Wie neue Freihandelsabkommen die industrielle Wertschöpfung unterstützen

Two shipping containers are being lifted by crane against clear blue sky symbolizing global trade and logistics. scene conveys sense of industrial strength and efficiency
Bild: ©BHP Studio/stock.adobe.com

Der Abschluss der laufenden EU-Freihandelsverhandlungen könnte die Wirtschaft in der EU ankurbeln und die negativen Auswirkungen der US-Zölle ausgleichen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Forschungsnetzwerks EconPol Europe, an dem das Ifo Institut als Koordinator beteiligt ist. Demnach würde sich die Wertschöpfung in der Industrie je nach Detailgrad der neuen Handelsabkommen dauerhaft um bis zu 1,1% erhöhen und die europäische Wirtschaftsleistung um 0,43%.

„Neue Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten, Indien, Australien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und den südostasiatischen Staaten könnten die europäische Wirtschaft mittelfristig wieder etwas ankurbeln, trotz der schädlichen Auswirkungen der US-Zölle auf den Welthandel“, sagt Ifo-Forscherin Lisandra Flach.

Von dem Abschluss neuer EU-Handelsabkommen würden demnach alle EU-Länder profitieren. Die deutsche Wirtschaftsleistung läge mittelfristig um bis zu 0,47% höher, die von Frankreich um bis zu 0,29% und die von Italien um bis zu 0,33%. Am stärksten würden Malta (1,91%), Belgien (1,14%) und Irland (1,13%) profitieren. „Ohne neue Handelsabkommen der EU würden die US-Strafzölle die europäische Wirtschaft mit 0,08% belasten. Besonders stark betroffen wäre die Industrie mit einem Wertschöpfungsverlust von 1,32%“, sagt Flach.

Die Studie untersucht die wirtschaftlichen Effekte neuer EU-Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten (Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay), Indien, Australien, Indonesien, Malaysia, Thailand und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Mit Mercosur, Indien, Australien und Indonesien sind die Abkommen bereits ausgehandelt und warten auf den Abschluss.



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