Telekom und Trumpf schließen Vertriebspartnerschaft für 5G-System

Fest installierte Empfänger, auch Satelliten genannt, kommunizieren mit mobilen Sendern oder Tags.
Fest installierte Empfänger, auch Satelliten genannt, kommunizieren mit mobilen Sendern oder Tags. – Bild: ©Trumpf GmbH und Co. KG / Bearbeitung: Deutsche Telekom

Telekom Deutschland, T-Systems und Trumpf arbeiten bereits seit einiger Zeit auf dem Gebiet der Ortungssysteme für die vernetzte Industrie zusammen. Nun haben die Unternehmen einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Mit einem gemeinsamen Angebot wollen die Partner Unternehmen aus den Bereichen Produktion und Logistik Produktivitätssteigerungen und Kosteneinsparungen ermöglichen. Wie es in der Pressemitteilung weiter heißt, sollen Unternehmen von der gebündelten Industrie- und Digitalisierungsexpertise der Partnerschaft profitieren.

Ortungssystem für Innen- und Außenbereich

Die Partner bieten das von Trumpf entwickelte Real-Time Locating System (RTLS) an, mit dem die Position mobiler Objekte in Echtzeit verfolgt werden kann. Dies können beispielsweise autonome Transportsysteme oder Transportbehälter sein. Trumpf setzt dabei auf die Ultra-Wideband-Technologie (UWB), die eine Positionierung mit einer Genauigkeit von 10 bis 30cm ermöglicht – sowohl im Innen- als auch im Außenbereich. Fest installierte Empfänger, auch Satelliten genannt, kommunizieren mit mobilen Sendern oder Tags. Die übermittelten Positionsdaten werden dann von einer Software verarbeitet. Kundenanwendungen sollen über standardisierte Schnittstellen auf diese Daten zugreifen können.

Das RTLS wird von T-Systems auf einer Edge-Cloud bereitgestellt und in die Kundensysteme integriert. Die Datenübertragung soll flexibel sowohl über das öffentliche 5G-Netz als auch über die 5G-Campus-Netze der Telekom erfolgen, heißt es weiter. Die bisher notwendige LAN-Verkabelung der UWB-Satelliten entfällt.

Mehr Flexibilität dank Omlox

Das Produkt basiert auf dem offenen Standard Omlox. Dieser ermöglicht die Kombination und den Einsatz von Endgeräten unterschiedlicher Hersteller. Anwender profitieren von mehr Flexibilität und Kosteneinsparungen, da sie durch diesen Standard die Abhängigkeit von proprietären Systemen vermeiden können. Wie die Unternehmen mitteilen, zeige sich die wirtschaftliche Erfolgskomponente in ersten erfolgreich umgesetzten Projekten mit einem Return on Investment (ROI) von weniger als einem Jahr.

Erste Pilotversuche

Wie die Partner mitteilen, konnten ein Automobilhersteller und ein Zulieferer die positiven Effekte des Systems bereits im Live-Betrieb unter Beweis stellen. Eine vorangegangene Marktstudie hatte bereits den Bedarf an einer auf offenen Standards basierenden Tracking-Lösung aufgezeigt. Die Firma Trumpf setzt die Lösung bereits seit einigen Jahren in ihren Werken in Europa und Amerika ein. Die Installation im Werk Ditzingen kann auch von Besuchern besichtigt werden. Darüber hinaus wurde die Lösung im Telekom-Industrie-Hub in Berlin installiert und kann dort live präsentiert werden.



  • Mehr IT-Dienstleister erleben Vorwürfe wegen Schlechtleistung

    Mehr IT-Dienstleister erleben Vorwürfe wegen Schlechtleistung

    Gegen zwei Drittel der IT-Dienstleister wurden im vergangenen Jahr seitens ihrer Auftraggeber Vorwürfe wegen angeblicher Schlechtleistung erhoben.

    mehr lesen: Mehr IT-Dienstleister erleben Vorwürfe wegen Schlechtleistung

  • Enbik und Edgecon gründen Service-Büro

    Enbik und Edgecon gründen Service-Büro

    Enbik, ein in Taiwan beheimateter Hersteller für Industrial Edge Computing und IT-Hardware, und Edgecon gründen in Deggendorf ein Logistik- und Service-Büro für den deutschsprachigen Raum.

    mehr lesen: Enbik und Edgecon gründen Service-Büro

  • Wenn KI-Modelle zum Angriffsziel werden

    Wenn KI-Modelle zum Angriffsziel werden

    Zur Münchner Sicherheitskonferenz (13. bis 15. Februar) hat die Google Threat Intelligence Group (GTIG) einen Bericht veröffentlicht, mit dem die Verfasser die Debatte um KI-gestützte Bedrohungen auf eine operative Ebene…

    mehr lesen: Wenn KI-Modelle zum Angriffsziel werden

  • Ein Tag ohne Internet und alles steht still

    Ein Tag ohne Internet und alles steht still

    Laut einer Untersuchung des Bitkom ist die deutsche Wirtschaft schlecht auf hybride Bedrohungen wie Stromausfälle, Sabotage oder durch Ransomware lahmgelegte Fabriken vorbereitet.

    mehr lesen: Ein Tag ohne Internet und alles steht still

  • Heitec übernimmt Artschwager + Kohl

    Heitec übernimmt Artschwager + Kohl

    Artschwager + Kohl Software ist seit Januar 2026 Teil der Heitec-Gruppe.

    mehr lesen: Heitec übernimmt Artschwager + Kohl

  • Lantek expandiert nach Kanada

    Lantek expandiert nach Kanada

    Lantek, Anbieter von Software für die metallverarbeitende Industrie, gibt die Eröffnung einer Niederlassung in Kanada als Teil seiner Wachstumsstrategie in Nordamerika bekannt.

    mehr lesen: Lantek expandiert nach Kanada

  • All for One Group beteiligt sich an BrightFlare

    All for One Group beteiligt sich an BrightFlare

    Die All for One Group, ein IT-, Consulting- und Service-Provider aus Filderstadt, beteiligt sich an dem österreichischen Cybersecurity-Spezialisten BrightFlare.

    mehr lesen: All for One Group beteiligt sich an BrightFlare

  • Humation nimmt humanzentrierte Automation in den Fokus

    Humation nimmt humanzentrierte Automation in den Fokus

    Wie lassen sich Menschen und Maschinen so zusammenbringen, dass beide voneinander profitieren?

    mehr lesen: Humation nimmt humanzentrierte Automation in den Fokus

  • Webinar: Smart Maintenance mit KI

    Webinar: Smart Maintenance mit KI

    Am 20. Mai 2026 um 14.00 Uhr steht im IT&Production -TechTalk das Thema Smart Maintenance mit KI im Mittelpunkt.

    mehr lesen: Webinar: Smart Maintenance mit KI

  • Rethink! IAM beleuchtet Cybersicherheit

    Rethink! IAM beleuchtet Cybersicherheit

    In einer komplexen Welt, in der alle überall und jederzeit verbunden sind, gilt intelligentes und transparentes Identity & Access Management (IAM) als ein wirksames Mittel zum Schutz der Unternehmens- und…

    mehr lesen: Rethink! IAM beleuchtet Cybersicherheit

  • Cyber Resilience Act startet mit Meldepflichten

    Cyber Resilience Act startet mit Meldepflichten

    Der Cyber Resilience Act (CRA) hat ab 2026 erstmals unmittelbare Auswirkungen, auf die sich die Hersteller digitaler Geräte, Maschinen und Anlagen mit Internetverbindung einstellen müssen.

    mehr lesen: Cyber Resilience Act startet mit Meldepflichten

  • Cyberagentur richtet Strategie neu aus

    Cyberagentur richtet Strategie neu aus

    Die Agentur für Innovation in der Cybersicherheit (Cyberagentur) hat ihre Strategie für die Jahre 2026 bis 2030 vorgestellt.

    mehr lesen: Cyberagentur richtet Strategie neu aus