Modulare Produktion

Zurück zum textilen Bauteil für das Implantat: Das Gewebe wird von Bedienern auf Werkstückträgern fixiert, danach entnimmt ein Roboter jeweils einen Werkstückträger aus einem Magazin. Jeder Werkstückträger hat eine Seriennummer und eine eindeutige Codierung für die Chargenprotokollierung bzw. Rückverfolgbarkeit der produzierten Teile. Anschließend wird das Textilmaterial von einem Scanner geprüft und zwei Nadelplottern zugeführt, die auf zwei Linearachsen angeordnet sind. Die Nadelplotter bringen die 180 notwendigen Löcher in wenigen Sekunden ein. Danach wird das Bauteil von einem Roboter entnommen, mit einer Ultraschallstanze ausgestanzt und in das Fertigteilemagazin abgelegt. Ein Stäubli 6-Achs-Roboter ist das zentrale Handhabungselement innerhalb der Anlage. Er bewegt das Bauteil zwischen mehreren Stationen mit unterschiedlichen Taktzeiten. Die Anlage ist modular aufgebaut: Jede Station kann einzeln zu- oder abgeschaltet werden.

Die Schweizer sind auf den Einsatz von Robotik spezialisiert.
Die Schweizer sind auf den Einsatz von Robotik spezialisiert. – Bild: Visual Components GmbH

Simulation überzeugt Kunden

Fabian Stutz, Gründer und Geschäftsführer von Pharmabotix, erläutert die Arbeitsweise mit Visual Components: „Wir nutzen Visual Components als schnelles und zielgerichtetes Werkzeug, um Anlagenkonzepte für unsere Kunden zu modellieren. Die Bibliothek enthält viele Fabrikkomponenten, was unsere Arbeit erheblich vereinfacht. Für unsere Kunden bietet die Anwendung den Mehrwert, dass sie die von uns vorgeschlagene Lösung als 3D-Modell sehen und leichter verstehen können. Im genannten Beispiel konnte der Kunde dank der Simulation sicherstellen, dass die Zykluszeit eingehalten werden kann. Die Erstellung der detaillierten Simulation dauerte nur etwa zwei Tage. Die Simulation hat uns auch geholfen, die Anordnung der einzelnen Stationen zu optimieren.“

Zugänglichkeit verifizieren und Zykluszeiten optimieren

Besonders hilfreich findet Stutz, dass in der Bibliothek der Anwendung bereits zahlreiche Roboter namhafter Hersteller inklusive ihrer Kinematiken enthalten sind: „So können wir komplette Roboteranlagen simulieren, um Zugänglichkeiten zu prüfen und Taktzeiten zu optimieren. Im Bereich der mobilen Roboter hilft uns das System, die Anzahl der benötigten Roboter zu ermitteln oder mögliche Engpässe in der Produktion frühzeitig zu erkennen. Auch die Programmierung der Roboter und sogar die virtuelle Inbetriebnahme der Anlagen können wir mit Visual Components durchführen.“

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