Wie Cyberkriminelle künstliche Intelligenz nutzen

0:000:00

Programmers in AI data center react to virus alert protecting critical systems
Bild: ©DC Studio/stock.adobe.com

Die Google Threat Intelligence Group (GTIG) gibt in ihrem AI Threat Tracker einen Überblick darüber, wie Cyberkriminelle künstliche Intelligenz (KI) einsetzen. Der Analyse zufolge haben sich die KI-gestützten Fähigkeiten von Bedrohungsakteuren deutlich weiterentwickelt.

Demnach nutzen Angreifer künstliche Intelligenz nicht mehr nur zur Steigerung ihrer Produktivität, sondern experimentieren mit neuen Funktionen und Szenarien. Sie setzen in aktiven Kampagnen neuartige, KI-gestützte Malware ein, die das Angriffsverhalten während der Ausführung dynamisch verändert. Diese Veränderung hat sich laut GTIG in den letzten Monaten vollzogen.

Weitere Ergebnisse des AI Threat Tracker

Die GTIG hat erstmals Malware-Familien wie Promptflux und Promptsteal identifiziert, die während der Ausführung Large Language Models (LLMs) verwenden. Diese Tools generieren dynamisch bösartige Skripte und verschleiern ihren eigenen Code, um nicht erkannt zu werden. Zudem nutzen sie KI-Modelle, um bösartige Funktionen nach Bedarf zu erstellen, anstatt sie fest in die Malware zu programmieren. Laut GTIG steckt diese Entwicklung zwar noch in den Kinderschuhen, stellt jedoch einen bedeutenden Schritt in Richtung autonomer und anpassungsfähiger Malware dar.

Bedrohungsakteure verwenden in ihren Prompts Social-Engineering-Methoden, um Sicherheitsvorkehrungen von KI-Tools zu umgehen. In einem Beispiel beschreibt Google etwa, dass sich Hacker als Studenten in einem ‚Capture the Flag‘-Wettbewerb oder als Cybersicherheitsforscher ausgegeben haben, um für die Entwicklung ihrer Tools bestimmte Informationen von dem KI-Assistenten Gemini zu bekommen, die sonst gesperrt wären.

Staatlich geförderte Akteure, beispielsweise aus Nordkorea, Iran oder der Volksrepublik China, nutzen Gemini, um alle Phasen ihrer Aktivitäten zu verbessern. Das reicht von der Aufklärung und Recherche über die Erstellung von Phishing-Ködern bis hin zum technischen Support für ihre ‚Command&Control‘-Maßnahmen und die Datenexfiltration.

Der Untergrundmarkt für illegale KI-Tools ist im Jahr 2025 gereift. Google hat mehrere multifunktionale Tools identifiziert, die Phishing, die Entwicklung von Malware und die Erforschung von Schwachstellen unterstützen. Solche Angebote senken die Einstiegshürde für weniger versierte Akteure drastisch.

Billy Leonard, Technischer Leiter der Google Threat Intelligence Group, erläutert: „Angreifer nutzen durchaus gängige KI-Plattformen – doch deren Schutzmechanismen sorgen dafür, dass viele auf Modelle aus dem kriminellen Untergrund zurückzugreifen. Solche Tools unterliegen keinen Beschränkungen und können weniger fortgeschrittenen Akteuren einen erheblichen Vorteil verschaffen. Derzeit sind mehrere vom ihnen verfügbar, und wir gehen davon aus, dass sie die Einstiegshürden für viele Kriminelle senken werden.“



  • Nach Lockdown: Vorsicht beim Hochfahren von Anlagen

    Nach Lockdown: Vorsicht beim Hochfahren von Anlagen

    Weltweit wurden in Folge der Coronavirus-Pandemie Unternehmen auf der ganzen Welt vorübergehend geschlossen. Nach der Phase des Stillstands bereiten sich nun viele Firmen auf die Wiedereröffnung vor.

    mehr lesen: Nach Lockdown: Vorsicht beim Hochfahren von Anlagen

  • Wirtschaftsleistung sinkt weltweit

    Wirtschaftsleistung sinkt weltweit

    Das Coronavirus stürzt fast die ganze Welt in eine Rezession. Das geht aus der neuesten Umfrage des Ifo-Instituts hervor, an der 1.000 Experten in 110 Ländern teilgenommen haben. Demnach könnte…

    mehr lesen: Wirtschaftsleistung sinkt weltweit

  • Unternehmen oftmals unzufrieden mit der DSGVO

    Unternehmen oftmals unzufrieden mit der DSGVO

    Die Unternehmen der deutschen Informationswirtschaft sind oftmals unzufrieden mit der im Mai 2018 in Kraft getretenen EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Das zeigt eine Umfrage des ZEW. Demnach überwiegen in jedem zweiten Unternehmen…

    mehr lesen: Unternehmen oftmals unzufrieden mit der DSGVO

  • Crate.io und M&M Software kooperieren

    Crate.io und M&M Software kooperieren

    Crate.io und M&M wollen künftig als Technologiepartner für die IoT-Datenbank CrateDB zusammenarbeiten.

    mehr lesen: Crate.io und M&M Software kooperieren

  • Sick erreicht prognostizierte Ziele für 2019

    Sick erreicht prognostizierte Ziele für 2019

    Sick hat im Geschäftsjahr 2019 seinen Umsatz um 7% auf 1,7Mrd.€ erhöht. Der Auftragseingang lag bei 1,8Mrd.€ (2018: 1,7Mrd.€).

    mehr lesen: Sick erreicht prognostizierte Ziele für 2019

  • Eine App zur Bauteilerkennung

    Eine App zur Bauteilerkennung

    In der Bildverarbeitung kommt künstliche Intelligenz seit langem zum Einsatz. Neuronale Netze erkennen beispielsweise Objekte des alltäglichen Lebens mit einer höheren Genauigkeit wieder als der Mensch. Forscher des Fraunhofer-Instituts für…

    mehr lesen: Eine App zur Bauteilerkennung

  • VDI ZRE veröffentlicht neue Prozesskette und Ressourcencheck

    VDI ZRE veröffentlicht neue Prozesskette und Ressourcencheck

    Durch industrielle biotechnologischen Prozesse ist es möglich, Güter ressourcenschonender und nachhaltiger zu produzieren. Das VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) hat als Online-Tool einen Prozess visualisiert, mit dem sich biotechnologische Verfahren…

    mehr lesen: VDI ZRE veröffentlicht neue Prozesskette und Ressourcencheck

  • Worauf CIOs achten sollten

    Worauf CIOs achten sollten

    Nicht Wachstum, sondern die Sicherung der Unternehmenszukunft steht während der Corona-Pandemie im Fokus der Unternehmen. Das Beratungsunternehmen Gartner hat diesbezüglich acht Maßnahmen identifiziert, die CIOs ergreifen sollten.

    mehr lesen: Worauf CIOs achten sollten

  • Digitalindex rutscht auf Tiefststand

    Digitalindex rutscht auf Tiefststand

    ITK-Unternehmen bewerten Geschäftslage noch als befriedigend, blicken aber pessimistisch in die Zukunft. Der Digitalindex des Branchenverbandes Bitkom rutschte auf den niedrigsten Wert seit seiner erstmaligen Erhebung.

    mehr lesen: Digitalindex rutscht auf Tiefststand

  • Kurzarbeit: Unternehmen wollen vorbereitet sein

    Kurzarbeit: Unternehmen wollen vorbereitet sein

    Etwa 55 Prozent der deutschen Unternehmen haben Kurzarbeit angezeigt. Darunter nicht nur Firmen, die stark von der Pandemie betroffen sind. Das geht aus einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft…

    mehr lesen: Kurzarbeit: Unternehmen wollen vorbereitet sein

  • Arbeitsmarktbarometer sinkt auf Tiefststand

    Arbeitsmarktbarometer sinkt auf Tiefststand

    Mit einem Stand von 93,5 Punkten weißt das IAB-Arbeitsmarktbarometer den niedrigsten Wert seit seiner erstmaligen Erhebung im Jahr 2008 auf.

    mehr lesen: Arbeitsmarktbarometer sinkt auf Tiefststand

  • KI und ERP für verbesserten Service

    KI und ERP für verbesserten Service

    Durch die Kooperation zwischen Proalpha und Empolis können Unternehmen ihren Servicemitarbeitern Wissen kontextsensitiv zur Verfügung stellen. Konkret wird Empolis Service Express in das ERP-System von Proalpha integriert.

    mehr lesen: KI und ERP für verbesserten Service