Digitale Zwillinge als Vertriebsmittel

Light Interface Mockup of Professional CAD Computer Software With Edit of Project Of a Sports Car. Grey Model of Futuristic Super Car Electric Vehicle. Green Energy Powered Technology. 3D Render
Bild: ©Gorodenkoff/stock.adobe.com

Digitale oder auch virtuelle Zwillinge sind digitale Abbildungen von Objekten – beispielsweise einzelner Sensoren oder kompletter Maschinenanlagen – die auf Basis von CAD-Planungen (Computer-aided Design) aus der realen Welt in eine digitale Repräsentanz übersetzt werden. Dabei ist es unerheblich, ob das Objekt bereits existiert oder erst noch realisiert wird, digitale Zwillinge sollen sich so verhalten, wie es physische Objekte tun würden. So lassen sich realistische Simulationen an ihnen durchführen und bei der Entwicklung komplette Prototypen-Phasen überspringen. Ebenso erlauben digitale Zwillinge die Steuerung und Optimierung von Maschinen und gesamten Infrastrukturen, ohne das vorherige Tests Auswirkungen auf den laufenden Betrieb hätten. Entwickelt und geprüft wird anhand des virtuellen Zwillings im digitalen Raum, nur vielversprechende Ergebnisse werden umgesetzt. Doch auch im Marketing sind Synergien durch den Einsatz digitaler Zwillinge möglich. Aus CAD-Daten lassen sich digitale Zwillinge erstellen, aus denen innerhalb kurzer Zeit vielfältige Marketingmaterialien ausgeleitet werden können.

CAD-Daten als unentdeckter Schatz des Marketings

Denn anhand von virtuellen Zwillingen können Unternehmen mit der Erstellung von Marketingcontent bereits beginnen, bevor das Produkt physisch existiert – Marketingmitarbeitende müssen nicht mehr warten, bis der Artikel hergestellt wurde und bei einem Fotoshooting oder Filmdreh entsprechend in Szene gesetzt werden kann. Das betrifft nicht nur Neu- und Weiterentwicklungen gleichermaßen: Sobald sich im Design eines Produkts etwas ändert, müsste auf klassischem Weg ein neues Fabrikat angefordert und fotografiert werden. Mit digitalen Zwillingen entfällt dieser Prozess, die Daten lassen sich automatisieren und innerhalb kurzer Zeit stehen dem Marketing die aktualisierten Produktbilder für weitere Zwecke zur Verfügung.

Vorsprung für Vermarkter

Unternehmen können so noch vor der Produktion in die Vermarktung einsteigen, und sich vielleicht einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz verschaffen. Zudem decken Unternehmen mit Hilfe von virtuellen Zwillingen den Bedarf an personalisiertem Content ab, den Kundinnen und Kunden verstärkt nachfragen. Immer mehr Produkte lassen sich online individuell konfigurieren, das einfachste Beispiel ist die Farbauswahl eines Artikels. Trifft der Interessent aber eine Wahl, will er diese Anpassungen dann auch realistisch sehen. Die Möglichkeiten, Anpassungen vorzunehmen, werden in vielen Warengruppen immer vielfältiger, Möbel oder z.B. auch Wohnmobile lassen sich individuell konfigurieren. Digitale Zwillinge schließen diese Lücke, weil sich mit ihnen unzählige Ansichten erstellen lassen.

Klassische Produktfotografie würde viel zu viel Zeit in Anspruch nehmen und enorme Kosten verursachen. Etliche Artikel werden zudem erst auf Bestellung individuell gefertigt. Darüber hinaus können mit hochwertigen digitalen Abbildern zahlreiche Inhalte generiert werden: Material für Broschüren, Webseiten, Shops, Konfiguratoren oder Vermarktungsplattformen wie Amazon und Co.

Möglichkeiten über klassische Werbematerialien hinaus

Für die Customer Journey ergeben sich mit virtuellen Zwillingen auch Möglichkeiten über klassische Werbematerialien hinaus. Es sind nicht nur reine Bild- und Videodarstellungen möglich, sondern es lassen sich auch komplexe Erlebnisse für die Kundschaft schaffen – mit Virtual und Augmented Reality. Kundinnen und Kunden können Produkte im virtuellen Raum erkunden und mit ihnen interagieren oder Artikel mit Hilfe ihres Endgeräts auch in den realen Raum projizieren (AR).

Seiten: 1 2



  • TDM Systems und Cribwise bilden Tool Flow Solutions

    TDM Systems und Cribwise bilden Tool Flow Solutions

    Der Sandvik-Konzern hat den Geschäftsbereich Tool Flow Solutions ins Leben gerufen. Erste Mitglieder werden die beiden Tochterunternehmen TDM Systems und Cribwise.

    mehr lesen: TDM Systems und Cribwise bilden Tool Flow Solutions

  • 2023 wurden mehr als 500.000 Industrieroboter ausgeliefert

    2023 wurden mehr als 500.000 Industrieroboter ausgeliefert

    Trotz eines Rückgangs bei Umsätzen und Auslieferungen von Industrierobotern im Jahr 2023 prognostizieren die Marktforscher von Interact Analysis ein jährliches Marktwachstum von 3,7 Prozent bis 2028.

    mehr lesen: 2023 wurden mehr als 500.000 Industrieroboter ausgeliefert

  • Quantencomputing made in Germany

    Quantencomputing made in Germany

    Quantencomputer haben eine besonders hohe Rechenleistung und können so komplexe Probleme lösen. Wie? Davon können sich Unternehmen und Forschungsteams nun im Hamburg ein Bild machen.

    mehr lesen: Quantencomputing made in Germany

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • USA führend bei Digitalinnovationen

    USA führend bei Digitalinnovationen

    Die Innovationstätigkeit in Digitaltechnologien nimmt weiter an Fahrt auf. Und laut Deutschem Patent- und Markenamt dominieren die USA und China in diesen Bereichen. Die deutsche Bilanz ist zwiespältig.

    mehr lesen: USA führend bei Digitalinnovationen

  • Smarties warnen vor Extremereignissen

    Smarties warnen vor Extremereignissen

    Im Forschungsprojekt Smarties entwickelt und testet das Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation (MPI-DS) zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS ein System intelligenter Miniballons mit atmosphärischen Tracern – sogenannten…

    mehr lesen: Smarties warnen vor Extremereignissen

  • Europa mit vergleichsweise niedrigem KI-Reifegrad

    Europa mit vergleichsweise niedrigem KI-Reifegrad

    Data Analytics und KI sollen KMU helfen, Wettbewerbsvorteile zu sichern. Laut einer Studie von AWS liegt Europa beim Reifegrad künstlicher Intelligenz jedoch hinter anderen Regionen zurück.

    mehr lesen: Europa mit vergleichsweise niedrigem KI-Reifegrad

  • VDI will Deutschland fit für die Zukunft machen

    VDI will Deutschland fit für die Zukunft machen

    Die Aufgaben der Transformation sind gewaltig: Um ihren Herausforderungen zu begegnen, startet der VDI die Initiative ’Zukunft Deutschland 2050‘.

    mehr lesen: VDI will Deutschland fit für die Zukunft machen

  • Lena Weirauch von ai-omatic solutions über die Gründung eines Startups

    Lena Weirauch von ai-omatic solutions über die Gründung eines Startups

    Frauen sind im MINT-Bereich immer noch stark unterrepräsentiert, nur 11 Prozent aller Ingenieure sind weiblich und nur 17 Prozent beträgt der Frauenanteil im deutschen Maschinenbau allgemein. Doch woran liegt das?…

    mehr lesen: Lena Weirauch von ai-omatic solutions über die Gründung eines Startups

  • Wie Unternehmen Augmented und Virtual Reality nutzen

    Wie Unternehmen Augmented und Virtual Reality nutzen

    Je ein Fünftel der Unternehmen in Deutschland setzt bereits AR- oder VR-Technologie. Laut einer Bitkom-Befragung dominieren Schulung und Weiterbildung sowie Konstruktion und Planung die Anwendungen.

    mehr lesen: Wie Unternehmen Augmented und Virtual Reality nutzen

  • Stimmung in der Automobilindustrie kühlt ab

    Stimmung in der Automobilindustrie kühlt ab

    Nach zuletzt etwas besseren Werten im April bewegt sich der Ifo-Indikator für das Geschäftsklima in der Automobilindustrie im Mai wieder in die andere Richtung.

    mehr lesen: Stimmung in der Automobilindustrie kühlt ab

  • Petra Boss wird Co-CFO bei Xitaso

    Petra Boss wird Co-CFO bei Xitaso

    Mit Petra Boss hat Xitaso eine neue Geschäftsführerin. Als Co-CFO verantwortet die 55-Jährige gemeinsam mit Martin Huggenberger den Finance- und Legal-Bereich des Unternehmens.

    mehr lesen: Petra Boss wird Co-CFO bei Xitaso