Von der 6G-Forschung zum 6G-Transfer

0:000:00

Technology transformation change from 5G to 6G Silhouette businessman jumping from 5G cliff to 6G cliff on blue sky
Bild: ©Dilok/stock.adobe.com

Im Januar 2026 startet unter Koordination von Professor Haris Gačanin vom Lehrstuhl für Verteilte Signalverarbeitung der RWTH Aachen das Projekt ‚6GEM+: Wertorientierte 6G-Kommunikationssysteme für die vernetzte digitale Industrie‘, welches die Entwicklung der sechsten Mobilfunkgeneration vorantreiben und gleichzeitig Impulse für den Transfer in Anwendungen wie die Industrieautomation und Logistik setzen soll.

Ziel ist es, die Effizienz und Zuverlässigkeit von Kommunikationssystemen zu verbessern sowie neue Anwendungsmöglichkeiten in verschiedenen Sektoren zu erschließen. Neben der RWTH Aachen sind die TU Dortmund, die Ruhr-Universität Bochum, das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT und das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML am Projekt beteiligt. Das Vorhaben wird ab 2026 für vier Jahre durch das Förderprogramm ‚6G-Transfer-Hubs‘ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) mit 25Mio.€ gefördert.

Anforderungen an 6G

Als wichtige Anforderungen für die Weiterentwicklung des 5G-Mobilfunkstandards nennen die Beteiligten insbesondere integriertes KI-Computing und Echtzeitübertragung, extrem geringe Latenzzeiten und hohe Zuverlässigkeit. Diese können mit 5G-Systemen nicht vollständig erfüllt werden. Die Projektpartner werden bei ihrem Vorhaben von weiteren assoziierten Partnern aus der Industrie unterstützt, die als Use-Case-Mentoren fungieren.

Weltweit wird an der sechsten Mobilfunkgeneration geforscht, was laut den Projektbeteiligten die immense Bedeutung von 6G als Schlüsseltechnologie der Zukunft verdeutlicht. Auch Deutschland hat bereits eigene 6G-Forschungsprogramme initiiert. Hier hat sich der vom BMFTR geförderte ‚6GEM Research Hub‘ in den vergangenen Jahren bereits international etabliert. Der ‚6GEM+ Transfer Hub‘ wird auf der Arbeit von 6GEM aufbauen.

Physische und virtuelle Welten verbinden

Die Verbindung physischer und virtueller Welten ist ein zentrales Ziel der seit 2021 entwickelten 6G-Technologien. Diese Technologien bringen auch neue Herausforderungen für Mobilfunknetze mit sich, da sie mit deutlich höheren Leistungsanforderungen einhergehen. Die Vision der Industrie der Zukunft basiert auf robuster Kommunikation, adaptiven Systemen und zuverlässiger Netzabdeckung. Das Projekt wird sich dabei auf 6G-Anwendungen in Nordrhein-Westfalen und Deutschland konzentrieren, darunter KI-basierte Produktion, hochdynamische Logistik und innovative Mobilitätskonzepte.

Die Forschung des Projekts will sich auf innovative 6G-Technologien konzentrieren, die in Laborumgebungen und großskaligen Testfeldern erprobt werden. Das soll sicherstellen, dass sie den Anforderungen der Industrie gerecht werden. Die Entwicklung neuer Konzepte wird durch Analysen und Simulationen unterstützt, wobei der Fokus auf anwendungsspezifischen Lösungen liegt.



  • Vier von fünf Unternehmen beklagen zunehmende Bürokratie

    Vier von fünf Unternehmen beklagen zunehmende Bürokratie

    Rund 80% der Unternehmen in Deutschland berichten in einer Befragung des Instituts der deutschen Wirtschaft von einem gestiegenen Aufwand für die Erfüllung gesetzlicher Berichts- und Dokumentationspflichten in den vergangenen drei…

    mehr lesen: Vier von fünf Unternehmen beklagen zunehmende Bürokratie

  • Harting eröffnet Kompetenzzentrum für 3D-Druck

    Harting eröffnet Kompetenzzentrum für 3D-Druck

    Die Harting Technologiegruppe baut ihre Kompetenzen im Bereich 3D-Druck aus und eröffnet das ‚Center of Competence Additive Manufacturing‘ im Werk Rahden.

    mehr lesen: Harting eröffnet Kompetenzzentrum für 3D-Druck

  • ZVEI sieht weiteren Vereinfachungsbedarf der KI-Regulatorik

    ZVEI sieht weiteren Vereinfachungsbedarf der KI-Regulatorik

    Das Plenum des EU-Parlaments stimmt in der ersten Lesung über seine Position zum KI-Omnibus ab. ZVEI-Geschäftsführerin Sarah Bäumchen unterstützt in den Reformwillen und fordert weitere Vereinfachungen beim AI Act.

    mehr lesen: ZVEI sieht weiteren Vereinfachungsbedarf der KI-Regulatorik

  • Forschungsbeirat Industrie 4.0 widmet sich Physical AI

    Forschungsbeirat Industrie 4.0 widmet sich Physical AI

    Die dritte Ausgabe von ‚Industrie 4.0 Forschung in Kürze‘ des Forschungsbeirats Industrie 4.0 widmet sich den Möglichkeiten von Physical Artificial Intelligence (Physical AI) in der Industrie.

    mehr lesen: Forschungsbeirat Industrie 4.0 widmet sich Physical AI

  • Logimat-Preis für bestes Produkt verliehen

    Logimat-Preis für bestes Produkt verliehen

    Im Rahmen der Logimatwurde der Preis ‚Logimat Best Product‘ in drei Kategorien verliehen.

    mehr lesen: Logimat-Preis für bestes Produkt verliehen

  • Spezielle Chips für reduzierten KI-Energieverbrauch

    Spezielle Chips für reduzierten KI-Energieverbrauch

    Im Rahmen des KI-Leuchtturmprojekts ‚Eki‘ hat ein Forschungsteam unter der Leitung der Universität Paderborn an der Verbesserung der Energieeffizienz von KI-Systemen gearbeitet und Methoden entwickelt, mit denen sich der Energieverbrauch…

    mehr lesen: Spezielle Chips für reduzierten KI-Energieverbrauch

  • Neues Mitglied im Aufsichtsrat von Wibu-Systems

    Neues Mitglied im Aufsichtsrat von Wibu-Systems

    Wibu-Systems, ein Spezialist für Softwareschutz, Lizenzierung und Cybersicherheit, hat Prof. Dr. Jörn Müller-Quade in den Aufsichtsrat berufen.

    mehr lesen: Neues Mitglied im Aufsichtsrat von Wibu-Systems

  • SEW-Eurodrive und Safelog entwickeln Softwaresystem für die Intralogisik

    SEW-Eurodrive und Safelog entwickeln Softwaresystem für die Intralogisik

    Im Rahmen der Fachmesse Logimat haben SEW-Eurodrive und Safelog eine strategische Partnerschaft bekannt gegeben.

    mehr lesen: SEW-Eurodrive und Safelog entwickeln Softwaresystem für die Intralogisik

  • KIT-Forschende entwickeln Technologie für lichtbasierte Datenverbindungen

    KIT-Forschende entwickeln Technologie für lichtbasierte Datenverbindungen

    Ein neuartiges Bauteil, das durch eine fortschrittliche Fertigungstechnologie eine sehr schnelle, sparsame und verlässliche Datenübertragung ermöglicht, haben Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der École Polytechnique Fédérale de…

    mehr lesen: KIT-Forschende entwickeln Technologie für lichtbasierte Datenverbindungen

  • PTC tritt dem ZVEI bei

    PTC tritt dem ZVEI bei

    PTC ist dem ZVEI beigetreten und will in diesem Rahmen seine Expertise in den Bereichen digitale Geschäftsmodelle, industrielle künstliche Intelligenz (KI) und datenbasierte Wertschöpfung in die Verbandsarbeit einbringen.

    mehr lesen: PTC tritt dem ZVEI bei

  • Unternehmen setzen auf KI, aber es muss sich auch lohnen

    Unternehmen setzen auf KI, aber es muss sich auch lohnen

    Laut einer Untersuchung von TE Connectivity treibt die deutsche Industrie den Einsatz von künstlicher Intelligenz und Automatisierung mit hoher Geschwindigkeit voran.

    mehr lesen: Unternehmen setzen auf KI, aber es muss sich auch lohnen

  • Ein Chatbot für den Wissenstransfer

    Ein Chatbot für den Wissenstransfer

    Wenn Fachkräfte ein Unternehmen verlassen, geht auch oft Knowhow verloren. Im Projekt ‚Stark‘ untersuchen Forschende des Fraunhofer IPK gemeinsam mit der BSP Business and Law School – Hochschule für Management…

    mehr lesen: Ein Chatbot für den Wissenstransfer