KI-basierte Software Greencore AI von Greenflash: Stromkosten planbar gemacht

Bei mehreren Kunden von Greenflash ist die neu entwickelte, KI-basierte Software Greencore AI bereits im Einsatz und generiert massive Kosten- und CO2-Einsparungen. Das Bild zeigt das Energiesystem mit PV und Speicher der Unternehmen Giga Coating und System Trailers.
Bei mehreren Kunden von Greenflash ist die neu entwickelte, KI-basierte Software Greencore AI bereits im Einsatz und generiert massive Kosten- und CO2-Einsparungen. Das Bild zeigt das Energiesystem mit PV und Speicher der Unternehmen Giga Coating und System Trailers. – Bild: Greenflash GmbH

Es ist kurz nach Mittag, als die Börsenpreise für Strom ins Negative kippen. In dem Moment kappt das unternehmenseigene Energiesystem die Verbindung zum Netz und lädt stattdessen den Stromspeicher. Keine Hektik, kein Zuruf. Die Entscheidung fällt automatisch. Grundlage ist Greencore AI, die KI-basierte Software von Greenflash. Die Anwendung verknüpft Stromerzeuger, Speicher und Verbraucher eines Unternehmens zu einem lernfähigen Gesamtsystem, das Erzeugung, Beschaffung, Speicherung und Verbrauch im Blick hält. Die Software antizipiert Bedarf und Markt, berücksichtigt Hochlastzeitfenster und kann Verluste bei negativen Strompreisen vermeiden.

Laufende Analysen als Basis

Typischerweise bestehen die Projekte des Systemanbieters Greenflash aus einer oder mehreren Photovoltaikanlagen, einem Batteriespeicher, Ladeinfrastruktur für E-Mobilität sowie einem Lastmanagement. Die Software analysiert fortlaufend die Ist-Daten, bildet Verbrauchs- und Erzeugungsprognosen mit selbstlernenden Modellen unter Berücksichtigung von historischen Daten. Die Steuerung wird dann mithilfe fester Algorithmen in definierten Grenzen umgesetzt. Stromerzeugung und Flexibilitätsnutzung werden im Voraus geplant und Besonderheiten wie atypische Netznutzung sowie die Begrenzung von Lastspitzen automatisch miteinbezogen.

Kompatibel zum EMS

Die KI-basierte Software soll kompatibel mit gängigen Komponenten eines Energiemanagementsystems (EMS) sein, sie arbeit in Echtzeit. Dabei liefert ein Dashboard den Überblick über Erzeugung, Verbrauch, Einspeisung und Bezug. Zu den wichtigsten Funktionen zählen:

Optimierung in Echtzeit – Greencore AI orchestriert Erzeugung, Speicher, Verbraucher und Marktpreise kontinuierlich anhand von Prognosen.

Einspeiseschutz bei negativen Strompreisen – Sobald Einspeisen Geld kosten würde, riegelt die Software ab oder verschiebt den Strom in geeignete Verbraucher bzw. in den Speicher.

Lastspitzenmanagement und Hochlastzeitfenster – Die Software soll aktiv Lastspitzen kappen und das komplexe Handling der atypischen Netznutzung abbilden. Das Energiesystem wird planbarer, selbst bei stark schwankendem Bedarf.

Stromeinkauf und automatisierter Börsenhandel – Greencore AI kauft Strom zu, wenn es sinnvoll ist, und reagiert auf Preisschwankungen ohne Verzögerung.

Echtzeit-Dashboard und Datenhistorie – Die Software speichert historische Daten ab und stellt Live-Ansichten dar, um Entscheidungen zu unterstützen.

Stromkosten unter neun Cent möglich

Das Versprechen des Anbieters lautet: Verknüpft mit den schlüsselfertigen Energiesystemen von Greenflash sollen sich mit Greencore AI die Stromkosten im Optimalfall auf unter neun ct/kWh senken lassen. Ein Autarkiegrad über 70 Prozent sei möglich. Greenflash plant, baut und betreibt die Systeme aus einer Hand, inklusive detaillierter Zeit- und Kostenplanung. Der Anbieter stellt eine Amortisationszeit von drei bis fünf Jahren in Aussicht.



  • Eine App zur Bauteilerkennung

    Eine App zur Bauteilerkennung

    In der Bildverarbeitung kommt künstliche Intelligenz seit langem zum Einsatz. Neuronale Netze erkennen beispielsweise Objekte des alltäglichen Lebens mit einer höheren Genauigkeit wieder als der Mensch. Forscher des Fraunhofer-Instituts für…

    mehr lesen: Eine App zur Bauteilerkennung

  • VDI ZRE veröffentlicht neue Prozesskette und Ressourcencheck

    VDI ZRE veröffentlicht neue Prozesskette und Ressourcencheck

    Durch industrielle biotechnologischen Prozesse ist es möglich, Güter ressourcenschonender und nachhaltiger zu produzieren. Das VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) hat als Online-Tool einen Prozess visualisiert, mit dem sich biotechnologische Verfahren…

    mehr lesen: VDI ZRE veröffentlicht neue Prozesskette und Ressourcencheck

  • Worauf CIOs achten sollten

    Worauf CIOs achten sollten

    Nicht Wachstum, sondern die Sicherung der Unternehmenszukunft steht während der Corona-Pandemie im Fokus der Unternehmen. Das Beratungsunternehmen Gartner hat diesbezüglich acht Maßnahmen identifiziert, die CIOs ergreifen sollten.

    mehr lesen: Worauf CIOs achten sollten

  • Digitalindex rutscht auf Tiefststand

    Digitalindex rutscht auf Tiefststand

    ITK-Unternehmen bewerten Geschäftslage noch als befriedigend, blicken aber pessimistisch in die Zukunft. Der Digitalindex des Branchenverbandes Bitkom rutschte auf den niedrigsten Wert seit seiner erstmaligen Erhebung.

    mehr lesen: Digitalindex rutscht auf Tiefststand

  • Kurzarbeit: Unternehmen wollen vorbereitet sein

    Kurzarbeit: Unternehmen wollen vorbereitet sein

    Etwa 55 Prozent der deutschen Unternehmen haben Kurzarbeit angezeigt. Darunter nicht nur Firmen, die stark von der Pandemie betroffen sind. Das geht aus einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft…

    mehr lesen: Kurzarbeit: Unternehmen wollen vorbereitet sein

  • Arbeitsmarktbarometer sinkt auf Tiefststand

    Arbeitsmarktbarometer sinkt auf Tiefststand

    Mit einem Stand von 93,5 Punkten weißt das IAB-Arbeitsmarktbarometer den niedrigsten Wert seit seiner erstmaligen Erhebung im Jahr 2008 auf.

    mehr lesen: Arbeitsmarktbarometer sinkt auf Tiefststand

  • KI und ERP für verbesserten Service

    KI und ERP für verbesserten Service

    Durch die Kooperation zwischen Proalpha und Empolis können Unternehmen ihren Servicemitarbeitern Wissen kontextsensitiv zur Verfügung stellen. Konkret wird Empolis Service Express in das ERP-System von Proalpha integriert.

    mehr lesen: KI und ERP für verbesserten Service

  • Handel mit China stark beeinträchtigt

    Handel mit China stark beeinträchtigt

    Zwar konnten die deutschen Elektroexporte im Februar 2020 mit einem Volumen von 16,7 Milliarden Euro noch ein leichtes Plus von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnen. Jedoch gingen die…

    mehr lesen: Handel mit China stark beeinträchtigt

  • Ein FTS für kleine Unternehmen

    Ein FTS für kleine Unternehmen

    In einem gemeinsamen Forschungsprojekt wollen das Startup Flexlog und das IPH – Institut für Integrierte Produktion Hannover ein besonders günstiges und flexibles Fahrerloses Transportsystem entwickeln, das noch dazu ganz einfach…

    mehr lesen: Ein FTS für kleine Unternehmen

  • Schneider Electric: Umsatz um 6,4 Prozent rückläufig

    Schneider Electric: Umsatz um 6,4 Prozent rückläufig

    Schneider Electric hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2020 einen Umsatz in Höhe von 5,8Mrd.€ erzielt. Das ist ein Rückgang von 6,4% gegenüber dem Vorjahresquartal.

    mehr lesen: Schneider Electric: Umsatz um 6,4 Prozent rückläufig

  • Kontaktstelle für die Sicherstellung von grenzüberschreitenden Lieferketten

    Kontaktstelle für die Sicherstellung von grenzüberschreitenden Lieferketten

    Mit einer Kontaktstelle zur Sicherstellung in den Lieferketten hat das Bundeswirtschaftsministerium eine zentrale Anlaufstelle für Unternehmen eingerichtet.

    mehr lesen: Kontaktstelle für die Sicherstellung von grenzüberschreitenden Lieferketten

  • Kurzarbeit bei der Hälfte der Unternehmen

    Kurzarbeit bei der Hälfte der Unternehmen

    In der Coronakrise fahren 50 Prozent der deutschen Unternehmen Kurzarbeit, 18 Prozent wollen Jobs abbauen. Das ist das vorläufige Ergebnis der neuesten Umfrage des Ifo-Instituts im April.

    mehr lesen: Kurzarbeit bei der Hälfte der Unternehmen