Cyberkriminelle richten ihr Augenmerk auf den Fertigungssektor

factory building interior
Bild: ©BigBlueStudio/stock.adobe.com

Laut einem Bericht von Check Point Exposure Management zur Bedrohungslage in der Fertigungsindustrie haben Ransomware-Attacken, Angriffe auf die Lieferkette und OT-bezogene Cybervorfälle deutlich zugenommen. Mit der zunehmenden Verbreitung intelligenter Fabriken und vernetzter Lieferketten ändern Angreifer laut dem Cybersecurity-Spezialisten ihre Taktiken: Sie maximieren Störungen, finanziellen Druck und geopolitische Auswirkungen.

Der Bericht stuft die Fertigungsindustrie mittlerweile als die weltweit am stärksten von Ransomware betroffene Branche ein. Im Jahr 2025 nahmen die Angriffe gegenüber dem Vorjahr um 56 % zu und übertrafen mit 1.466 Angriffen jeden anderen Sektor.

Bei den weltweiten Ransomware-Angriffen auf die Fertigungsindustrie führten die USA mit 713 Vorfällen die Liste an, gefolgt von Indien (201), Deutschland (79), Großbritannien (65) und Kanada (62). Laut dem Unternehmen verdeutlichen diese Zahlen die weitreichende Gefährdung sowohl in etablierten als auch in aufstrebenden Volkswirtschaften.

Die Zahl der Angriffe auf die Lieferkette hat sich fast verdoppelt: Von 154 Vorfällen im Jahr 2024 stieg sie auf 297 im Jahr 2025. Über kleinere Zulieferer und Dienstleister konnten Angreifer indirekt in große Fertigungsunternehmen eindringen.

Check Point teilt weiter mit, dass Cyberkriminelle die Fertigungsindustrie nicht mehr zufällig angreifen, sondern dies ganz gezielt tun. Veraltete OT-Systeme, ungepatchte Schwachstellen und stark vernetzte Lieferantenökosysteme bieten ideale Bedingungen für Angreifer. Sie legen Produktionslinien lahm, erpressen Lösegeld und lösen grenzüberschreitende betriebliche Folgen aus. Laut Bericht gibt es eine deutliche Verlagerung weg von ‚Smash-and-Grab‘-Vorfällen hin zu mehrstufigen Angriffen, die Ransomware, Datendiebstahl und reine Erpressungstaktiken kombinieren. KI-gestütztes Phishing und der Diebstahl von Zugangsdaten verkürzen dabei die Zeit bis zum Eintreten der Auswirkungen.

Gleichzeitig habe ‚Ransomware-as-a-Service‘ die Cyberkriminalität geradezu industrialisiert, so Check Point. Die Prozesse ermöglichen es Affiliates, Angriffe rasch zu skalieren, Kampagnen zu lokalisieren und dieselben Schwachstellen in globalen Fertigungsnetzwerken wiederholt auszunutzen.

Daniel Dreier, Area Manager DACH bei Cyberint, einer Firma von Check Point, erklärt: „Um Cyberrisiken zu reduzieren, müssen Hersteller ihre Sicherheit sowohl in IT- als auch in OT-Umgebungen überdenken. Sie sollten auf Zero Trust-Architekturen, beschleunigtem Patchen von Schwachstellen, stärkerem Identitäts- und Anmeldedatenmanagement, unveränderlichen Offline-Backups und strengeren Risikokontrollen bei Drittanbietern setzen. Darüber hinaus bleibt das Bewusstsein der Mitarbeiter entscheidend, da KI-gestütztes Phishing immer überzeugender und zielgerichteter wird.“

Mehr über den Check Point-Report erfahren Sie hier.



  • Arbeitsmarktbarometer legt erneut zu

    Arbeitsmarktbarometer legt erneut zu

    Im aktuellen IAB-Arbeitsmarktbarometer stehen die Zeichen auf Entspannung. Beide Komponenten des Indexes gaben im März positive Signale.

    mehr lesen: Arbeitsmarktbarometer legt erneut zu

  • UiPath übernimmt Cloud Elements

    UiPath übernimmt Cloud Elements

    Cloud Elements gehört ab sofort zu UiPath. Durch die Akquisition kann der RPA-Anbieter zukünftig Benutzeroberflächen- und API-basierte Automatisierung auf einer Plattform anbieten.

    mehr lesen: UiPath übernimmt Cloud Elements

  • Europäische CEO Alliance unterstützt Klimastrategie

    Europäische CEO Alliance unterstützt Klimastrategie

    CEOs unterschiedlicher Unternehmen haben sich zur CEO Alliance 2020 zusammengeschlossen, um Europa zu einer führenden Region in Sachen Klimaschutz zu machen.

    mehr lesen: Europäische CEO Alliance unterstützt Klimastrategie

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • Cognizant übernimmt ESG Mobility

    Cognizant übernimmt ESG Mobility

    Cognizant übernimmt ESG Mobility und will dadurch seine Expertise im Bereich autonome und vernetzte Mobilität ausweiten.

    mehr lesen: Cognizant übernimmt ESG Mobility

  • Robert Bosch GmbH ordnet Geschäftsführung neu

    Robert Bosch GmbH ordnet Geschäftsführung neu

    Die Robert Bosch GmbH gibt Veränderungen in der Geschäftsführung bekannt. Uwe Rasche und Michael Bolle verlassen das Unternehmen. Somit werden die Zuständigkeiten innerhalb der Geschäftsführung neu geordnet.

    mehr lesen: Robert Bosch GmbH ordnet Geschäftsführung neu

  • Mehr Resilienz durch Digital Workplace

    Mehr Resilienz durch Digital Workplace

    In einer Studie von Campana & Schott geben zwei Drittel der Befragten an, dass digitale Arbeitsplätze Resilienz und Effizienz steigern. Fast die Hälfte der Studienteilnehmer hat bereits solche Arbeitsplätze eingeführt.

    mehr lesen: Mehr Resilienz durch Digital Workplace

  • Forschung am digitalen Zwilling

    Forschung am digitalen Zwilling

    Das Projekt IoT4DigitalTwin ist Teil der europäischen Initiative IoT4Industry im Rahmen des Programms Horizon 2020. Geprom Connecting Inustries und Gefasoft GmbH haben ein Konsortium gebildet mit dem Ziel, einen digitalen…

    mehr lesen: Forschung am digitalen Zwilling

  • Open Industry 4.0 Alliance stellt App Store vor

    Open Industry 4.0 Alliance stellt App Store vor

    2019 hat sich die Open Industry 4.0 Alliance auf der Hannover Messe gegründet. Das mittlerweile 74 Mitglieder umfassende Konsortium stellt zur diesjährigen Messe einen eigenen App Store vor.

    mehr lesen: Open Industry 4.0 Alliance stellt App Store vor

  • Python-Anwendungen plattformunabhängig schützen

    Python-Anwendungen plattformunabhängig schützen

    Wibu-Systems hat sein Portfolio erweitert, sodass Hersteller ihre Python-Anwendungen einfach und flexibel plattformunabhängig mit CodeMeter schützen können.

    mehr lesen: Python-Anwendungen plattformunabhängig schützen

  • Formnext-Veranstalter planen hybride Messe

    Formnext-Veranstalter planen hybride Messe

    Im November steht industrieller 3D-Druck in Frankfurt im Fokus. Dann öffnet die Formnext ihre Tore — als Präsenzveranstaltung. Zusätzlich ist ein digitales Angebot geplant.

    mehr lesen: Formnext-Veranstalter planen hybride Messe

  • Wie nachhaltig ist die deutsche Technologie-Branche?

    Wie nachhaltig ist die deutsche Technologie-Branche?

    In einer aktuellen Deloitte-Studie betrachten 86 Prozent der deutschen Technologiekonzerne Nachhaltigkeit als einen wichtigen Bestandteil ihrer Geschäftstätigkeit. Jedoch nehmen etwa zwei Drittel der darin befragten Unternehmen eine Diskrepanz zwischen Anspruch…

    mehr lesen: Wie nachhaltig ist die deutsche Technologie-Branche?