ERP-Software und neue Technologien: Wann kommen geführte ERP-Workflows?

66% der ERP-Systeme enthalten PPS-Funktionen
66% der ERP-Systeme enthalten PPS-Funktionen – Bild: SoftSelect Studie ERP-Software 2024

In vielen Produktionsbetrieben kommen heute standardisierte ERP-Systeme zum Einsatz. Diese sind zwar weitgehend auf die Anforderungen von Fertigungsunternehmen ausgerichtet, lassen aber mitunter Funktionen vermissen. Mit No-Code- und Low-Code-Technologien ist es heute einfacher als je zuvor, ERP-Systeme zu erweitern. Diese Entwicklungstools ermöglichen es Unternehmen, auf neue Branchenanforderungen mit maßgeschneiderten Modulen zu reagieren – ohne zeit- und kostenaufwendige Programmierung oder die Releasefähigkeit des ERP-Standards aufs Spiel zu setzen. Darüber hinaus bieten No-Code- und Low-Code-Technologien die Möglichkeit, Geschäftsprozesse mithilfe digitaler KI-Assistenten zu automatisieren. Diese Assistenten können Aufgaben wie Bedarfsplanungen oder Rechnungsprüfungen automatisch ausführen, Daten erfassen oder analysieren sowie Benachrichtigungen und Warnungen generieren. Diese Assistenten müssen nicht mehr programmiert oder trainiert werden, sondern lassen sich über bestehende Prozessmodelle konfigurieren. Änderungen in den Prozessmodellen führen somit unmittelbar zu Anpassungen in den Anwendungen, ohne dass Programmierung erforderlich ist. Diese Plattformen sind auch imstande, grafische Benutzeroberflächen zu erstellen und somit komplette Anwendungen zu generieren, die sich über Middleware an die bestehenden Systeme anbinden lassen und Abläufe über eine Prozess-Engine steuern.

Künstliche Intelligenz und Machine Learning

Durch die Analyse von Produktionsdaten können KI-Algorithmen Trends und Ereignisse wie Lieferengpässe vorhersagen und proaktive Maßnahmen ermöglichen. Basierend auf historischen und Echtzeitdaten lassen sich Nachfrage und Auslastung heute so präzise prognostizieren sowie die Produktion optimieren. KI-basierte Assistenzsysteme helfen zudem Mitarbeitern, schneller die richtigen Entscheidungen zu treffen. Auch für die vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance) ist Machine Learning ein Game Changer. Durch die Vernetzung von Maschinen, Anlagen und Produkten über das Internet of Things und die Analyse von Sensor- und Maschinendaten können Ausfälle frühzeitig erkannt und vermieden werden, was zu einer nachhaltig höheren Betriebs- und Produktionssicherheit beiträgt. Edge Computing ermöglicht die Vorverarbeitung von Sensordaten direkt an der Maschine, um die Reaktionszeit zu verkürzen und die Datenmenge zu reduzieren. Für ERP-Systeme eröffnen sich dadurch völlig neue Möglichkeiten. Anwender erhalten einen ganzheitlichen Überblick über Produktionsprozesse, Materialflüsse und Qualität. Mit intelligenten Algorithmen lässt sich die Produktion in Echtzeit steuern und optimieren. Auch neue Geschäftsmodelle wie Product-as-a-Service werden durch IoT erst möglich.

Einzel-/Auftragsfertigung, Kleinserienfertigung und Einmalfertigung werden am häufigsten unterstützt.
Einzel-/Auftragsfertigung, Kleinserienfertigung und Einmalfertigung werden am häufigsten unterstützt. – Bild: SoftSelect GmbH

Geführte Workflows

Nach dem Bitkom greifen mittlerweile rund drei Drittel aller Anwender auch über das Notebook auf ERP-Systeme zu. Gegenüber den Desktop-PCs erfordert der Einsatz auf Mobilgeräten jedoch sehr einfache und intuitive Bedienroutinen, die den heutigen Anforderungen an virtuelle Arbeitsplätze besser gerecht werden. Insbesondere den Komplexitätsgrad zu reduzieren und überladene Informationsmenüs durch intuitive, geführte und responsive Prozesse zu ersetzen, ist eine Herausforderung, der sich viele ERP-Anbieter heute stellen müssen. Mit KI können Workflows künftig besser an den individuellen Kontext angepasst werden und erlauben zudem eine dialogorientierte Benutzerführung. Dies würde die Komplexität bei der Bedienung komplexer ERP-Systeme weiter verringern und eine bessere Organisation der Abläufe ermöglichen. Dennoch dürften geführte und kontextsensitive Prozesse in ERP-Anwendungen in den kommenden Jahren allenfalls in gekapselten Anwendungsbereichen realistisch sein. Die Aufspaltung in mehrere native, rollen- und bereichsbezogene Apps ist bislang nur vereinzelt vollzogen bzw. steht bei den meisten Anbietern gar noch auf der Roadmap. Wer mehr Details wissen möchtem, kann die Umfrageergebnisse bei SoftSelect für 150€ (zzgl. MwSt. und Bereitstellungspauschale) oder die kostenfreie Management Summary anfordern.



  • Quantenprozessor besser machen

    Quantenprozessor besser machen

    Quantenrechner sollen unter anderem Optimierungsaufgaben lösen, etwa für Produktionsprozesse. Im Verbundprojekt ‘GeQCoS‘ wollen Forscher Konzepte für den Bau eines verbesserten Quantenprozessors entwickeln.

    mehr lesen: Quantenprozessor besser machen

  • Exeon erweitert Geschäftsführung

    Exeon erweitert Geschäftsführung

    Exeon erweitert die Geschäftsleitung um einen Chief Marketing Officer. Gregor Erismann, der die Stelle am 1. Februar 2021 antritt, war zuvor Geschäftsleitungsmitglied und CMO der Digitalagentur Namics.

    mehr lesen: Exeon erweitert Geschäftsführung

  • Roboterdichte erreicht neuen Rekordwert

    Roboterdichte erreicht neuen Rekordwert

    Die Roboterdichte im produzierenden Gewerbe hat weltweit mit durchschnittlich 113 Industrie-Robotern pro 10.000 Mitarbeiter einen neuen Rekord erreicht. Das berichtet die International Federation of Robotics.

    mehr lesen: Roboterdichte erreicht neuen Rekordwert

  • Emotet-Infrastruktur zerschlagen

    Emotet-Infrastruktur zerschlagen

    Die Schadsoftware Emotet hat zu großen Schäden in Unternehmen, Institutionen und Privathaushalten geführt. Nun ist es gelungen, das dahinterstehende Netzwerk zu zerschlagen.

    mehr lesen: Emotet-Infrastruktur zerschlagen

  • Mit digitalem und nachhaltigem Wandel aus der Krise

    Mit digitalem und nachhaltigem Wandel aus der Krise

    Europäische Unternehmen, die sowohl ihre Digitalisierung als auch einen nachhaltigen Wandel vorantreiben, haben laut einer Accenture-Studie bessere Chancen, sich schneller von den Folgen der Covid-19-Pandemie zu erholen bzw. sogar gestärkt…

    mehr lesen: Mit digitalem und nachhaltigem Wandel aus der Krise

  • Maschinen- und Anlagenbau spürt leichten Rückenwind

    Maschinen- und Anlagenbau spürt leichten Rückenwind

    Der Maschinen- und Anlagenbau zieht eine gemischte Bilanz für das abgelaufene Jahr, so das Ergebnis der 9. VDMA-Blitzumfrage zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie, an der 575 Mitgliedsunternehmen teilnahmen. Vier…

    mehr lesen: Maschinen- und Anlagenbau spürt leichten Rückenwind

  • PlusServer und GFT kooperieren für das IoT

    PlusServer und GFT kooperieren für das IoT

    Mit der Sphinx Open Online on Pluscloud haben Plusserver und GFT Technologies ihre Kompetenzen im Bereich IoT gebündelt. Einsatzgebiete sind beispielsweise Smart Factories in der Produktion.

    mehr lesen: PlusServer und GFT kooperieren für das IoT

  • ATS erwirbt Lean Scheduling International

    ATS erwirbt Lean Scheduling International

    Mit der Übernahme durch ATS Global wird aus der Lean Scheduling international die ATS Lean Scheduling International.

    mehr lesen: ATS erwirbt Lean Scheduling International

  • Lynx Software Technologies gewinnt Preis

    Lynx Software Technologies gewinnt Preis

    Lynx Software Technologies gibt bekannt, dass Lynx Mosa.ic im Rahmen der IoT Breakthrough Awards zur ‚IoT Security Platform of the Year‘ gekürt wurde.

    mehr lesen: Lynx Software Technologies gewinnt Preis

  • Plattformmodul für die Produktion

    Plattformmodul für die Produktion

    Dynatrace tritt in den Markt für Cloud Application Security ein. Dazu hat das Unternehmen seine Software-Intelligence-Plattform um ein neues Modul erweitert: Das neue Dynatrace Application Security Module bietet kontinuierliche Runtime-Application-Self-Protection…

    mehr lesen: Plattformmodul für die Produktion

  • Gefahrenpotenzial steigt weiter

    Gefahrenpotenzial steigt weiter

    Was wird sich bei der Sicherheit kritischer Infrastrukturen, Industrie- und Produktionsanlagen im neuen Jahr ändern? Welche Herausforderungen erwarten die Sicherheitsverantwortlichen, welche Trends zeichnen sich ab? Die Experten für industrielle Cybersecurity…

    mehr lesen: Gefahrenpotenzial steigt weiter

  • Mehr Polizeipräsenz im digitalen Raum

    Mehr Polizeipräsenz im digitalen Raum

    Die Bedrohung durch Internetkriminelle wird immer größer. Darüber sind sich 94% der Internetnutzer einig. Die große Mehrheit sieht daher Staat und Behörden in der Pflicht, stärker gegen Kriminelle im digitalen…

    mehr lesen: Mehr Polizeipräsenz im digitalen Raum