Gegenmittel zur Komplexität von Fabrikdaten

353762 3
Bild: Transition Technologies PSC Germany GmbH

Der UNS soll Datensilos auflösen und auf Werksebene eine effiziente Skalierung von Systemen und Anwendungen ermöglichen. Doch wie bei jeder bahnbrechenden Technologie gibt es auch hier Herausforderungen und Weiterentwicklungen, die es zu meistern gilt. Doch kann der #Shared-UnifiedNamespace, kurz #SharedUNS, die Hürden überwinden und Unternehmen dabei helfen, ihre Fertigungsprozesse zu optimieren und die Effizienz zu steigern? Der Blick auf die Effekte und Herausforderungen des Konzeptes verschafft Klarheit.

Die Leistungsversprechen

Datenintegration – Der UNS soll die nahtlose Integration von Daten aus verschiedenen Quellen ermöglichen, wodurch Datensilos aufgelöst werden.

Interoperabilität – Unterschiedliche Geräte und Systeme von verschiedenen Herstellern können über eine gemeinsame Datenplattform kommunizieren.

Skalierbarkeit – Die einheitliche Struktur des UNS hilft, Systeme und Anwendungen zu skalieren.

Single Source of Truth – Abteilungen und Systeme greifen auf dieselben Daten zu, was Inkonsistenzen und Redundanzen vermeidet.

Offene Architektur – Der UNS basiert auf einer offenen Architektur, die die Integration neuer Technologien und die Erweiterbarkeit erleichtert.

Die Herausforderungen des UNS

Komplexität der Implementierung – Die Einführung eines UNS kann komplex und zeitaufwendig sein, insbesondere wenn viele unterschiedliche Systeme integriert werden müssen.

Abhängigkeit von Standards – Die Effektivität des UNS hängt stark von der Einhaltung und Implementierung von Standards ab.

Kein durchgängiges Datenmodell – Bei der Implementierung des UNS kann es zu Brüchen im Datenmodell kommen, weil es allen Anforderungen auf einmal gerecht werden muss.

Cybersecurity – Da die Daten zentralisiert sind, kann ein UNS anfälliger für Sicherheitsbedrohungen sein.

1
Bild: i-flow

Weiterentwicklung zum #SharedUNS

Um diese Herausforderungen zu überwinden, wurde das Konzept des UNS zu einem #SharedUnifiedNamespace weiterentwickelt. Mit dem #SharedUNS können Unternehmen entscheiden, welche Daten in Echtzeit verarbeitet werden, welche für spätere Analysen im Data Lakehouse gespeichert werden und welche Daten für KPI-Berechnungen direkt in der Datenbank landen. Die Fertigung und das Management benötigen dabei KPIs, die auf relationalen Daten basieren. Gleichzeitig wollen die Fertigung und die Qualitätssicherung den Fertigungsprozess kontinuierlich überwachen, wofür Streaming-Daten erforderlich sind. Der Datenanalyst wiederum benötigt für seine Vorhersagemodelle große Datenmengen, die in einem Data Lakehouse gespeichert werden.

Auf Praxistauglichkeit getrimmt

Durch den #SharedUNS ist es nicht erforderlich, ein umfassendes Datenmodell für die gesamte Fabrik zu erstellen. Für jeden Services wird aus einem Standard-Modell jeder Maschine das jeweilige Datenmodell ohne Daten-Brüche automatisch nach festen Regeln abgeleitet. Dadurch sinkt die Komplexität insbesondere für große Unternehmen erheblich. Die Stärken der einzelnen Services werden besser genutzt und das System dezentralisiert. Im folgenden werden die Schritte skizziert, in die Unternehmen eine Implementierung strukturieren können.

1. Identifikation des Use Cases – Der erste Schritt auf dem Weg zum Namespace ist die Identifikation von Use Cases. Dies bedeutet, dass Unternehmen die spezifischen Anwendungsfälle identifizieren müssen, bei denen die Infrastruktur Nutzen stiften kann.

2. Wirtschaftliche Betrachtung – Eine wirtschaftliche Analyse der identifizierten Use Cases ist notwendig, um den potenziellen Nutzen und die Kosten der Implementierung zu bewerten. Dies umfasst die Analyse der aktuellen Kosten, die durch ineffiziente Datenverwaltung entstehen, sowie die potenziellen Einsparungen und Vorteile, die durch die Umsetzung des Konzeptes erzielt werden können.

3. Integration der Maschinen und Anlagen – Nach der Identifikation der Use Cases und der wirtschaftlichen Bewertung können die ersten Maschinen und Enterprise-Systeme angebunden werden. Dies umfasst die technische Integration der verschiedenen Systeme und Geräte, um sicherzustellen, dass sie nahtlos miteinander kommunizieren können.

4. Datenstruktur für das UNS Subset Edge definieren – Ein wichtiger Schritt bei der Anbindung von Maschinen und Anlagen ist die Festlegung einer einheitlichen Datenstruktur für jeden Anagentyp. Dies kann durch die Definition von Datenmodellen und Standards erreicht werden, die sicherstellen, dass alle relevanten Daten erfasst und korrekt interpretiert werden können.

5. Aufbau der ersten Daten-Services – Üblicherweise wird mit der Implementierung des relationalen Datenservice angefangen, da meistens in den ersten Use-Cases KPIs von Bedeutung sind und gleichzeitig eine Langzeit Speicherung der Daten mit diesem Service realisiert wird. Als zweites wird meistens der Streaming Service aufgebaut, um einzelne Prozess-Daten in Echtzeit anzuzeigen oder erste Prozessüberwachungen zu implementieren.

6. Echtzeit-Datenanalyse und Visualisierung – Dann werden oft Grundlagen für die datengetriebene Entscheidungsfindung eingerichtet. Das umfasst die Implementierung von Dashboards und Analysetools nach verschiedenen Vorlagen, die es den Nutzern ermöglichen, die erfassten Daten in Echtzeit zu visualisieren und zu analysieren.



  • Ifo-Geschäftsklima-Index legt um 0,3 Punkte zu

    Ifo-Geschäftsklima-Index legt um 0,3 Punkte zu

    Die deutschen Manager blicken im November etwas positiver in die Zukunft als noch im Vormonat. Der Geschäftsklima-Index des Ifo-Instituts legte leicht, 0,3 Punkte, zu.

    mehr lesen: Ifo-Geschäftsklima-Index legt um 0,3 Punkte zu

  • Monika Pienkos leitet Produktentwicklung bei Itac

    Monika Pienkos leitet Produktentwicklung bei Itac

    Itac Software hat Monika Pienkos die Leitung der Software- und Produktentwicklung übertragen. Die Diplom-Informatikerin kommt von CompuGroup Medical Deutschalnd zum MES-Sepzialisten.

    mehr lesen: Monika Pienkos leitet Produktentwicklung bei Itac

  • Keine Datengrundlage für besseren Service

    Keine Datengrundlage für besseren Service

    Vielen Unternehmen fehlt die nötige Datengrundlage, um ihre Serviceangebote zu verbessern. Das geht aus einer Studie der Unternehmensberatung Bearing Point hervor. Demnach haben 40 Prozent der befragten Unternehmen keinen oder…

    mehr lesen: Keine Datengrundlage für besseren Service

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • Maintenance in Dortmund

    Maintenance in Dortmund

    Die Maintenance geht 2020 ins mittlerweile elfte Jahr. Vom 12. bis zum 13. Februar werden rund 220 Aussteller in den Dortmunder Messehallen erwartet.

    mehr lesen: Maintenance in Dortmund

  • Unternehmen können Anträge für 5G-Frequenzen stellen

    Unternehmen können Anträge für 5G-Frequenzen stellen

    Die Nutzung von privaten 5G-Frequenzen kann beginnen. Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mitteilt, können Unternehmen ab sofort Anträge stellen.

    mehr lesen: Unternehmen können Anträge für 5G-Frequenzen stellen

  • Neuer Geschäftsführer bei Softing Industrial Automation

    Neuer Geschäftsführer bei Softing Industrial Automation

    Seit Anfang November ist Frank Steinhoff (Bild) neuer Geschäftsführer bei Softing Industrial Automation. Er ist am Hauptsitz des Unternehmens in Haar bei München tätig.

    mehr lesen: Neuer Geschäftsführer bei Softing Industrial Automation

  • Industrieverbände begrüßen Vergabebedingungen

    Industrieverbände begrüßen Vergabebedingungen

    Nach dem Start der Frequenzvergabe für industrielle und landwirtschaftliche 5G-Netze äußern sich die vier Industrieverbände VCI, VDA, VDMA und ZVEI in einer gemeinsamen Pressemitteilung zu den Vergabebedingungen.

    mehr lesen: Industrieverbände begrüßen Vergabebedingungen

  • Frankreich als Wachstumsmotor für deutsche Maschinenausfuhren

    Frankreich als Wachstumsmotor für deutsche Maschinenausfuhren

    Die Abkühlung der Weltwirtschaft hinterlässt Bremsspuren in den deutschen Maschinenexporten. In den ersten neun Monaten dieses Jahres legten die Auslieferungen nach Angaben des Statistischen Bundesamts um nominal 0,6% oder 0,82Mrd.€…

    mehr lesen: Frankreich als Wachstumsmotor für deutsche Maschinenausfuhren

  • Automation trifft Software

    Automation trifft Software

    Vom 26. bis zum 28. November 2019 wird das Nürnberger Messegelände zum Branchentreff der Automatisierungstechnik. Dabei weist die SPS – Smart Production Solutions in diesem Jahr erstmals bereits im Namen…

    mehr lesen: Automation trifft Software

  • Branchentreff in Hamburg

    Branchentreff in Hamburg

    Die Nortec – Fachmesse für Produktion lädt vom 21. bis zum 24. Januar nach Hamburg ein. Unter dem Motto ‘Zukunft? Läuft!‘ finden Besucher Lösungen und Technologien für eine moderne Produktion.

    mehr lesen: Branchentreff in Hamburg

  • Was im nächsten Jahr auf die Unternehmens-IT zukommt

    Was im nächsten Jahr auf die Unternehmens-IT zukommt

    Der Softwareanbieter Sage hat fünf IT-Trends identifiziert, die 2020 für Unternehmen wichtig werden — darunter die Themen Hybrid Cloud, Predictive Data Analytics und Nachhaltigkeit.

    mehr lesen: Was im nächsten Jahr auf die Unternehmens-IT zukommt