Jürgen Hamm von NetApp: „Damit der Mittelstand nicht abgehängt wird“

Was ist die Idee des AAS Dataspace for Everybody und wie grenzt sich dieser eventuell auch von anderen X-Projekten, wie etwa Manufacturing-X, ab?

NetApp Juergen Hamm e1741602505788
Bild: NetApp Deutschland GmbH

Jürgen Hamm: Wir grenzen uns nicht ab, sondern unterstützen die X-Projekte. Der Dataspace for Everybody ist für jene Unternehmen gedacht, die nicht den finanziellen Rahmen und das Skillset haben, um sich selbst mit dem Thema Datenräume außeinanderzusetzen. Die Idee dahinter ist, die Komplexität für diese Unternehmen zu reduzieren und ihnen so einen schnellen Einstieg zu ermöglichen. Die Projektpartner liefern alles, was dafür nötig ist – von Technologie über Beratung bis zu Implementierung.

Warum sind niedrige Einstiegshürden wichtig?

Haben Unternehmen entsprechende Expertise, dann dauert es aus der Erfahrung heraus – beispielsweise im Fall von Catena-X – etwa zwei bis vier Wochen, bis Unternehmen die Plattform produktiv nutzen können. Stellen Sie sich nun vor, Sie sind ein kleines mittelständisches Unternehmen und produzieren ein Bauteil, dass ein Automobilhersteller nutzen und künftig über Catena-X beziehen möchte. Der Schritt hin zum Datenraum ist für ein mittelständisches Unternehmen, das über keine Expertise auf diesem Gebiet verfügt, schwieriger umzusetzen. Mit dem Dataspace for Everybody gelingt dies per Knopfdruck.

Wie hängen der digitale Zwilling bzw. die Verwaltungsschale mit dem Dataspace zusammen?

Vereinfacht gesagt stellen Datenräume bzw. die X-Projekte einen Marktplatz dar, auf dem Unternehmen – rechtlich abgesichert – Informationen austauschen können. Der digitale Zwilling, bzw. die Twin Registry ist Teil der Referenzarchitektur eines solchen Datenraums. Warum? Man kann mit einem digitalen Zwilling nicht nur eine Maschine, sondern auch Personen und Prozesse digital abbilden. Benötigt ein Unternehmen für ein Fertigungsverfahren beispielsweise ein Teil von einem anderen Hersteller, bei dem vielleicht gewisse Spezifikationen austegauscht werden sollen, kann dies relativ leicht über den digitalen Zwilling realisiert werden. In diesem Zusammenhang spielt auch der digitale Produktpass eine Rolle. Zusätzlich sind die Themen Carbon Footprint sowie der Battery Pass Bereiche, die wir aktuell als Treiber für den digitalen Zwilling sehen.

Seiten: 1 2 3



  • Warum stockt die digitale Transformation

    Warum stockt die digitale Transformation

    In der neuen Expertise des Forschungsbeirats der Plattform Industrie 4.0 untersuchen die beiden Fraunhofer-Institute IAO und IPA die Gründe, warum die digitale Transformation in Unternehmen oftmals nur langsam vorankommt. Die…

    mehr lesen: Warum stockt die digitale Transformation

  • Dominik Bösl wird zweiter Geschäftsführer von Micropsi Industries

    Dominik Bösl wird zweiter Geschäftsführer von Micropsi Industries

    Dominik Bösl zukünftig als Geschäftsführer, gemeinsam mit Gründer Ronnie Vuine, das Berliner Robotik-Startups Micropsi Industries.

    mehr lesen: Dominik Bösl wird zweiter Geschäftsführer von Micropsi Industries

  • Japan weltweit größter Hersteller von Industrierobotern

    Japan weltweit größter Hersteller von Industrierobotern

    45 Prozent des weltweiten Roboterangebots kommt aus Japan. Wie die International Federation of Robotics mitteilt, wurden im Jahr 2020 136.069 Industrieroboter von dort aus exportiert.

    mehr lesen: Japan weltweit größter Hersteller von Industrierobotern

  • Intel investiert in europäische Chip-Fertigung

    Intel investiert in europäische Chip-Fertigung

    Intel investiert 17 Mrd.€ in zwei neue Halbleiterfabriken in Magdeburg. Insgesamt sollen der in den nächsten zehn Jahren bis zu 80Mrd.€ in die europäische Chip-Herstellung fließen.

    mehr lesen: Intel investiert in europäische Chip-Fertigung

  • QSolid entwickelt ersten deutschen Quantencomputer

    QSolid entwickelt ersten deutschen Quantencomputer

    25 Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Start-ups aus ganz Deutschland tun sich im im Projekt QSolid zusammen, an dessen Ende ein in Deutschland hergestellter Quantencomputer stehen soll.

    mehr lesen: QSolid entwickelt ersten deutschen Quantencomputer

  • Hohe Energiepreise belasten Unternehmen

    Hohe Energiepreise belasten Unternehmen

    Der Krieg in der Ukraine wirkt sich negativ auf deutsche Unternehmen aus. Laut einer Befragung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) sorgen vor allem hohe Energiepreise und fehlende Gaslieferungen für…

    mehr lesen: Hohe Energiepreise belasten Unternehmen

  • Maschinenbauer spüren die Auswirkungen des Krieges

    Maschinenbauer spüren die Auswirkungen des Krieges

    Der Krieg in der Ukraine wirkt sich auf die Maschinen- und Anlagenbauer aus. Laut Blitz-Umfrage des VDMA sehen 85 Prozent der Firmen den Krieg als gravierendes oder merkliches Risiko für…

    mehr lesen: Maschinenbauer spüren die Auswirkungen des Krieges

  • Omron ernennt CEO für EMEA-Region

    Omron ernennt CEO für EMEA-Region

    Fernando Colas soll bei Omron den Bereich Industrieautomation in der EMEA-Region leiten. Er löst damit Seigo Kinugawa ab.

    mehr lesen: Omron ernennt CEO für EMEA-Region

  • Immer mehr ICS-Schwachstellen werden offengelegt

    Immer mehr ICS-Schwachstellen werden offengelegt

    In ihrem ICS Risk & Vulnerability Report melden die Security-Spezialisten von Claroty, dass immer mehr Schwachstellen von industriellen Kontrollsysteme offengelegt werden. Laut Studienautoren sei dies ein Zeichen dafür, dass das…

    mehr lesen: Immer mehr ICS-Schwachstellen werden offengelegt

  • Splunk ernennt Gary Steele zum CEO

    Splunk ernennt Gary Steele zum CEO

    Seit November vergangenen Jahres fungiert Graham Smith als Interims-CEO bei Splunk. Ab April soll nun Gary Steele die Geschicke des Datenanalyse-Spezialisten leiten.

    mehr lesen: Splunk ernennt Gary Steele zum CEO

  • Omikron lässt Homeoffice-Anteil nicht ansteigen

    Omikron lässt Homeoffice-Anteil nicht ansteigen

    Zum Höhepunkt der Omikron-Welle im Februar ist der Homeoffice-Anteil im Vergleich zum Januar annähernd gleich geblieben und blieb nach Angaben des Ifo Instituts rund drei Prozentpunkte unter dem Höchstwert aus…

    mehr lesen: Omikron lässt Homeoffice-Anteil nicht ansteigen

  • Maschinenbauer starten mit Auftragsplus ins neue Jahr

    Maschinenbauer starten mit Auftragsplus ins neue Jahr

    Mit einem Auftragsplus von real 19 Prozent im Januar sind die Maschinen- und Anlagenbauer in das neue Jahr gestartet. Positive Signale kamen dabei sowohl aus dem Aus- als auch aus…

    mehr lesen: Maschinenbauer starten mit Auftragsplus ins neue Jahr