Vernetzter After Sales Service: Plattform für Wartung-as-a-Service

Gerd Bart Geschftsfhrer der Transac 20250114085506
Bild: Transaction-Network GmbH & Co. KG

Nur selten besteht eine Produktionslinie ausschließlich aus den Maschinen eines Herstellers. Genau das sorgt für Probleme, denn unterschiedliche Akteure stellen unterschiedliche Systeme bereit. Es entstehen fragmentierte IT-Landschaften. Daraus resultieren etwa Dateninkonsistenzen und -redundanzen oder eine erschwerte Datenmigration und -analyse. Beim Aufbrechen solcher Silos könnte eine Plattform wie Transaction-Network helfen, indem sie Akteure vom Maschinenbauer über den Komponentenhersteller bis zum Anlagenbetreiber miteinander vernetzt. Mittels offener Schnittstellen kann sie für Kommunikation zwischen den verschiedenen Geräten und Systemen sorgen, etwa mit API-basierter Integration auch externe Anwendungen anbinden. Offene und standardisierte Datenformate erleichtern den Informationsaustausch, während Portabilität proprietäre Abhängigkeiten bei der Datenverarbeitung vermeidet. Mit transparenten Sicherheitsrichtlinien und einem Governance-Framework sind zudem die Rechte und Verantwortlichkeiten aller Akteure definiert.

Maschinenbauer als Host

Der Aufbau eines offenen Ökosystem für eine gesamte Produktionslinie ist in der Regel Aufgabe des Maschinenbauers, der als Generalunternehmer fungiert. Sollen neue Geschäftsmodelle etabliert werden, macht hier eine Fokussierung auf den After-Sales-Service Sinn.

Eine der wichtigsten Herausforderung ist es hier, Maschinenausfälle zu verhindern. Eine proaktive Wartung (Predictive Maintenance), und eine vorausschauende Instandhaltung (Condition Monitoring) sind dafür unerlässlich. Auf der Plattform laufen alle Daten einer Produktionslinie zusammen. Somit können Maschinenbauer früh erkennen, wo Fehlerquellen liegen und bereits vor Ausfällen Maßnahmen ergreifen. Gleiches gilt für Wartungen, die eingeplant werden sollten, bevor es zu Problemen kommt. Mit einer digitalen Plattform wie etwa Transaction-Network vom gleichnamigen Softwareanbieter werden die Maschinendaten gesammelt und analysiert, um über notwenige Service-Leistungen zu informieren. Zugleich werden die Erkenntnisse automatisch in digitale Wartungspläne übertragen. Der Zeitplan für Service-Leistungen orientiert sich an den Nutzungs- und Verschleißdaten der jeweiligen Maschine.

Transaction Network ermglicht die V 20250114085509
Bild: Transaction-Network GmbH & Co. KG

Automatisierte Wartung

Mittels KI, IIoT und maschinellem Lernen ist es zudem möglich, die Wartung weitreichend zu automatisieren. Maschinen können ihren Wartungsbedarf übermitteln, Ersatzteile werden automatisiert bestellt und ein Servicepartner wird benachrichtigt. Für Maschinenbauer ergibt sich dadurch die Chance, eine ‚Wartung-as-a-Service‘, anzubieten. Kommt es dennoch zu einem Maschinenausfall, können automatisierte Benachrichtigungen an das Serviceteam versendet werden. Techniker haben auch die Möglichkeit, remote auf die Maschinendaten zugreifen. Die Verfügbarkeit der Wartungs- und Reparaturhistorie gibt dabei Hinweise auf etwaige Fehlerquellen. Nicht zuletzt stellt die Plattform Schulungsdaten für den Kunden bereit, um die Techniker vor Ort vorzubereiten.

Wo liegt der Kundennutzen?

Auch für Kunden ergeben sich durch eine solche Plattform Effekte: Beispielsweise zeigt die Ersatzteilidentifikation, welches Maschinen-Bauteil defekt ist. Dieses kann dann über einen Webshop bestellt werden. Und auch wenn es um den Einbau geht, unterstützt eine Plattform – etwa mit Bedienungsanleitungen. Ein weiterer Nutzen: Analyse- und Reportingfunktionen sowie die Dokumentation der Wartungs- und Reparaturaktivitäten bieten eine Grundlage für Entscheidungen.

Für Komponentenhersteller bietet eine Einbindung in ein Ökosystem mit integriertem Shop wiederum neue Vertriebsmöglichkeiten. Zudem entsteht ein direkter Kontakt zum Kunden.

Alle helfen mit

Aus Sicht des Maschinenbauers erhöht dies zwar die Servicequalität, ist jedoch auch mit einem gewissen Aufwand verbunden. Zudem stellt sich eventuell die Frage, ob es sich auszahlt, gar die Konkurrenz einzubinden, um die gesamte Produktionslinie mit Maschinen unterschiedlicher Hersteller abzudecken. Das Ökosystem fördern hier durch offene Kommunikationswege die Zusammenarbeit. Die Produktionslinie wird also von allen Akteuren gemeinsam optimiert. Dies kann nicht nur als Blaupause für weitere Kunden dienen, sondern auch die Anlagenbetreiber zu zufriedenen Kunden machen.



  • Sehen, wenn die Schraube locker ist

    Sehen, wenn die Schraube locker ist

    Das Forschungszentrum IoT-COMMs hat eine intelligente Schraubverbindung entwickelt, die eine drahtlose, energieautarke Überwachung ermöglicht. Ziel ist es, eine energieautarke Überwachung von Strukturen wie z.B. Brücken, Gerüsten, Windkraftanlagen in einem permanenten…

    mehr lesen: Sehen, wenn die Schraube locker ist

  • Sabine Schaar wird Regional Vice President Sales bei Equinix

    Sabine Schaar wird Regional Vice President Sales bei Equinix

    Mit Sabine Schaar hat Equinix eine neue Vice President Sales für Deutschland. Schaar kommt von Capgemini Deutschland zu Equinix.

    mehr lesen: Sabine Schaar wird Regional Vice President Sales bei Equinix

  • Siemens mit leichten Umsatzeinbußen

    Siemens mit leichten Umsatzeinbußen

    Weniger Umsatz und weniger Aufträge. Die Siemens AG hat ihre Zahlen für das am 30. September abgelaufene Geschäftsjahr vorgestellt.

    mehr lesen: Siemens mit leichten Umsatzeinbußen

  • Mehr KI-Einsatz in der Industrie

    Mehr KI-Einsatz in der Industrie

    Die Deutschen stehen dem Einsatz von künstlicher Intelligenz im industriellen Umfeld positiv gegenüber. In anderen Bereichen fällt die Zustimmung laut einer Bosch-Studie jedoch geringer aus.

    mehr lesen: Mehr KI-Einsatz in der Industrie

  • Stratasys und nTopology arbeiten zusammen

    Stratasys und nTopology arbeiten zusammen

    Stratasys und nTopology wollen ihre Kräfte bündeln, um 3D-gedruckte Werkzeuge und Vorrichtungen für die Fertigung zu vereinfachen.

    mehr lesen: Stratasys und nTopology arbeiten zusammen

  • TÜV und Ponemon Institute veröffentlichen Studie

    TÜV und Ponemon Institute veröffentlichen Studie

    Die gesamte Wertschöpfungskette vor Cyberattacken zu schützen, zählt in der zunehmend digitalisierten Welt zu den größten Herausforderungen. Besonders der Industrie- und Fertigungsbranche fällt es schwer, Cyberrisiken in ihren Unternehmen und…

    mehr lesen: TÜV und Ponemon Institute veröffentlichen Studie

  • Neuer Managing Director bei Dassault Systèmes

    Neuer Managing Director bei Dassault Systèmes

    Mit Dominic Kurtaz hat Dassault Systèmes einen neuen Managing Director für Zentraleuropa ernannt. Zudem wurde das Vertriebsteam neu aufgestellt.

    mehr lesen: Neuer Managing Director bei Dassault Systèmes

  • S&T hebt Prognose an

    S&T hebt Prognose an

    Mehr Umsatz, ein besseres Ergebnis und angehobene Ziele für das laufende Geschäftsjahr. Der Technologiekonzern ist bisher vergleichsweise gut durch die aktuelle Krise gekommen. Verantwortlich dafür sind auch Zuwächse im Medizintechnikbereich.

    mehr lesen: S&T hebt Prognose an

  • Ein digitaler Zwilling für die Produktion

    Ein digitaler Zwilling für die Produktion

    Die Prostep AG, das Institut der Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen der Universität Hannover und die ISB wollen in einem gemeinsamen Projekt KMUs den digitalen Zwilling näher bringen.

    mehr lesen: Ein digitaler Zwilling für die Produktion

  • Produktionserwartungen der Industrie sind gedämpft

    Produktionserwartungen der Industrie sind gedämpft

    Nach mehreren Anstiegen in Folge, sind die Produktionserwartungen der deutschen Industrie im Oktober insgesamt etwas zurückgegangen. Eine Mehrzahl der Branchen plane jedoch eine Ausweitung der Produktion, so Ifo-Experte Klaus Wohlrabe.

    mehr lesen: Produktionserwartungen der Industrie sind gedämpft

  • Leadec übernimmt AVI GmbH

    Leadec übernimmt AVI GmbH

    Leadec hat zum 1. November die AVI GmbH übernommen. Das Unternehmen ist im Bereich Automation sowie produktionsnaher IT tätig.

    mehr lesen: Leadec übernimmt AVI GmbH

  • Inlandsorders wieder im Plus

    Inlandsorders wieder im Plus

    Der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland erholt sich schrittweise von den Folgen der Corona-Krise. Nach dem saisonalen Rückschlag im August zeigte der Auftragseingang im September 2020 wieder ein positives Bild.

    mehr lesen: Inlandsorders wieder im Plus