Was Deskless Worker bewegt

Teamwork professional engineer working heavy industry in factory engineering wear uniform industrial machine maintenance working in factory. professional worker control manufacturing
Bild: ©eakgrungenerd/stock.adobe.com

Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels im produzierenden Gewerbe beleuchtet eine aktuelle Studie von Inform in Zusammenarbeit mit dem Institut für Arbeitswissenschaft der RWTH Aachen die Herausforderungen und Motivationen von sogenannten Deskless Workers. Über einen Zeitraum von zwei Monaten wurden Mitarbeitende der Produktion, Teamleiter, Produktionsleiter und Dienstplaner aus unterschiedlichen Branchen befragt. Im Ergebnis sind gute Kommunikation (91 Prozent) und Wertschätzung (90 Prozent) für die Befragten fast genauso wichtig wie eine gute Bezahlung (92 Prozent). Dagegen sind schlechte Bezahlung (77 Prozent), mangelnde Wertschätzung (71 Prozent) und stressige Arbeitsbedingungen (70 Prozent) die Hauptgründe für Kündigungsabsichten. Um heute qualifizierte Arbeitskräfte zu finden und zu halten, sind neue Arbeitsformen in der Schichtarbeit notwendig, so die Studie.

Deutlich mehr als jeder Dritte (39 Prozent) der befragten Mitarbeitenden hatten in den vergangenen zwölf Monaten über eine Kündigung nachgedacht. Diese Tendenz stellt Arbeitgeber vor immense Herausforderungen, denn der Fachkräftemangel entwickelt sich zur zentralen Herausforderung unserer Zeit. Maschinenstillstände, verkürzte Öffnungszeiten und sinkende Servicequalität sind nur einige der gravierenden Folgen.

New Work für Deskless Worker

„Ursachen wie die zunehmende Akademisierung, der demographische Wandel und die schwächer werdende Bindung zum Arbeitgeber machen deutlich, dass traditionelle Ansätze nicht mehr ausreichen“, sagt Dr. Kai Kreisköther, Bereichsleiter Workforce Management bei Inform. So geht aus der Studie weiter hervor, dass 41 Prozent der Deskless Worker nach einer besseren Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben streben und 35 Prozent aller Befragten nach einer stärkeren Beteiligung an Entscheidungsprozessen.

324214 0724 PM Kreiskoether Kai INFORM
Dr. Kai Kreisköther – Bild: Inform GmbH

„Die Studie hebt hervor, dass flexible Arbeitsmodelle und digitale Mitarbeitereinbindung der Schlüssel zu einer stärkeren Mitarbeiterbindung sind“, so Kreisköther. Auffallend ist außerdem, so die Autoren, dass fast die Hälfte der Deskless Worker (47 Prozent) gesundheitlich unter ihren Arbeitszeiten leidet. Flexiblere und bedürfnisorientiertere Schichtpläne könnten hier Abhilfe schaffen. Zwar sehen nur 17 Prozent der Befragten in flexiblen Arbeitszeiten ein starkes Kriterium bei der Jobwahl, die Autoren erkennen jedoch Vorteile in solchen Modellen. So könnten Flex-Schichten, Arbeitszeitverkürzungen und eine bessere Berücksichtigung individueller Präferenzen sowohl die Bedürfnisse der Unternehmen als auch der Mitarbeitenden besser abdecken. Immerhin 64 Prozent der Befragten wünschen sich, dass ihre Arbeitszeitwünsche bei der Schichtplanung berücksichtigt werden.

Prioritäten verschoben

Die traditionelle Fokussierung auf die Auslastung der Maschinen sollte zunehmend der Verfügbarkeit von Mitarbeitenden als zentrale Ressource weichen, raten die Studienautoren. Arbeitszeitexperten wie Guido Zander würden die These stützen, dass die Flexibilisierung der Schichtarbeit das ‚New Work für Deskless Workers‘ darstellt. Dies umfasse direkte Interaktionen der Mitarbeitenden mit der Personaleinsatzplanung durch Wunschschichten, Schichttausch und Abwesenheitsmeldungen ebenso wie die effiziente Einplanung von Teilzeitkräften und die Reduktion von Leerzeiten.

Arbeitgeber sind eingeladen, an der ergänzenden Befragung für Entscheiderinnen und Entscheider aus Produktion, Produktionsplanung, HR und IT teilzunehmen. Weitere Informationen zur Studie und die Möglichkeit zur Teilnahme bietet die Website Studie 2024 Produktion – Personalarbeit in Schichtarbeit (workforceplus.de).

Über die Studie: Die Studie von Inform in Zusammenarbeit mit dem Institut für Arbeitswissenschaft der RWTH Aachen hat über einen Zeitraum von zwei Monaten die Herausforderungen und Motivationen von Deskless Worker beleuchtet. Insgesamt nahmen 500 Mitarbeitende der Produktion, Teamleiter, Produktionsleiter und Dienstplaner aus Automobil- und zulieferindustrie, Maschinen- und Anlagebau, Lebensmittelindustrie, Chemie- und Pharmaindustrie, Metallindustrie und Warentransport und -logistik teil. Ziel der Studie war es, die Arbeitsrealität von Deskless Worker abzubilden und Ansätze herauszufiltern, wie Schichtarbeit attraktiver gestaltet werden kann.



  • Cognizant erweitert IoT-Portfolio

    Cognizant erweitert IoT-Portfolio

    Mit der Übernahme des IoT-Spezialisten Bright Wolf, will der IT-Dienstleister Cognizant seine Expertise im Bereich Internet of Things erweitern.

    mehr lesen: Cognizant erweitert IoT-Portfolio

  • Schutz von Workstations

    Schutz von Workstations

    Stormshield erweitert seine Produktpalette mit Endpoint Security Evolution. Dabei handelt es sich um eine Lösung zum Schutz von Workstations, die speziell auf aktuelle Cybersicherheitsprobleme zugeschnitten ist.

    mehr lesen: Schutz von Workstations

  • Schutz industrieller Netzwerke und Automatisierungssysteme

    Schutz industrieller Netzwerke und Automatisierungssysteme

    Die Siemens-Netzwerkkomponenten der Scalance-SC-600-Familie zielen auf den Schutz von industriellen Netzwerken und Automatisierungssystemen durch die Segmentierung des Netzwerkes und sichere Kommunikationskanäle ab. Mit dem neuen Modell Scalance SC622-2C präsentiert der…

    mehr lesen: Schutz industrieller Netzwerke und Automatisierungssysteme

  • Stabilisierung, aber noch kein Ende der Krise

    Stabilisierung, aber noch kein Ende der Krise

    In vielen Ländern Europas scheint sich der Arbeitsmarkt zu stabilisieren. Darauf deuten die Zahlen des Europäischen Arbeitsmarktbarometers hin, das nun erstmals veröffentlicht wurde.

    mehr lesen: Stabilisierung, aber noch kein Ende der Krise

  • GBTEC und Proalpha arbeiten zusammen

    GBTEC und Proalpha arbeiten zusammen

    GBTEC und Proalpha haben angekündigt, zukünftig in den Bereichen Process Mining und Business Intelligence zusammenzuarbeiten. Kunden sollen so einen Mehrwert bei der digitalen Transformation erhalten.

    mehr lesen: GBTEC und Proalpha arbeiten zusammen

  • Mehr Schadprogramme, mehr Digitalisierung

    Mehr Schadprogramme, mehr Digitalisierung

    Mehr als eine Milliarde Schadprogramme verzeichnet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik im aktuellen Lagebericht. Und auch die Corona-Pandemie wirkt sich auf die aktuelle Sicherheitslage aus.

    mehr lesen: Mehr Schadprogramme, mehr Digitalisierung

  • Zwischen digitaler Transformation und steigender Komplexität

    Zwischen digitaler Transformation und steigender Komplexität

    CIOs setzen auf Automatisierung und KI, um wachsende Kluft zwischen begrenzten IT-Ressourcen und steigender Cloud-Komplexität zu überbrücken. Dies geht aus einer Studie von Dynatrace hervor.

    mehr lesen: Zwischen digitaler Transformation und steigender Komplexität

  • Aktuelle Lage verbessert, Erwartungen gehen zurück

    Aktuelle Lage verbessert, Erwartungen gehen zurück

    Die Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung gehen laut aktueller ZEW-Zahlen im Oktober zurück. Die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage hat sich jedoch erneut verbessert.

    mehr lesen: Aktuelle Lage verbessert, Erwartungen gehen zurück

  • Neues Trio an der MPDV-Spitze

    Neues Trio an der MPDV-Spitze

    Die MPDV hat seit Oktober drei neue Geschäftsführer. Nathalie Kletti, Thorsten Strebel und Jürgen Petzel stehen an der Spitze des Unternehmens.

    mehr lesen: Neues Trio an der MPDV-Spitze

  • Beschäftigtensituation im Maschinenbau bleibt angespannt

    Beschäftigtensituation im Maschinenbau bleibt angespannt

    Die Beschäftigtensituation im Maschinen- und Anlagenbau bleibt weiter angespannt. Im August ging die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Vormonat um weitere 2.165 auf 1,025 Millionen zurück. Damit sind fast…

    mehr lesen: Beschäftigtensituation im Maschinenbau bleibt angespannt

  • Flexibel und sicher

    Flexibel und sicher

    Helmholz erweitert sein Portfolio an Industrieroutern. Die bewährten REX-Geräte sind ab sofort auch mit zusätzlicher WAN (Wide Area Network)-Schnittstelle und Fallback-Mechanismus erhältlich.

    mehr lesen: Flexibel und sicher

  • Tower Factory wird Teil von Fuji Europe

    Tower Factory wird Teil von Fuji Europe

    Die Fuji Europe Corparation hat Tower-Factory, einen Anbieter von Lagerlogistiksystemen, übernommen. Kunden von Fuji Europe sollen dadurch Lösungen erhalten, die den gesamten Materialfluss abdecken.

    mehr lesen: Tower Factory wird Teil von Fuji Europe