Pilz informiert zum Cyber Resilience Act

Der Cyber Resilience Act (CRA) wurde kürzlich im Amtsblatt der EU veröffentlicht. Die Verordnung enthält Vorgaben an die Cybersicherheit von Produkten mit digitalen Elementen. 36 Monate haben betroffene Unternehmen nun Zeit, die im CRA enthaltenen Anforderungen umzusetzen. Bestimmte Meldepflichten sind bereits in den nächsten 21 Monaten zu erfüllen. Wer genau steht in der Pflicht? Und was wird im CRA gefordert? Das Safety-Unternehmen Pilz gibt Tipps zur Umsetzung.

Two businessmen talking in modern factory
Bild: ©Westend61/gettyimages.de / Pilz GmbH & Co. KG

EU-Rechtsakt zur Cyberresilienz: Das Ziel des CRA ist es, Verbraucher und Unternehmen besser vor Cyberangriffen zu schützen. Der CRA umfasst dafür eine Vielzahl an Vorgaben für Hersteller, Importeure und Händler von Produkten mit digitalen Elementen, die in der Lage sind, mit anderen Produkten zu kommunizieren. Dies schließt Hard- und Softwareprodukte mit ein. Betroffen sind also Produkte sowohl aus dem B2C-Bereich, wie etwa Smartphones oder Staubsaugerroboter, als auch aus dem B2B-Bereich, wie Steuerungen und Sensoren, aber auch reine Softwareprodukte wie Betriebssysteme. Der CRA wurde heute im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Die Verordnung tritt am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung in Kraft.

Die wichtigsten Anforderungen für Maschinenhersteller

  • Risikobewertung und -gewährleistung: Hersteller müssen Produkte so konzipieren und entwickeln, dass während des gesamten Produktlebenszyklus ein angemessenes Maß an Cybersicherheit gewährleistet ist.
  • Schwachstellenmanagement: Bekannte Schwachstellen sollen von dem Hersteller durch kostenlose Sicherheitsaktualisierungen beseitigt werden, sofern zwischen dem Hersteller und dem gewerblichen Nutzer nichts anderes vereinbart wurde.
  • Dokumentation: Hersteller müssen Schwachstellen und Komponenten ihrer Produkte identifizieren und dokumentieren.
  • Meldepflichten: Innerhalb 24 Stunden nach Bekanntwerden hat der Hersteller eine ausgenutzte Schwachstelle über die Meldeplattform der ENISA (European Union Agency for Cybersecurity) zu melden.

Was Maschinenhersteller jetzt tun können

Pilz empfiehlt allen Maschinenherstellern sich zeitnah mit den Anforderungen zu befassen und gemeinsam mit den Komponentenherstellern und den Betreibern Konzepte zur Zusammenarbeit zu entwickeln. In welcher Netzwerkzone soll eine Maschine betrieben werden? Wie soll mit Softwareupdates umgegangen werden? Wenn solche Fragen vorab geklärt sind, kann jeder Wirtschaftsakteur seine neuen organisatorischen und technischen Pflichten erfüllen. Pilz unterstützt seit Jahrzehnten Maschinenbauer und Anwender bei der Sicherheit ihrer Maschinen und Anlagen – auch bei den neuen Anforderungen zum Thema Industrial Security. Denn ohne Security ist eine Maschine samt getroffener Safety-Maßnahmen angreifbar und ungeschützt. Hier gilt es Vorsorgemaßnahmen zu treffen.

Praxistipps zur Umsetzung der CRA-Vorgaben

Stets auf dem Laufenden: Abonnements von Newslettern und RSS-Feeds auf eur-lex.europa.eu halten über Gesetzesänderungen auf EU-Ebene informiert. Das Common Security Advisory Framework (CSAF) ist ein standardisiertes und quelloffenes Framework zur Kommunikation und automatisierbaren Verteilung von maschinenverarbeitbaren Schwachstellen- und Mitigationsinformationen, sogenannten Security Advisories.



  • Accenture übernimmt Salt Solutions

    Accenture übernimmt Salt Solutions

    Der SAP-Partner und MES-Integrator Salt Solutions wird Teil von Accenture. Wie die Unternehmensberatung bekannt gab, ist die Vereinbarung bereits unterschrieben.

    mehr lesen: Accenture übernimmt Salt Solutions

  • Vertrauenswürdige Prozessoren aus Deutschland

    Vertrauenswürdige Prozessoren aus Deutschland

    Im Projekt Scale4Edge arbeiten 22 Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft an besonders vertrauenswürdiger Computerhardware. Entstehen soll ein skalierbares Edge-Computing-Ökosystem rund um die Risc-V-Architektur etwa für Industrieanwendungen, Heimautomation und selbstfahrende Autos.

    mehr lesen: Vertrauenswürdige Prozessoren aus Deutschland

  • Innovationsranking im produzierenden Mittelstand

    Innovationsranking im produzierenden Mittelstand

    Innovation gehört zu den drei wichtigsten Digitalisierungszielen im Mittelstand, gleich nach Mitarbeiterproduktivität und Prozessmodernisierung. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die im Auftrag des ERP-Anbieters Proalpha entstand. Doch wo ist…

    mehr lesen: Innovationsranking im produzierenden Mittelstand

  • Arbeitsmarktbarometer dreht ins Plus

    Arbeitsmarktbarometer dreht ins Plus

    Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im September 2020 um 1,7 Punkte auf 100,1 Punkte gestiegen. Erstmals seit Beginn der Corona-Krise liegt der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) damit nicht…

    mehr lesen: Arbeitsmarktbarometer dreht ins Plus

  • Ergänztes IT-Sicherheitskonzept für Profinet

    Ergänztes IT-Sicherheitskonzept für Profinet

    Parallel mit den ersten Profinet-Spezifikationen veröffentlichte PI ein umfassendes Security-Konzept, das in mehreren Schritten weiter detailliert und angepasst wurde.

    mehr lesen: Ergänztes IT-Sicherheitskonzept für Profinet

  • GIS und EAM fusionieren zu Rodias

    GIS und EAM fusionieren zu Rodias

    Innerhalb der Robur-Gruppe haben sich die Firmen GIS und EAM zusammengetan. Beide Firmen bringen langjährige Erfahrungen rund um die Instandhaltung, Wartung und das Anlagenmanagement in den Zusammenschluss ein. Als Rodias…

    mehr lesen: GIS und EAM fusionieren zu Rodias

  • Startups stellen Lösungen vor

    Startups stellen Lösungen vor

    Zehn IT-Sicherheitsanbieter haben Chance, als das beste Security-Startup der DACH-Region ausgezeichnet zu werden. Nachdem sie im Fachjuryentscheid überzeugen konnten, heißt es jetzt, im Speed-Pitch das Publikum zu gewinnen.

    mehr lesen: Startups stellen Lösungen vor

  • Hindernisse für den KI-Einsatz überwinden

    Hindernisse für den KI-Einsatz überwinden

    Trotz zahlreicher Innovationsmöglichkeiten zögern viele Unternehmen und Behörden noch bei der Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) im Bereich Cybersicherheit.

    mehr lesen: Hindernisse für den KI-Einsatz überwinden

  • Integrierte OT-Sicherheit

    Integrierte OT-Sicherheit

    Rhebo und Barracuda adressieren mit einer kombinierten Lösung vollumfängliche Cybersicherheit für industrielle Netzwerke und IIoT-Geräte.

    mehr lesen: Integrierte OT-Sicherheit

  • Credential Stuffing in der Medienbranche

    Credential Stuffing in der Medienbranche

    Angriffe auf Medienunternehmen durch Kontoübernahmen stiegen bereits zwischen 2018 und 2019 deutlich an. Im Zuge der diesjährigen Pandemie vervierfachten sich schädliche Anmeldeversuche sogar.

    mehr lesen: Credential Stuffing in der Medienbranche

  • Nutzung von Cloudanwendungen in Unternehmen

    Nutzung von Cloudanwendungen in Unternehmen

    Cloudanwendungen boomen: Aktuell gibt es nach Aussagen von führenden TÜV Rheinland-Experten mehr als 30.000 Cloudanwendungen weltweit, von denen Unternehmen aktiv durchschnittlich 1.500 Anwendungen nutzen – mit oder ohne Freigabe der…

    mehr lesen: Nutzung von Cloudanwendungen in Unternehmen

  • Schutz von Remote-Mitarbeitern

    Schutz von Remote-Mitarbeitern

    Um die Verwaltung der Cybersicherheit einfacher und zugänglicher zu gestalten, stellt SonicWall die Zero-Touch-fähigen Multi-Gbit TZ-Firewalls mit SD-Branch-Funktionen vor. Die neuen Firewalls TZ570 und TZ670 sind die ersten Desktop-Firewalls, die…

    mehr lesen: Schutz von Remote-Mitarbeitern