VDMA zeichnet Abschlussarbeiten junger Talente aus

24 12 05 PM Nachwuchspreis Bild
Bild: VDMA e.V.

Gemeinsam mit der Abteilung Bildung des VDMA würdigt der VDMA Software und Digitalisierung exzellente Absolventinnen und Absolventen zum achten Mal mit dem Nachwuchspreis „Digitalisierung im Maschinenbau“. Die Arbeiten stammen aus den Fachbereichen Ingenieurwissenschaften und Informatik und verbinden Theorie und Praxis. Für den diesjährigen Nachwuchspreis wurden 20 Absolventinnen und Absolventen in den Kategorien Bachelor und Master/Diplom nominiert. Vier von ihnen wurden nun ausgezeichnet:

Markus Senger, Student an der Fachhochschule Oberösterreich, erhält den 1. Preis in der Kategorie Masterarbeit. Die Arbeit, betreut von Dr. Georg Hackenberg und entstand am Campus Wels in Zusammenarbeit mit der STIWA Group. Senger entwickelte eine Lösung zur effizienten Generierung digitaler Zwillinge für Fertigungsanlagen. Der Fokus lag darauf, redundante Arbeitsschritte im Erstellungsprozess zu vermeiden und den Ansatz an die Arbeitsweise der Konstruktionsabteilung anzupassen. Die Lösung ermöglicht ein schnelleres Erstellen digitaler Abbilder von Fertigungsanlagen und trägt dadurch dazu bei, potenzielle Fehler in den Anlagen frühzeitig zu erkennen.

Jerome Stock, Wirtschaftsingenieurwesen-Absolvent der Technische Universität Darmstadt, erhält den 2. Preis in der Kategorie Masterarbeit. Die Arbeit entstand am Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen bei Prof. Dr. Prof. Matthias Weigold in Kooperation mit der Liebherr Hydraulikbagger GmbH. In seiner Masterarbeit steigerte Stock die Resilienz einer energiebewussten Produktionsplanungs-Architektur. Die Architektur mit OPC UA-Schnittstelle ermöglicht nun die Ausführung von Produktionsaufträgen im Produktionssystem und bei Maschinenstörungen die Reaktion der Produktionsplanung. Tests in einer Simulationsumgebung mit realen Fertigungsdaten zeigten bei simultaner Optimierung von energie- und fertigungsbezogenen Kriterien reduzierte Energiekosten.

Tom Meister, Student der Fakultät Maschinen und Systeme an der Hochschule Esslingen – University of Applied Sciences wird mit dem 1. Preis in der Kategorie Bachelorarbeit ausgezeichnet. Die Arbeit entstand in enger Zusammenarbeit mit der Optima Consumer GmbH und wurde von Prof. Dr.-Ing. Gernot Frank an der Hochschule Esslingen sowie von Philipp Rösner und Tom Kärcher seitens der Optima Consumer betreut. Im Rahmen der Arbeit wurde die Energie- und Ressourceneffizienz von Servoantrieben untersucht. Ziel war es, Verbesserungspotentiale im Auslegungsprozess von Motoren und Getrieben zu identifizieren, diesen zu optimieren und in den bestehenden Entwicklungsprozess zu integrieren. Anhand einer realen Applikation in einer Verpackungsmaschine wurden die theoretischen Erkenntnisse in der Praxis validiert.

Marta Mrowczynski, Studentin an der FH Aachen University of Applied Sciences, erhält den 2. Preis in der Kategorie Bachelorarbeit. Die Arbeit, welche von Prof. Dr.-Ing. Frank Hartung betreut wurde, untersucht die Bedeutung und das Potenzial von Large Language Modellen (LLM) mit dem Ziel, Supportprozesse in Service & Maintenance zu optimieren. Dabei wurde ein innovativer KI-basierter Chatbot entwickelt, der Anfragen mit KI-generierten Videos beantwortet. Das Projekt wurde mit dem Aachener Software Scale-Up oculavis GmbH umgesetzt und im Rahmen einer Nutzerstudie mit 60 Kunden aus dem Maschinenbau und der produzierenden Industrie validiert. Der entwickelte Chatbot konnte Anfragen um 35 Prozent schneller und 16 Prozent präziser beantworten und ist bei Nutzenden beliebter im Vergleich zu konventionellen Support-Technologien.



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  • Lösungen für Einsatz künstlicher Intelligenz in der Produktion

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    Im Projekt ‚Datenfabrik.NRW‘ erarbeiten vier Fraunhofer-Institute (Entwurfstechnik Mechatronik IEM, Materialfluss und Logistik IML, Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB und Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS) Anwendungen für den Einsatz von künstlicher…

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