China will Industrieroboter exportieren

ifr robot
Bild: Unitree

China hat auf der dritten Plenarsitzung des Zentralkomitees neue Ziele ausgegeben. Demnach wolle man Roboter künftig als Wachstumsmotor einsetzen, um sich auf die neue Runde der industriellen Transformation einzustellen. China ist der größte Robotermarkt weltweit. „Der operative Bestand des Landes überschritt vor zwei Jahren die Marke von 1,5 Millionen Stück – ein internationaler Rekord“, sagt Marina Bill, Präsidentin der International Federation of Robotics. Allein die Installation von 290.258 Industrierobotern im Jahr 2022 entspricht einem Weltmarktanteil Chinas von 52 Prozent.

Roboterexporte sollen Wachstum ermöglichen

Um der Nachfrage gerecht zu werden, errichteten in- und ausländische Roboterhersteller Produktionsstätten in China und bauten ihre Kapazitäten aus. Enorme Investitionen in die Automobilindustrie kurbelten die Nachfrage seit 2010 sehr stark an. Doch für chinesische Roboterhersteller ist der chinesische Heimatmarkt noch immer der größte Einzelmarkt: „Bislang ist die Zahl exportierter Roboter aus China sehr begrenzt“, sagt Xiaogang Song, Geschäftsführer und Generalsekretär der China Robot Industry Alliance (CRIA). „Chinesische Roboter, die im Ausland abgesetzt werden, gibt es erst seit ein paar Jahren. Unseren Statistiken zufolge liegt die Gesamtzahl der exportierten Roboter bei weniger als 5 Prozent.“

Vertrauen, Leistung und Services nötig

„Auf der Suche nach neuen Märkten gehen chinesische Roboterfirmen dorthin, wo es eine Nachfrage nach ihren Produkten gibt – so wie jedes andere Unternehmen auch“ sagt Song. Üblicherweise gründen chinesische Roboterunternehmen ihre Niederlassungen, indem sie mit lokalen Partnern zusammenarbeiten und lokale Mitarbeiter einstellen. Es wird einige Zeit dauern, bis das Vertrauen in die Marke durch ein gesteigertes technologisches Niveau und verbesserte Dienstleistungen aufgebaut ist, um den Marktanforderungen im Ausland gerecht zu werden. Niedrige Produktionskosten und Produktpreise könnten ebenfalls auf den Erfolg chinesischer Roboterhersteller einzahlen.

Über Chinas Drittes Plenum

Das chinesische Zentralkomitee hatte die Plenartagung des 20. Nationalen Kongresses der Kommunistischen Partei vom 15. bis 18. Juli 2024 einberufen, das sogenannte Dritte Plenum. Es ist eine Plattform für die Parteiführung, um wichtige Wirtschaftsreformen und politische Richtlinien für den langfristigen sozialen und wirtschaftlichen Fortschritt Chinas anzukündigen.



  • Kleinserienproduktion für die Elektromobilität

    Kleinserienproduktion für die Elektromobilität

    Im Forschungsprojekt ‘ProeK‘ haben die Projektpartner untersucht, wie sich die Produktion von Kleinserien bei Elektrofahrzeugen verbessern lässt. Beteiligt waren u.a. Elektrofahrzeughersteller und Forschungspartner wie das WZL der RWTH Aachen.

    mehr lesen: Kleinserienproduktion für die Elektromobilität

  • Erwartungen an Konjunktur im Juni steigen

    Erwartungen an Konjunktur im Juni steigen

    Insgesamt steigen die Erwartungen an die Konjunktur für den Monat Juni 2020, haben die Volkswirte beim ZEW ermittelt. Viele exportorientierte wie der Maschinen- und Fahrzeugbau teilen diese positive Einschätzung noch…

    mehr lesen: Erwartungen an Konjunktur im Juni steigen

  • PSI übernimmt Prognosesoftwareanbieter Prognos Energy

    PSI übernimmt Prognosesoftwareanbieter Prognos Energy

    Der Softwareanbieter PSI hat Prognos Energy übernommen. Das Unternehmen aus Potsdam ist auf Einspeisungsprognosen aus erneuerbaren Energien spezialisiert.

    mehr lesen: PSI übernimmt Prognosesoftwareanbieter Prognos Energy

  • Maschinenbau will trotz Corona weiter ausbilden

    Maschinenbau will trotz Corona weiter ausbilden

    Laut einer aktuellen Umfrage des VDMA unter 600 Mitgliedsfirmen gehen 68 Prozent davon aus, dass sie künftig genauso viele gewerblich-technische Ausbildungsplätze anbieten können, wie vor der Corona-Pandemie.

    mehr lesen: Maschinenbau will trotz Corona weiter ausbilden

  • Industrie 4.0 im Maschinenbau im Trend

    Industrie 4.0 im Maschinenbau im Trend

    Im Rahmen der Marktstudie ‚Industrielle Kommunikation/Industrie 4.0 2020‘ gaben im Januar/Februar 2020 mehr als 300 Maschinenbauunternehmen Auskunft über das Einsatzverhalten und über zukünftige Entwicklungen in den Bereichen Kommunikationstechnologien und Industrie…

    mehr lesen: Industrie 4.0 im Maschinenbau im Trend

  • Cyberattacken oft zu spät entdeckt

    Cyberattacken oft zu spät entdeckt

    Mangelnde Reaktionsgeschwindigkeit ist für den Mittelstand die größte Herausforderung bei Cyberangriffen. Dabei stehen laut einer Studie von Deloitte Mitarbeiter bei der Abwehr von Risiken im Brennpunkt. Phishing-Mails, Betrugs-Websites und Erpressungssoftware…

    mehr lesen: Cyberattacken oft zu spät entdeckt

  • KI ist wichtig, die Umsetzung läuft noch schleppend

    KI ist wichtig, die Umsetzung läuft noch schleppend

    Die Unternehmen sprechen der künstlichen Intelligenz eine herausragende Bedeutung zu, tun sich aber schwer damit, die Technologie praktisch einzusetzen. Dies geht aus einer branchenübergreifenden Umfrage des Digitalverbands Bitkom unter 603…

    mehr lesen: KI ist wichtig, die Umsetzung läuft noch schleppend

  • Hilpert vertreibt Critical Manufacturing-MES in der Schweiz

    Hilpert vertreibt Critical Manufacturing-MES in der Schweiz

    Das MES von Critical Manufacturing können Schweizer Unternehmen künftig auch von Hilpert Electronic beziehen. Der Spezialist für Applikationen rund um die Mikroelektronikfertigung ist neuer Vertriebspartner des weltweit agierenden MES-Herstellers mit…

    mehr lesen: Hilpert vertreibt Critical Manufacturing-MES in der Schweiz

  • Algorithmen automatisiert trainieren

    Algorithmen automatisiert trainieren

    Durch künstliche Intelligenz (KI) können Maschinen Objekte erkennen. Dafür werden Algorithmen mit Bilddaten manuell trainiert. Das am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entstandene Start-up Kimoknow hat eine Technologie entwickelt, um…

    mehr lesen: Algorithmen automatisiert trainieren

  • Übungen als Schutz vor Cyberrisiken?

    Übungen als Schutz vor Cyberrisiken?

    Immer mehr IT-Abteilungen vertrauen auf Penetrationstests oder Bug-Bounty-Programme und simulieren Cyberattacken, um ihre Mitarbeiter zu sensibilisieren. Grund dafür ist der explosionsartige Anstieg von Cyberbedrohungen. 

    mehr lesen: Übungen als Schutz vor Cyberrisiken?

  • Stephan Klokow in Vorstand des Cluster IT Mitteldeutschland gewählt

    Stephan Klokow in Vorstand des Cluster IT Mitteldeutschland gewählt

    Stephan Klokow, Direktor DPI (Deep Packet Inspection) beim Rohde & Schwarz Tochterunternehmen Ipoque, wurde während der Mitgliederversammlung am 18. Mai 2020 in den Vorstand des Branchennetzwerks Cluster IT Mitteldeutschland e.V.…

    mehr lesen: Stephan Klokow in Vorstand des Cluster IT Mitteldeutschland gewählt

  • Netzwerk-Firewall für interne Segmentierung

    Netzwerk-Firewall für interne Segmentierung

    Fortinet stellt mit der FortiGate 4200F eine leistungsstarke Netzwerk-Firewall vor. Diese basiert auf dem NP7, dem von Fortinet entwickelten Netzwerkprozessor der siebten Generation. Indem sie Networking mit Security verbindet, ermöglicht…

    mehr lesen: Netzwerk-Firewall für interne Segmentierung