Erkenntnisse in 120 Sekunden

Grafik 1
Bild: CBS Corporate Business Solutions GmbH

Die Ursachen für OTIF-Ausfälle oder -Abweichungen (OTIF: On-Time In-Full) sind schwer zu ermitteln, und selbst wenn sie identifiziert werden, bleiben ihre Auswirkungen auf die Lieferkette oft unklar. Der Grund liegt oft in manuellen, isolierten Analysen, die sowohl einen ganzheitlichen Überblick über die Leistungsfähigkeit der Lieferkette als auch deren Reaktionsfähigkeit bei Störungen behindern. Darüber hinaus erschweren die Komplexität der Prozesse und die schiere Masse der Prozessdaten die Identifizierung von Ineffizienzen und Kostentreibern.

OTIF-Performance verbessern

Das Beratungshaus CBS hat eine KI-gestützte, Celonis-basierte Analysesoftware entwickelt, mit der die OTIF-Kennzahl optimiert werden kann. Durch die Integration von Daten aus Vertrieb, Produktion und Beschaffung in Dashboards bietet die Software eine übergreifende Sicht auf die OTIF-Performance samt Ursachen und Auswirkungen. Das Supply Chain Analytics Cockpit besteht aus KI-gestützten Modulen mit je eigenen Schwerpunkten.

Dashboard: OTIF Overview: Das Dashboard OTIF Overview bietet eine echtzeitnahe Übersicht über die Lieferleistung in Vertrieb, Produktion und Beschaffung. Es liefert aggregierte Übersichtstatistiken sowie Informationen, um Entwicklungstrends zu überwachen. Aufträge werden zur Leistungssegmentierung in Gruppen wie ‚zu spät‘ oder ‚zu früh‘ kategorisiert. Bei Überschreitung von Leistungsschwellenwerten können Warnmeldungen an Stakeholder versendet werden.

Dashboard: Production Overview: Das Dashboard für die Produktion unterstützt die OTIF-Leistungsanalyse nach Dimensionen wie Werk, Materialgruppe oder Auftragsart mit Trendvisualisierungen, die über einstellbare Zeitintervalle aggregiert werden. Benutzer können bestimmte Teilbereiche bis hin zu einzelnen Fertigungsaufträgen aufschlüsseln. Diese Funktionalitäten sind gleichermaßen für den Vertriebs- und Beschaffungsbereich verfügbar.

Network Root Cause Analyzer: Ursachen für OTIF-Abweichungen können mit dem Network Root Cause Analyzer identifiziert werden. Dabei lassen sich Verzögerungen entlang der Belegketten nachvollziehen, die Vertrieb, Produktion und Beschaffung umfassen. Das Modul bietet eine mehrstufige Ansicht des Lieferkettennetzwerks und zeigt auf, wo Engpässe bestehen.

Network Impact Analyzer: Der Network Impact Analyzer bewertet, wie sich Störungen auf vor- und nachgelagerte Stufen sowie auf die Stakeholder der Lieferkette auswirken. Sobald eine Ursache identifiziert wurde, visualisiert das Modul die betroffenen Aufträge, Kunden, Werke oder andere Netzwerkdimensionen. Dies ermöglicht Maßnahmen wie Umplanungen, Benachrichtigungen oder Umverteilungen.

Network Explorer: Der Network Explorer stellt Beleg- und Materialflüsse entlang der gesamten Lieferkette dar. Er hilft Anwendern, die Beziehungen zwischen Werken, Tochtergesellschaften und Produktionseinheiten zu verstehen. So lassen sich Abhängigkeiten aufzeigen, beispielsweise wie sich ein verzögerter Fertigungsauftrag auf mehrere Kundenlieferungen auswirkt.

Resource Utilization Analyzer: Der Resource Utilization Analyzer bietet einen umfassenden Überblick über die Auslastung von Produktionsressourcen innerhalb des Netzwerks. Er ermöglicht die Identifikation von Engpässen oder ungenutzten Kapazitäten, die sich auf die OTIF-Performance auswirken könnten. Das Modul hebt Kapazitätsdiskrepanzen hervor, indem es sie mit bestimmten Produktions- oder Planaufträgen verknüpft.

Mit dem Cockpit können Anwender, so verspricht CBS, die Ursachen und Auswirkungen von Anomalien in der Lieferkette innerhalb von 120 Sekunden ermitteln. Diese Transparenz ermögliche es Unternehmen, schnell und faktenbasiert Entscheidungen zu treffen und mit Gegenmaßnahmen auf Probleme zu reagieren.



  • VDI bietet Big-Data-Schulungen an

    VDI bietet Big-Data-Schulungen an

    Aus- und Weiterbildung VDI bietet Big-Data-Schulungen an Auf Grundlage der im November 2022 veröffentlichten Richtlinie VDI/VDE-MT 3714 bietet der VDI Schulungen für die Implementierung und den Betrieb von Big-Data-Anwendungen an.

    mehr lesen: VDI bietet Big-Data-Schulungen an

  • Qualitätsmanagement-System mit integrierter KI

    Qualitätsmanagement-System mit integrierter KI

    KI-Funktionen in Standardsoftware Qualitätsmanagement-System mit integrierter KI Softwareanbieter Consense ergänzt sein Qualitätsmanagement-System um KI-gestützte Funktionen. Die Algorithmen sollen helfen, Prozesse zu automatisieren und einfacher zu gestalten.

    mehr lesen: Qualitätsmanagement-System mit integrierter KI

  • Eine Tauschplattform für die Autoindustrie

    Eine Tauschplattform für die Autoindustrie

    Plattform Wavetrade Eine Tauschplattform für die Autoindustrie Der KI-Spezialist One Data hat eine Tauschplattform an den Start gebracht, über die Automobilhersteller ’kritische Komponenten’ wie etwa Halbleiter an- und verkaufen sowie…

    mehr lesen: Eine Tauschplattform für die Autoindustrie

  • Marktstudie vergleicht mehr als 140 SCM-Lösungen

    Marktstudie vergleicht mehr als 140 SCM-Lösungen

    Supply-Chain-Management-Software Marktstudie vergleicht mehr als 140 SCM-Lösungen Wo liegen die Unterschiede in Supply-Chain-Management-Software? Eine Marktübersicht der Trovarit, des Fraunhofer IPA und des IFR vergleicht mehr als 140 Lösungen.

    mehr lesen: Marktstudie vergleicht mehr als 140 SCM-Lösungen

  • Was bedeuten Low Code und No Code für ERP-Systeme?

    Was bedeuten Low Code und No Code für ERP-Systeme?

    Diskussionspapier des Bitkom Was bedeuten Low Code und No Code für ERP-Systeme? Mit Low Code bzw. No Code können auch Nicht-ITler Anwendungen aus vorgefertigten Bausteinen erstellen. Die Auswirkungen des Ansatzes…

    mehr lesen: Was bedeuten Low Code und No Code für ERP-Systeme?

  • Positives Signal, doch es bleiben Fragen

    Positives Signal, doch es bleiben Fragen

    DSAG-Statement zur geplanten Stärkung des SAP-ERP-Geschäfts Positives Signal, doch es bleiben Fragen Im Rahmen der Bilanzpressekonferenz hat SAP mitgeteilt, das Enterprise-Resource-Planning (ERP)-Geschäft stärken und Einschnitte in Programmen für Vertrieb und…

    mehr lesen: Positives Signal, doch es bleiben Fragen

  • Neuer Deutschlandchef bei HPE

    Neuer Deutschlandchef bei HPE

    Marc Fischer folgt auf Johannes Koch Neuer Deutschlandchef bei HPE Hewlett Packard Enterprise hat Marc Fischer zum Deutschland-Chef ernannt. Sein Vorgänger Johannes Koch übernimmt die Leitung für die Region Zentraleuropa.

    mehr lesen: Neuer Deutschlandchef bei HPE

  • Geschäftslage der Autoindustrie bessert sich

    Geschäftslage der Autoindustrie bessert sich

    Erwartungen wieder positiv Geschäftslage der Autoindustrie bessert sich Die deutsche Autoindustrie ist laut einer Ifo Befragung zuversichtlicher gestimmt als noch zuletzt. So sind auch die Erwartungen erstmals seit fünf Monaten…

    mehr lesen: Geschäftslage der Autoindustrie bessert sich

  • MPDV steigert Umsatz um 16 Prozent

    MPDV steigert Umsatz um 16 Prozent

    Positive Entwicklung MPDV steigert Umsatz um 16 Prozent Mit einem zweistelligen Umsatzplus hat die MPDV-Gruppe das vergangene Geschäftsjahr abgeschlossen.

    mehr lesen: MPDV steigert Umsatz um 16 Prozent

  • Kumavision übernimmt Henrichsen4msd

    Kumavision übernimmt Henrichsen4msd

    Zum Jahreswechsel hat Kumavision Henrichsen4msd übernommen. Die Lösungen des DMS-Spezialisten sollen das eigene Portfolio ergänzen.

    mehr lesen: Kumavision übernimmt Henrichsen4msd

  • Philippine de T’Serclaes wird Chief Sustainability Officer

    Philippine de T’Serclaes wird Chief Sustainability Officer

    Nachhaltigkeitsstrategie Philippine de T’Serclaes wird Chief Sustainability Officer Dassault Systèmes beruft Philippine de T’Serclaes zum Chief Sustainability Officer. Mit diesem Schritt will das Unternehmen seine Nachhaltigkeitsstrategie stärken.

    mehr lesen: Philippine de T’Serclaes wird Chief Sustainability Officer

  • ZEW-Konjunkturerwartungen für Eurozone im Dezember verbessert

    ZEW-Konjunkturerwartungen für Eurozone im Dezember verbessert

    Entspanntere Energiemärkte beflügeln Konjunktur ZEW-Konjunkturerwartungen für Eurozone im Dezember verbessert Im Dezember 2022 haben sich die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland und die Eurozone verbessert. Fachleute aus dem Finanzmarkt gehen von einem…

    mehr lesen: ZEW-Konjunkturerwartungen für Eurozone im Dezember verbessert