Während die Unternehmen im Frühjahr noch durchschnittlich mit einem Wachstum von 4 Prozent für das Jahr 2024 gerechnet hatten, ist die Erwartung mittlerweile auf 1,5 Prozent gesunken – liegt damit jedoch über den null Prozent des Vorjahres.

Preislücke zu chinesischen Wettbewerbern gibt Anlass zur Sorge

In der Umfrage wurden die Unternehmen auch zum Wettbewerb und der Preislücke zur chinesischen Konkurrenz befragt. Neun von zehn Befragten zeigen sich demnach besorgt über die zunehmende Konkurrenz durch lokale chinesische Unternehmen, davon 45 Prozent stark besorgt. Auf die Frage, ob die Preislücke geschlossen werden kann, antworten 37 Prozent mit „teilweise“, die Mehrheit von 55 Prozent hält dies jedoch für eher unwahrscheinlich. „Der Preisunterschied zu chinesischen Anbietern ist teils erheblich – qualitativ akzeptable Produkte werden von ihnen oft für weniger als die Hälfte des Preises angeboten. Dies wird vor allem in preissensiblen Drittmarkten spürbare Auswirkungen auf unsere Firmen haben“, erklärt Barkowsky.

Als Gründe für die bestehende Preislücke werden vor allem angegeben: generell niedrigere Kosten der chinesischen Wettbewerber (85 Prozent), die eigene Abhängigkeit von meist teureren Importen und importierten Komponenten (57 Prozent) sowie der Vorteil, den chinesische Unternehmen durch Skaleneffekte erzielen (50 Prozent). Staatliche Subventionen wurden von 29 Prozent als Grund genannt, aber auch Währungsschwankungen werden als nachteilig angesehen (25 Prozent). „Derzeitig profitieren neben der lokalen chinesischen Konkurrenz auch die Wettbewerber aus Japan, da der japanische Yen derzeitig sehr niedrig gehandelt wird. Das erhöht den Druck auf die VDMA-Mitglieder“, erklärt Daniel Yoo, Büroleiter des VDMA in Shanghai.

40 Prozent der Unternehmen gaben an, aktiv Maßnahmen zu ergreifen, um die Preislücke zu verringern. Weitere 45 Prozent tun dies in begrenztem Maße. Zu den Maßnahmen gehören etwa Lokalisierung, Effizienzsteigerungen und Anpassungen in der Lieferkette, um kostengünstigere Bezugsquellen zu erschließen.

Seiten: 1 2



  • Sabine Schaar wird Regional Vice President Sales bei Equinix

    Sabine Schaar wird Regional Vice President Sales bei Equinix

    Mit Sabine Schaar hat Equinix eine neue Vice President Sales für Deutschland. Schaar kommt von Capgemini Deutschland zu Equinix.

    mehr lesen: Sabine Schaar wird Regional Vice President Sales bei Equinix

  • Siemens mit leichten Umsatzeinbußen

    Siemens mit leichten Umsatzeinbußen

    Weniger Umsatz und weniger Aufträge. Die Siemens AG hat ihre Zahlen für das am 30. September abgelaufene Geschäftsjahr vorgestellt.

    mehr lesen: Siemens mit leichten Umsatzeinbußen

  • Mehr KI-Einsatz in der Industrie

    Mehr KI-Einsatz in der Industrie

    Die Deutschen stehen dem Einsatz von künstlicher Intelligenz im industriellen Umfeld positiv gegenüber. In anderen Bereichen fällt die Zustimmung laut einer Bosch-Studie jedoch geringer aus.

    mehr lesen: Mehr KI-Einsatz in der Industrie

  • Stratasys und nTopology arbeiten zusammen

    Stratasys und nTopology arbeiten zusammen

    Stratasys und nTopology wollen ihre Kräfte bündeln, um 3D-gedruckte Werkzeuge und Vorrichtungen für die Fertigung zu vereinfachen.

    mehr lesen: Stratasys und nTopology arbeiten zusammen

  • TÜV und Ponemon Institute veröffentlichen Studie

    TÜV und Ponemon Institute veröffentlichen Studie

    Die gesamte Wertschöpfungskette vor Cyberattacken zu schützen, zählt in der zunehmend digitalisierten Welt zu den größten Herausforderungen. Besonders der Industrie- und Fertigungsbranche fällt es schwer, Cyberrisiken in ihren Unternehmen und…

    mehr lesen: TÜV und Ponemon Institute veröffentlichen Studie

  • Neuer Managing Director bei Dassault Systèmes

    Neuer Managing Director bei Dassault Systèmes

    Mit Dominic Kurtaz hat Dassault Systèmes einen neuen Managing Director für Zentraleuropa ernannt. Zudem wurde das Vertriebsteam neu aufgestellt.

    mehr lesen: Neuer Managing Director bei Dassault Systèmes

  • S&T hebt Prognose an

    S&T hebt Prognose an

    Mehr Umsatz, ein besseres Ergebnis und angehobene Ziele für das laufende Geschäftsjahr. Der Technologiekonzern ist bisher vergleichsweise gut durch die aktuelle Krise gekommen. Verantwortlich dafür sind auch Zuwächse im Medizintechnikbereich.

    mehr lesen: S&T hebt Prognose an

  • Ein digitaler Zwilling für die Produktion

    Ein digitaler Zwilling für die Produktion

    Die Prostep AG, das Institut der Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen der Universität Hannover und die ISB wollen in einem gemeinsamen Projekt KMUs den digitalen Zwilling näher bringen.

    mehr lesen: Ein digitaler Zwilling für die Produktion

  • Produktionserwartungen der Industrie sind gedämpft

    Produktionserwartungen der Industrie sind gedämpft

    Nach mehreren Anstiegen in Folge, sind die Produktionserwartungen der deutschen Industrie im Oktober insgesamt etwas zurückgegangen. Eine Mehrzahl der Branchen plane jedoch eine Ausweitung der Produktion, so Ifo-Experte Klaus Wohlrabe.

    mehr lesen: Produktionserwartungen der Industrie sind gedämpft

  • Leadec übernimmt AVI GmbH

    Leadec übernimmt AVI GmbH

    Leadec hat zum 1. November die AVI GmbH übernommen. Das Unternehmen ist im Bereich Automation sowie produktionsnaher IT tätig.

    mehr lesen: Leadec übernimmt AVI GmbH

  • Inlandsorders wieder im Plus

    Inlandsorders wieder im Plus

    Der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland erholt sich schrittweise von den Folgen der Corona-Krise. Nach dem saisonalen Rückschlag im August zeigte der Auftragseingang im September 2020 wieder ein positives Bild.

    mehr lesen: Inlandsorders wieder im Plus

  • Mit ‘Sammi‘ Fremdkörper in Lebensmitteln aufspüren

    Mit ‘Sammi‘ Fremdkörper in Lebensmitteln aufspüren

    Fremdkörper in Lebensmittel können für Konsumenten gefährlich werden. Die etablierten Röntgenverfahren erkennen vor allem Metalle – Glas, Kunststoff und Holz stellen hingegen eine Herausforderung dar. Der Prototyp ‘Sammi‘ soll diese…

    mehr lesen: Mit ‘Sammi‘ Fremdkörper in Lebensmitteln aufspüren