Der Supply-Chain-Spezialist PreWave warnt in seinem Vulnerability Report, dass die weltweite Chipversorgung von nur 21 Unternehmen abhängt, die zentrale Produktionsschritte kontrollieren. Dadurch können schon lokal begrenzte Ereignisse wie Naturkatastrophen oder geopolitische Spannungen globale Industrieprozesse und die KI-Entwicklung spürbar stören.
PreWave identifiziert fünf zentrale Engpässe: Bei Rohstoffen stammt rund 95 Prozent des High-Purity-Quartz aus einer Region in North Carolina; in der Wafer-Produktion dominieren wenige Anbieter, vor allem in Japan und Südkorea. Ein weiterer Flaschenhals sind Fertigungsmaschinen, insbesondere ASML bei EUV-Lithografie (für moderne Chips unter 7 nm) sowie einige wenige Schlüsselanbieter für Ätz- und Depositionsanlagen und kritische Komponenten. In der Chipfertigung selbst ist Taiwan der wichtigste Knotenpunkt: TSMC produziert den Großteil der modernsten Chips, Samsung ist der einzige relevante zweite Anbieter; neue Kapazitäten in USA und Europa brauchen Jahre. Auch Packaging und Test sind stark konzentriert (u. a. ASE, Amkor) und hängen von Spezialmaterialien wie ABF-Filmharz ab, was selbst bei stabiler Fertigung zu Lieferverzögerungen führen kann.
Zusätzlich betont PreWave „versteckte“ Abhängigkeiten: Viele Unternehmen erkennen Risiken erst tief in Tier-2 bis Tier-4 der Lieferkette. Lieferketten werden zudem zunehmend zum geopolitischen Instrument (Exportkontrollen, Sanktionen). PreWave empfiehlt, kritische Knotenpunkte früh zu identifizieren, Transparenz aufzubauen und mehrere geopolitische Szenarien in die Risikoplanung einzubeziehen.
* Diese Inhalte wurden mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt und können Fehler enthalten.
So sind selbst Unternehmen mit scheinbar diversifizierten Lieferketten faktisch von denselben wenigen Upstream-Produzenten abhängig. Diese strukturellen Abhängigkeiten bleiben oft verborgen, bis es zu einer tatsächlichen Störung kommt – zu einem Zeitpunkt, an dem alternative Beschaffungsoptionen meist nicht mehr kurzfristig verfügbar sind.
Lieferketten als geopolitisches Instrument
Prewave betont, dass diese Abhängigkeiten längst zu einem geopolitischen Machtinstrument geworden sind. Exportkontrollen, Sanktionen und Handelskonflikte beeinflussen direkt die Verfügbarkeit kritischer Technologien. Denn kein Wirtschaftsraum kann vollständig unabhängig operieren.
Für Unternehmen entsteht damit ein neues Risikoprofil: Zusätzlich zu operativen Störungen werden Lieferketten zunehmend durch geopolitische Entscheidungen beeinflusst. Prewave rät dazu, strukturelle Abhängigkeiten frühzeitig zu erkennen und mehrere geopolitische Szenarien parallel zu berücksichtigen. In der Transparenz über kritische Knotenpunkte der Lieferkette sieht der Supply Chain-Spezialist einen entscheidenden Faktor für Wettbewerbsfähigkeit und technologische Handlungsfähigkeit.
Neue Maschinen und Anlagen waren auch im vergangenen Jahr weltweit gefragt. Allerdings erfolgten die Geschäfte bereits unter erschwerten Bedingungen: Der Wandel in der Automobilindustrie, der Handelskrieg zwischen den USA und…
mehr lesen: Weltmarkt für Maschinen legt 2019 leicht zu
Die Hannover Messe kann dieses Jahr nicht stattfinden. Grund ist die zunehmend kritische Lage aufgrund der Covid-19-Pandemie und eine Untersagungsverfügung der Region Hannover.
Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität
mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion
Siemens-CEO Joe Kaeser hat den Aufsichtsrat darüber informiert, dass er keine Verlängerung seines Vertrages anstrebt. Er wird zum Aufsichtsratsvorsitzenden der Siemens Energy vorgeschlagen.
mehr lesen: Nächste Management-Generation bei Siemens
Die Industrie setzt IoT-Lösungen vornehmlich in der Produktion, bei der Zeiterfassung und in der Lagerverwaltung ein. Dies geht aus einer Befragung hervor, die Ende vergangenen Jahres durchgeführt wurde.
mehr lesen: Wie weit sind deutsche Unternehmen beim Internet of Things?
Bild: Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW)
Finanzmarktexperten rechnen damit, dass die Corona-Pandemie das globale reale Bruttoinlandsprodukt erheblich belasten wird. Insbesondere die deutsche Wirtschaft wird dabei stark in Mitleidenschaft gezogen. Mit Blick auf einzelne Branchen schwanken die…
mehr lesen: Weltwirtschaft vor erheblichen Wachstumsverlusten
Das Coronavirus könnte Deutschlands Wirtschaft Hunderte von Milliarden Euro Produktionsausfälle bescheren, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit in die Höhe schießen lassen und den Staatshaushalt erheblich belasten. Das geht aus aktuellen Berechnungen des…
mehr lesen: Corona-Krise könnte Hunderte von Milliarden Euro kosten
Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) geht in einer Vorausschau für das laufende Jahr davon aus, dass das BIP im Jahr 2020 um zwei Prozent sinken wird. Im Zuge…
mehr lesen: IAB rechnet mit BIP-Rückgang und steigenden Arbeitslosenzahlen
Mit Milton Guerry (Schunk USA) hat die International Federation of Robotics einen neuen Präsidenten. Klaus König (Kuka) übernimmt das Amt des Vizepräsidenten.
mehr lesen: IFR: Neuer Präsident und Vizepräsident
Mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Vereinbarung haben die Fraunhofer-Gesellschaft und IBM eine Kooperation gestartet, die Quantencomputing in Deutschland voranbringen soll.
mehr lesen: Fraunhofer-Gesellschaft und IBM starten Quantencomputing-Kooperation
Immer mehr Anbieter von Maschinen, Automatisierungstechnik und Industriesoftware integrieren künstliche Intelligenz in ihre Produkte. Das ganze Potenzial spielen selbstlernende Systeme aber erst aus, wenn sie passgenau auf ihren Einsatz in Fertigung und Büro zugeschnitten wurden. Über beide Möglichkeiten, als Fertiger die Vorzüge von industrieller KI zu nutzen, geht es im regelmäßig aktualisierten Themenheft Künstliche Intelligenz.
Um alle Potenziale eines MES umfassend ausnutzen zu können, beleuchten unsere Autoren in der Serie von MES Wissen Kompakt die erfolgskritischen Faktoren, um Fertigungsunternehmen präventiv zu steuern. Darüber hinaus präsentiert MES Wissen Kompakt ein breites Spektrum an Firmenportraits, Produkt- neuheiten und Dienst- leistungen im MES-Umfeld.
Ein Unternehmen, das sich mit der Auswahl eines ERP- Systems befasst, muss sich gleichsam mit einem viel- schichtigen Software-Markt und unklaren Interessen- lagen an interne Abwick- lungsprozesse auseinander- setzen. Guter Rat bei der Investitionsentscheidung ist teuer. ERP Wissen Kompakt unterstützt Sie bei der gezielten Investition in die IT-Infrastruktur.
Das Internet of Things verändert Produktwelten und die Vernetzung in der Fertigung gleichermaßen. Entstehende Ökosysteme laden zur einer neuen Form der Zusammenarbeit ein. Die Spezialausgabe IoT Wissen Kompakt informiert über die Technologie, Projektierung und Anbieter für die eigene Applikation, in- und außerhalb der Fabrik.
Hersteller von Automatisierungstechnik fügen eigene und von Partnern beigesteuerte IT- und Automatisierungskomponenten zunehmend zu Ökosystemen zusammen. CtrlX Automation von Bosch Rexroth ist mit über 100 Partnern eines der größten an Markt. Mit dem Portfolio lassen sich Automatisierungssysteme modular zusammenstellen und in die IT-Schicht integrieren.
Mittelständische Unternehmen investieren selbst in schwierigen Zeiten in Microsoft-Technologien, weil sie überzeugt sind, dass ihre Mitarbeiterproduktivität steigt und sich ihre Kostenstruktur bessert. Microsoft hat mit dem Microsoft-Partner-Network ein Netzwerk aufgebaut, das ein Forum für den Aufbau von Partnerschaften, Zugang zu Ressourcen und einen Rahmen für Dialoge und Kooperationen bietet.
Auf der Suche nach Innovation, nach neuen Lösungen und der Abgrenzung zum Mitbewerb vernetzen sich zunehmend mehr Unternehmen mit externen Experten und Partnern. SAP hat mit dem SAP-Ecosystem ein Netzwerk aufgebaut, das ein Forum für den Aufbau von Partnerschaften, Zugang zu Ressourcen und einen Rahmen für Dialoge und Kooperationen bietet.