Wie autonome Test-Agenten die Qualitätssicherung verändern

Developers Discussing Programming Code
Bild: ©DragonImages/stock.adobe.com

Agentische QA beruht auf autonomen KI-Agenten, die selbstständig Softwaretests planen und durchführen. Diese Programme können die Qualität von Anwendungen auch bei steigender Geschwindigkeit und Komplexität überwachen, wie sie moderne KI-Technologien erfordern. Traditionelle QA-Methoden stoßen insbesondere bei generativer KI an ihre Grenzen, da diese große Mengen an Inhalten schnell erzeugt. Agentische QA nutzt autonome Algorithmen, die beispielsweise von einem generierten Code andere KI-gesteuerte oder klassische Anwendungen auf Fehler und Risiken prüfen. Sie ergänzt Methoden wie Crowdtesting und Experten-Red-Teaming und soll so die QA-Prozesse erweitern.

KI-gestütztes Training und Testen von LLMs

Bei konventioneller Software existieren feste Erwartungswerte für Eingaben, während LLMs unterschiedliche Ausgaben erzeugen können. Statische Testfälle sind hier unpraktisch. Agentische Methoden erfassen Geschwindigkeit, Breite und Tiefe möglicher KI-Antworten. Aufgrund der Vielzahl möglicher Gen-AI-Ausgaben ist manuelle Kontrolle kaum realisierbar. Agentische QA ermöglicht eine Skalierung, die über manuelle oder automatisierte Tests hinausgeht. Zudem kann sie dazu beitragen, Risiken wie diskriminierende oder unerwünschte Ausgaben durch besseres Training und umfangreiche Datensätze zu reduzieren.

Vorteile agentischer QA

KI-gestützte Testsysteme arbeiten dynamisch, adaptiv und kontinuierlich. Agentische QA kann Millionen von Prompts erzeugen, um Nutzereingaben zu simulieren und Verhaltensweisen in vielen Szenarien zu prüfen, was menschliche Tests übersteigt. Die Ergebnisse werden mit einem sogenannten Goldstandard verglichen, der hochwertige Beispielantworten umfasst. Agentische QA nutzt historische Daten und Machine Learning, um wiederkehrende Fehlerquellen zu identifizieren und Verbesserungen anzustoßen. Zusätzlich wird KI-gestütztes Red Teaming angewandt, bei dem Experten gezielt schwierige Prompts einsetzen, um Schwachstellen schneller zu finden.

Integration agentischer QA in den SDLC

Die QA-Prozesse wandeln sich vom reaktiven zum prädiktiven Ansatz, unterstützt durch Gen AI und agentische KI. Das Model Context Protocol (MCP) verbindet verschiedene Datenquellen mit der KI, um Kontext bereitzustellen.

  • Anforderungsdefinition: Agentische KI prüft Anforderungen auf Testbarkeit und Risiken und erzeugt Testfälle.
  • Design: KI-Tools analysieren UML-Diagramme, erkennen Schwachstellen und erstellen Teststrategien.
  • Build: KI prüft Codequalität und generiert Unit- und Mutationstests.
  • Test: Agentische KI erzeugt Testfälle, unterstützt Automatisierung und Fehlerberichte.
  • Deployment: KI trifft Risiko-Vorhersagen und unterstützt Rollback-Strategien.
  • Monitoring: KI identifiziert Anomalien in Logs, Metriken und Benutzerverhalten.

Weiterentwicklung von QA-Strategien

Agentische QA ergänzt menschliches Training und Testing. Menschliche Expertise bleibt notwendig, um ethische und gesellschaftliche Aspekte zu bewerten, die KI nicht erfassen kann. Organisationen sollten auf hybride Ansätze setzen, die KI-gestützte Tests mit manuellen und automatisierten Methoden verbinden.

Im Kontext schnellerer Entwicklungszyklen, wie beim „Vibe Coding“, können traditionelle QA-Methoden oft nicht mithalten. Agentische QA bietet die erforderliche Skalierbarkeit, um Qualität zu gewährleisten. Entscheidend bleibt jedoch der hybride Ansatz, der menschliches Urteilsvermögen einbindet, um Qualität und Verantwortung sicherzustellen.



  • MVTec sieht geistiges Eigentum verletzt

    MVTec sieht geistiges Eigentum verletzt

    Taiwanesische Behörden haben ein Strafverfahren gegen Kameralinsen-Hersteller Largan eingeleitet. Gegenstand des Verfahrens ist die unrechtmäßige Nutzung der Softwareprodukte von MVTec Software.

    mehr lesen: MVTec sieht geistiges Eigentum verletzt

  • Mit Edge AI Datenschutz und Energieeffizienz verbessern

    Mit Edge AI Datenschutz und Energieeffizienz verbessern

    In einem aktuellen Whitepaper gibt die Plattform einen Überblick über Stärken und Schwächen von Edge AI und diskutiert Optionen, wie die Technologie in die Anwendung gebracht werden kann.

    mehr lesen: Mit Edge AI Datenschutz und Energieeffizienz verbessern

  • Schneider Electric als weltweit nachhaltigstes Unternehmen ausgezeichnet

    Schneider Electric als weltweit nachhaltigstes Unternehmen ausgezeichnet

    Time Magazine und Statista haben Schneider Electric als nachhaltigstes Unternehmen der Welt ausgezeichnet. Der Technologie-Konzern setzte sich in der Rangliste an die Spitze einer Auswahl von 500 Unternehmen aus 30…

    mehr lesen: Schneider Electric als weltweit nachhaltigstes Unternehmen ausgezeichnet

  • SpiraTec integriert Tochterunternehmen

    SpiraTec integriert Tochterunternehmen

    Die Industrial Solutions M&B, eine 100-prozentige Tochterfirma der SpiraTec AG, ist zum 28. Juni 2024 mit der Muttergesellschaft verschmolzen.

    mehr lesen: SpiraTec integriert Tochterunternehmen

  • Wenn aus Schrott neuer Stahl wird

    Wenn aus Schrott neuer Stahl wird

    Mit über 2,2Mio.t verarbeitetem Schrott pro Jahr ist die Swiss Steel Group einer der größten Recycling-Betriebe Europas. Für seinen ’Green Steel’, also Stahl aus recyceltem Material, arbeitet das Unternehmen an…

    mehr lesen: Wenn aus Schrott neuer Stahl wird

  • Wie AnoWatch Abweichungen erkennt

    Wie AnoWatch Abweichungen erkennt

    Das am Fraunhofer IWU entwickelte System AnoWatch hilft, Fehler auf Karosserieteilen zu erkennen. Das Besondere: Das System wird mit fehlerfreien Bauteilen angelernt.

    mehr lesen: Wie AnoWatch Abweichungen erkennt

  • Neuer CEO für Bentley Systems

    Neuer CEO für Bentley Systems

    Bentley Systems hat einen neuen CEO. Mit Nicholas Cumins übernimmt erstmals eine Führungskraft, die nicht aus der Bentley-Familie stammt, die Geschicke des CAD-Spezialisten.

    mehr lesen: Neuer CEO für Bentley Systems

  • Eplan feiert 40-jähriges Firmenjubiläum

    Eplan feiert 40-jähriges Firmenjubiläum

    1984 wurde das Elektro-Engineering aus der Taufe gehoben und damit auch die Software, die dem Unternehmen Eplan seinen Namen gab. Das 40-jährige Bestehen wurde nun mit einer Veranstaltung im Nationalen…

    mehr lesen: Eplan feiert 40-jähriges Firmenjubiläum

  • Inneo und Klietsch gehen Partnerschaft ein

    Inneo und Klietsch gehen Partnerschaft ein

    Nach mehreren Jahrzehnten der Zusammenarbeit gehen Inneo und die Ingenieurgemeinschaft Klietsch eine strategische Partnerschaft ein.

    mehr lesen: Inneo und Klietsch gehen Partnerschaft ein

  • Fachpack nimmt die EU-Verpackungsverordnung in den Fokus

    Fachpack nimmt die EU-Verpackungsverordnung in den Fokus

    Wenn die Fachpack vom 24. bis 26. September im Messezentrum Nürnberg stattfindet, gibt die Fachmesse Einblicke in alle relevanten Themen der Verpackungswirtschaft.

    mehr lesen: Fachpack nimmt die EU-Verpackungsverordnung in den Fokus

  • Maschinen- und Anlagenbau mit deutlichen Ordereinbußen

    Maschinen- und Anlagenbau mit deutlichen Ordereinbußen

    Im Mai lagen die Bestellungen im Maschinenbau um real 27 Prozent unter ihrem Vorjahreswert. Ein großer Teil des Rückgangs führt der VDMA auf einen Basiseffekt zurück, sieht aber im Ergebnis…

    mehr lesen: Maschinen- und Anlagenbau mit deutlichen Ordereinbußen

  • Wie KI die Datensicherheit verbessert

    Wie KI die Datensicherheit verbessert

    Künstliche Intelligenz kann große Datenmengen schnell und präzise analysieren, um Muster und Anomalien zu erkennen. Das ist auch im Security-Bereich hilfreich. Forcepoint, ein Spezialist für IT-Sicherheit, nennt einige Beispiele, wie…

    mehr lesen: Wie KI die Datensicherheit verbessert