IAB-Arbeitsmarktbarometer sinkt erneut

Skilled industrial worker grinding metal part
Bild: ©bnenin/stock.adobe.com

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer sinkt im Vergleich zum Vormonat abermals um 0,3 Punkte und verzeichnet damit den vierten Rückgang in Folge. Mit 99,2 Punkten steht der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im Dezember auf dem niedrigsten Stand außerhalb der Corona-Pandemie.

Die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit in Deutschland steht nach einem Minus von 0,2 Punkten inzwischen bei 97,6 Punkten. Damit liegt sie deutlich im pessimistischen Bereich – die Aussichten trüben sich also weiter ein. „Die Arbeitsagenturen erwarten, dass die Arbeitslosigkeit auch zu Beginn des neuen Jahres weiter steigen wird“, erklärt Enzo Weber, Leiter des Forschungsbereichs ‚Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen‘ am IAB. Die Beschäftigungskomponente verzeichnet im Dezember einen Rückgang von 0,3 Punkten und fällt auf 100,8 Punkte. Niedrigere Werte gab es nur während der Corona-Pandemie. Insgesamt bleiben die Beschäftigungsaussichten stabil, aber Weber ordnet ein: „Der Arbeitsmarkt ist zweigeteilt: Industrie, Bau und Zeitarbeit verlieren, Gesundheit, Erziehung und Verkehr gewinnen. Die Beschäftigung geht in kleineren Betrieben zurück, nicht bei den großen.“

Für das European Labour Market Barometer meldet das IAB zum Jahresbeginn ebenfalls keine Trendwende. Es sinkt im Vergleich zum Vormonat geringfügig um 0,1 Punkte. Mit 98,9 Punkten liegt auch der Frühindikator des Europäischen Netzwerks der öffentlichen Arbeitsverwaltungen und des IAB auf dem niedrigsten Stand außerhalb der Pandemie. Deutlich im pessimistischen Bereich bewegt sich die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit, die im Dezember auf 97,7 Punkte fällt. Die Beschäftigungskomponente wiederum steht mit 100,2 Punkten im leicht positiven Bereich. „Die Europäischen Arbeitsverwaltungen sehen zwar keinen Einbruch am Arbeitsmarkt, aber die Arbeitslosigkeit wird weiter steigen“, so Weber.



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