Das Modul DataCross von Tec4u: CO2-Fußabdruck mit belastbaren Daten

CO2 Bilanzierung DataCross Daniel Spohn
Bild: Tec4U-Solutions GmbH

Spätestens nach den geopolitischen Entwicklungen der letzten fünf Jahre haben Wirtschaft und Politik erkannt, dass ein Produktionsstandort Deutschland nur dann wirtschaftlich, und damit zukünftig haltbar ist, wenn die zur Herstellung der Produkte notwendigen Ressourcen abgesichert vorliegen. Der CO2-Fußabdruck wird dadurch zum entscheidenden Produktmerkmal.

Fundierte CO2-Bilanzierung

Um die Daten zur Berechnung eines CO2-Fußabdrucks zu erfassen und reale Emissionsdaten in der Lieferkette zu recherchieren, bietet das CO2-Modul der Software DataCross von Tec4U-Solutions die entsprechenden Funktionen. Grundlage bilden die Emissionen, die aus den unternehmenseigenen Quellen stammen (Scope 1). Diese umfassen u.a. die Emissionen, die durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe in firmeneigenen Heizungsanlagen oder Stromerzeugungsanlagen entstehen. Ebenso fließen die Emissionswerte aus dem Kraftstoffverbrauch der firmeneigenen Fahrzeugflotte in die Berechnung ein, da diese ebenfalls einen bedeutenden Anteil an den direkten Emissionen eines Unternehmens ausmachen. Darüber hinaus werden die indirekten Treibhausgasemissionen erfasst, die durch verschiedene externe Faktoren entstehen (Scope 2). Zu diesen indirekten Quellen gehören der Einkauf von Strom sowie die Bereitstellung von Wärme durch externe Anbieter. All diese Datenquellen sind notwendig, um ein vollständiges Bild der gesamten Treibhausgasemissionen zu erhalten und eine präzise CO2-Bilanz für das gesamte Unternehmen, den sogenannten Corporate Carbon Footprint (CCF), zu erstellen.

Optimierte CO2-Werte

Die Software ermittelt die relevanten Verbrauchsdaten anhand bereits vorhandener Informationen, wie beispielsweise Rechnungen von Energieanbietern, was eine transparente und präzise Ermittlung der relevanten Verbrauchswerte ohne aufwendige manuelle Erfassung ermöglicht. Ein nicht zu unterschätzender Aspekt, der durch die Softwarelogik sichtbar und damit kontinuierlich verbesserbar wird, ist die Tatsache, dass hohe CO2-Emissionen häufig mit einem besonders energieintensiven Herstellungsprozess verbunden sind. Um etwaige Nachhaltigkeitssteigerungen kommunizieren zu können, kann das Modul produktbasierte CO2-Zertifikate erstellen.

Potenzial in der Lieferkette

Für einen realistischen CO2-Wert von Produkten sind aber auch die Emissionen zu berücksichtigen, die in der vorgelagerten Lieferkette entstehen (Scope 3). Da sie häufig die größte Quelle der gesamten Treibhausgasemissionen eines Produktes darstellen und das meiste Einsparpotential bergen, müssen sie besonders genau betrachtet werden. In der Praxis wird heute bei der Abschätzung der Treibhausgasemissionen der Lieferkette meistens auf standardisierte Datenbankwerte zurückgegriffen, die allgemeine Emissionsfaktoren liefern. Standardwerte basieren also häufig auf allgemeinen Annahmen, was zu einer Fehleinschätzung der tatsächlichen Emissionswerte führt, was wiederum die Ergebnisse und damit die Strategien zur Emissionsminderung verzerrt. Doch es mangelt in den meisten Unternehmen an der Infrastruktur, den Verarbeitungs- und Kommunikationsprozessen sowie an den Ressourcen, um die für eine Berechnung notwendigen Realdaten abzufragen, zu erfassen und anschließend zu bewerten. Daher legt das Modul von Tec4u besonderen Wert auf die Emissionen im Scope 3.

Screenshot 2025 08 27 141946
Bild: Tec4U-Solutions GmbH

Reale CO2-Daten ausgeben

Mit dem CO2-Modul in DataCross können Anwender die CO2-Daten bei den Lieferanten abfragen, um sie dann exakt zu erfassen. Um diese realen Daten zuverlässig zu erhalten, ist es entscheidend, dass eine breite und nachhaltige Akzeptanz seitens der Lieferanten erreicht wird. Dies setzt voraus, dass die Lieferanten den Prozess unterstützen und sich an der Erhebung und Bereitstellung der Informationen beteiligen. Um dies zu fördern, sind in das System bewährte Kommunikationsprozesse integriert. Alle Lieferanten können die Kernelemente der Software kostenlos nutzen. Dies bietet den angefragten Lieferanten die Gelegenheit, ihren eigenen CCF sowie den PCF für die angefragten Produkte zu berechnen und somit zu einer präziseren CO2-Bilanzierung beizutragen.

Smarte Systemgrenzen und CO2-Monitoring

Hinsichtlich der Systemgrenzen für die CO2-Bilanzierung wurde der Cradle-to-Gate-Ansatz zugrunde gelegt. Hierbei wird der Fokus auf den Zeitraum gelegt, der von der Ressourcenextraktion bis zu dem Punkt reicht, an dem das Produkt das Werkstor des Herstellers verlässt. Damit wird der Fokus stärker auf die Einsparpotenziale gerichtet, die im Einflussbereich der jeweiligen Firma liegen. Wird das Modul bereits während des Entwicklungsprozesses eingesetzt, lassen sich potenzielle Einsparungen besonders früh erkennen, diese gezielt nutzen und den PCF damit oft signifikant verringern.



  • Cloud-Computing bleibt auf Wachstumskurs

    Cloud-Computing bleibt auf Wachstumskurs

    Im vergangenen Jahr haben 76 Prozent der Unternehmen Rechenleistung aus der Cloud in Anspruch genommen. Dies geht aus einer Studie von Bitkom Research im Auftrag von KPMG hervor.

    mehr lesen: Cloud-Computing bleibt auf Wachstumskurs

  • Maschinenbauer zuversichtlich für die Zeit nach Corona

    Maschinenbauer zuversichtlich für die Zeit nach Corona

    Die überwiegende Zahl der Maschinenbauer ist zuversichtlich, mittelfristig auf das nominale Umsatzniveau von 2019 zurückzukehren. So lautet die Kernbotschaft der sechsten VDMA-Blitzumfrage zur Corona-Pandemie, an der 658 Unternehmen teilnahmen.

    mehr lesen: Maschinenbauer zuversichtlich für die Zeit nach Corona

  • Google Cloud tritt der OPC Foundation bei

    Google Cloud tritt der OPC Foundation bei

    Google Cloud wird künftig verstärkt OPC UA nutzen, um Maschinendaten zur Verarbeitung an die eigene Infrastruktur zu übertragen. Dafür tritt die Firma der OPC Foundation als 773. Mitglied bei.

    mehr lesen: Google Cloud tritt der OPC Foundation bei

  • Zukünftig weniger Dienstreisen?

    Zukünftig weniger Dienstreisen?

    Wie aus der aktuellen Ifo-Konjunkturumfrage hervorgeht, will mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen — vor allem aus der Industrie — im Zuge der Coronakrise Geschäftsreisen dauerhaft zurückfahren.

    mehr lesen: Zukünftig weniger Dienstreisen?

  • Besser aus der Krise kommen

    Besser aus der Krise kommen

    Die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie sind groß, dennoch birgt die aktuelle Krise auch positives. Laut einer Umfrage des VDI führt die aktuelle Situation dazu, dass sich Unternehmen digitaler und krisenfester…

    mehr lesen: Besser aus der Krise kommen

  • Zukunftssicherheit im deutschen Maschinenbau

    Zukunftssicherheit im deutschen Maschinenbau

    Die Maschinenbau-Branche leidet unter den Folgen von Covid-19. Doch die Ursachen für die Probleme liegen tiefer. Das zeigt die jüngste Studie von Inform: ‚Trendreport 2020 für den Maschinen- und Anlagenbau:…

    mehr lesen: Zukunftssicherheit im deutschen Maschinenbau

  • BMW und Mercedes-Benz legen Entwicklungskooperation auf Eis

    BMW und Mercedes-Benz legen Entwicklungskooperation auf Eis

    BMW und Mercedes-Benz stoppen ihre Kooperation zur Entwicklung automatisierter Fahrzeuge. Die Entwicklung einer gemeinsamen Technologiebasis wäre zu aufwendig, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Auch die Konjunktur spiele bei der…

    mehr lesen: BMW und Mercedes-Benz legen Entwicklungskooperation auf Eis

  • Corona bremst Robotik und Automation stärker als erwartet

    Corona bremst Robotik und Automation stärker als erwartet

    VDMA Robotik+Automation rechnet für das laufende Jahr mit einem Umsatzrückgang von mindestens 20 Prozent. Vor Ausbruch der Pandemie ging der Verband von einem Rückgang von 10 Prozent aus.

    mehr lesen: Corona bremst Robotik und Automation stärker als erwartet

  • Schmersal-Gruppe nach Cyberangriff wieder handlungsfähig

    Schmersal-Gruppe nach Cyberangriff wieder handlungsfähig

    Der Anruf kam am 20. Mai um 16.45 Uhr: Die Schmersal-Gruppe wurde von offizieller Seite informiert, dass Cyberkriminelle einen gezielten Angriff auf das Firmennetzwerk planen. Nach einer Verifikation des Anrufs…

    mehr lesen: Schmersal-Gruppe nach Cyberangriff wieder handlungsfähig

  • Gemeinsamer Standard für unterschiedliche Ortungslösungen

    Gemeinsamer Standard für unterschiedliche Ortungslösungen

    Ein Zusammenschluss von rund 60 Unternehmen aus Europa, Amerika und Asien hat mit ‘Omlox‘ einen Ortungsstandard für die Industrie eingeführt. Die weltweie Koordination wird durch die Profibus Nutzerorganisation übernommen.

    mehr lesen: Gemeinsamer Standard für unterschiedliche Ortungslösungen

  • Kleinserienproduktion für die Elektromobilität

    Kleinserienproduktion für die Elektromobilität

    Im Forschungsprojekt ‘ProeK‘ haben die Projektpartner untersucht, wie sich die Produktion von Kleinserien bei Elektrofahrzeugen verbessern lässt. Beteiligt waren u.a. Elektrofahrzeughersteller und Forschungspartner wie das WZL der RWTH Aachen.

    mehr lesen: Kleinserienproduktion für die Elektromobilität

  • Erwartungen an Konjunktur im Juni steigen

    Erwartungen an Konjunktur im Juni steigen

    Insgesamt steigen die Erwartungen an die Konjunktur für den Monat Juni 2020, haben die Volkswirte beim ZEW ermittelt. Viele exportorientierte wie der Maschinen- und Fahrzeugbau teilen diese positive Einschätzung noch…

    mehr lesen: Erwartungen an Konjunktur im Juni steigen