Warum Maschinenidentitäten zur Sicherheitsfalle werden können

Digital fingerprint concept in blue and orange
Bild: ©wigglestick/stock.adobe.com

Automatisierung beschleunigt Prozesse, verbindet Systeme und spart Zeit. Bots, APIs, Cloud-Workloads oder RPA-Tools übernehmen Aufgaben, die früher menschlichen Mitarbeitenden vorbehalten waren. Doch auch die digitalen Helfer verwalten sich nicht selbst: Auch Maschinen brauchen Identitäten – und genau diese können für Unternehmen zu Herausforderungen werden. Der Governance-Spezialist SailPoint beschreibt, warum Maschinenidentitäten oft unbeachtet bleiben und welche Risiken dadurch entstehen können.

Was sind Maschinenidentitäten?

Maschinenidentitäten sind die digitalen Identitäten von nicht-menschlichen Entitäten (wie Software, Geräte oder Systeme) in einem Computernetzwerk, die für deren Authentifizierung und Autorisierung verwendet werden. Dazu zählen etwa Servicekonten für den Zugriff von Anwendungen auf Datenbanken, API-Schlüssel und OAuth-Tokens für den Datenaustausch mit Drittanbietern. Ebenso gehören aber auch Bot- und RPA-Konten für automatisierte Workflows oder IAM-Rollen in der Cloud dazu, die Maschinen temporäre Berechtigungen zuweisen. Im Grunde haben Maschinen damit ähnliche ‚Zugangsrechte‘ wie Mitarbeitende – jedoch fühlt sich in vielen Organisationen niemand so richtig für sie zuständig. Von Maschinenidentitäten zu unterscheiden sind KI-Agenten, die selbstständig Ziele verfolgen und handeln. Sie nutzen oft mehrere Maschinenidentitäten und bringen zusätzliche Komplexität mit, etwa durch Selbstmodifikation oder das Erzeugen von Unteragenten.

Herausforderungen im Umgang mit Maschinenidentitäten 1. Unsichtbar und unauffindbar

Das größte Problem besteht laut SailPoint darin, dass viele Maschinenidentitäten in Silos existieren und mit klassischen Tools kaum zu finden sind. Sie werden bei der Einrichtung eines Systems erstellt und anschließend oft nicht mehr beachtet.

2. Keine klare Zuständigkeit

Während menschliche Accounts einer konkreten Person zugeordnet sind, fehlt Maschinenidentitäten meist eine eindeutige Verantwortlichkeit. Wer pflegt ein Bot-Konto, wenn das zuständige Projektteam längst aufgelöst ist? Ohne jemanden, der sich kümmert, bleiben veraltete Identitäten lange bestehen und mit ihnen potenzielle Sicherheitslücken.

Seiten: 1 2 3



  • Leistungsstarkes KI-System am KIT installiert

    Leistungsstarkes KI-System am KIT installiert

    Als ein Werkzeug der Spitzenforschung ist künstliche Intelligenz (KI) heute unentbehrlich. Für einen erfolgreichen Einsatz – ob in der Energieforschung oder bei der Entwicklung neuer Materialien – wird dabei neben…

    mehr lesen: Leistungsstarkes KI-System am KIT installiert

  • Am Anfang steht das Ziel

    Am Anfang steht das Ziel

    Bei Digitalisierungsprojekten in Fertigungsunternehmen ist die Herangehensweise entscheidend. Der MES-Anbieter Industrie Informatik gibt sieben Tipps für Digiatlisierungsprojekte.

    mehr lesen: Am Anfang steht das Ziel

  • TeamViewer übernimmt Ubimax

    TeamViewer übernimmt Ubimax

    Mit Ubimax übernimmt TeamViewer einen Anbieter von Wearable-Computing-Technologien und Augmented-Reality(AR)-Lösungen. Durch der Akquise will das Göppinger Unternehmen sein Portfolio im Großkundensegment erweitern.

    mehr lesen: TeamViewer übernimmt Ubimax

  • Prüfen und kalibrieren mechanischer Messuhren

    Prüfen und kalibrieren mechanischer Messuhren

    Prüfungen von Messgeräten sind wichtig für die Qualität der Prüfergebnisse. Daher sind Messuhren regelmäßig auf Funktionalität zu prüfen und zu kalibrieren.

    mehr lesen: Prüfen und kalibrieren mechanischer Messuhren

  • Umsatzwachstum erst wieder 2021

    Umsatzwachstum erst wieder 2021

    In einer siebten Blitzumfrage des VDMA zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie geben 60 Prozent der Mitglieder an, dass sie erst im kommenden Jahr mit Umsatzsteigerungen rechnen. Die Unternehmen, die…

    mehr lesen: Umsatzwachstum erst wieder 2021

  • Positionspapier zur Gestaltung der Energiewende

    Positionspapier zur Gestaltung der Energiewende

    Die VDI-Fachgesellschaften Energie und Umwelt (GEU) sowie Mess- und Automatisierungstechnik (GMA) planen, ein Positionspapier zur Umsetzung der Energiewende zu erstellen.

    mehr lesen: Positionspapier zur Gestaltung der Energiewende

  • AAA in Essen und Chemnitz startbereit

    AAA in Essen und Chemnitz startbereit

    Die All About Automation Messen am 9. und 10. September in Essen und am 23. und 24. September in Chemnitz sind startbereit. Das Konzept für eine sichere und erfolgreiche Besucher/Aussteller-Interaktion…

    mehr lesen: AAA in Essen und Chemnitz startbereit

  • SAP und Siemens arbeiten an gemeinsamen Lösungen

    SAP und Siemens arbeiten an gemeinsamen Lösungen

    Im Rahmen einer Partnerschaft wollen Siemens und SAP ihre sich ergänzenden Softwarelösungen für Product Lifecycle, Supply Chain und Asset Management kombinieren.

    mehr lesen: SAP und Siemens arbeiten an gemeinsamen Lösungen

  • Cybersicherheit für Ethernet-Antriebe

    Cybersicherheit für Ethernet-Antriebe

    Industrielle Netzwerke werden mit dem Internet der Dinge immer offener für die gefürchtete Cyberkriminalität. Umso wichtiger ist es, die kommunizierenden Komponenten davor zu schützen.

    mehr lesen: Cybersicherheit für Ethernet-Antriebe

  • SSD mit mehrschichtigem Datenschutz

    SSD mit mehrschichtigem Datenschutz

    Wem seine Daten wichtig sind, setzt auf mehr als nur eine Sicherheitslösung. Lokale Backup- oder Cloudlösungen sind ein Weg, seine Daten zu sichern. Wird der PC allerdings entwendet, durch Dritte…

    mehr lesen: SSD mit mehrschichtigem Datenschutz

  • Geschäftsklima erholt sich

    Geschäftsklima erholt sich

    Die Corona-Krise hat die deutsch Elektroindustrie in den vergangenen Monaten hart getroffen. Auch der Mai brachte trotz erster Lockerungen Verluste für die Branche.

    mehr lesen: Geschäftsklima erholt sich

  • Wie ist die Stimmung in der Fertigungsindustrie

    Wie ist die Stimmung in der Fertigungsindustrie

    In einer Studie des IIoT-Spezialisten Relayr wurden je 100 Unternehmen in den USA und in Deutschland zu aktuellen Entwicklungen während der Coronakrise befragt. Dabei zeigen sich sogar positive Effekte.

    mehr lesen: Wie ist die Stimmung in der Fertigungsindustrie