedrohungen im Jahr 2021 durch den Einsatz seiner globalen Threat-Intelligence-Infrastruktur Smart Protection Network (SPN). Die Angriffe zielten auf Unternehmen, Behörden und Verbraucher ab.

    mehr lesen: Trend Micro meldet über 94 Milliarden Angriffe in 2021

  • Joachim Weber wird CTO bei Paessler

    Joachim Weber wird CTO bei Paessler

    Mit personellen Veränderungen geht der Monitoring-Spezialist Paessler in das neue Jahr und hat Joachim Weber zum Chief Technology Officer ernannt.

    mehr lesen: Joachim Weber wird CTO bei Paessler

  • Low Code-Plattform lässt SoftProject-Umsatz wachsen

    Low Code-Plattform lässt SoftProject-Umsatz wachsen

    Ein Umsatzplus von 7 Prozent hat das Softwareunternehmen SoftProject im vergangenen Jahr erzielt. Auch der Datenverkehr im eigenen Rechenzentrum nahm zu.

    mehr lesen: Low Code-Plattform lässt SoftProject-Umsatz wachsen

  • TransKI untersucht die Übertragbarkeit von KI-Modellen

    TransKI untersucht die Übertragbarkeit von KI-Modellen

    Im Forschungsprojekt TransKI arbeiten die Beteiligten daran. KI-Modelle für bestimmte Anwendungen auf ähnliche Anwendungen zu übertragen. Das sogenannte Transfer Learning soll Zerspanprozesse effizienter machen.

    mehr lesen: TransKI untersucht die Übertragbarkeit von KI-Modellen

  • Digitalisierte Produktion reduziert Emissionen nicht so stark wie erwartet

    Digitalisierte Produktion reduziert Emissionen nicht so stark wie erwartet

    Allgemein besteht die Annahme, dass digitale Technologien zu Energieeffizienzverbesserungen führen und dadurch CO2-Emissionen erheblich reduziert werden können. Eine Studie des ZEW in Mannheim deutet allerdings darauf hin, dass digitale Technologien…

    mehr lesen: Digitalisierte Produktion reduziert Emissionen nicht so stark wie erwartet

  • Dassault Systèmes erzielt Umsatzwachstum

    Dassault Systèmes erzielt Umsatzwachstum

    Mit einem Umsatzplus von 11 Prozent hat Dassault Systèmes das Geschäftsjahr 2021 abgeschlossen. Dabei war vor allem der Softwarebereich Wachstumstreiber.

    mehr lesen: Dassault Systèmes erzielt Umsatzwachstum

  • M&M Software unter neuer Leitung

    M&M Software unter neuer Leitung

    Ab Juli steht M&M Software unter neuer Leitung. Der Langjährige Geschäftsführer Klaus Hübschle übergibt an Christian Gnädig und Thomas Gaus.

    mehr lesen: M&M Software unter neuer Leitung

  • Geschäftsklima in der Digitalbranche erreicht Vor-Corona-Niveau

    Geschäftsklima in der Digitalbranche erreicht Vor-Corona-Niveau

    Mit einem Plus von 5,4 Punkten liegt der Ifo-Bitkom-Digitalindex nun bei 30 Punkten. Die deutsche Digitalbranche hat somit wieder ihr Vor-Corona-Niveau erreicht. Die Personalsorgen der Branche sind laut Index jedoch…

    mehr lesen: Geschäftsklima in der Digitalbranche erreicht Vor-Corona-Niveau