Unternehmen investieren in Cybersicherheit und KI

Futuristic Design Factory Digitalization with Information Lines
Bild: ©Gorodenkoff/stock.adobe.com

Die Var Group, ein Anbieter digitaler Dienstleistungen, hat eine Studie veröffentlicht, in der die Autoren die Einstellungen, Entwicklungen und Hürden im Kontext der digitalen Transformation untersuchen. Die Studie basiert auf einer Online-Befragung von 309 Unternehmen aus den Produktions- und Dienstleistungsbranchen in Deutschland (104), Spanien (100) und Italien (105). Demnach spielt die digitale Transformation in allen Ländern eine zentrale Rolle – der Schwerpunkt liegt dabei auf Cybersicherheit. Deutsche Unternehmen setzen daneben stark auf Data Science. Zukünftig rückt künstliche Intelligenz (KI) in den Fokus.

Arbeit an der Cybersicherheit

Der Studie zufolge ist Cybersecurity in allen untersuchten Ländern der wichtigste Bereich, an dem Unternehmen aktiv arbeiten – in Deutschland für 63% der Unternehmen, in Italien für 60% und in Spanien für 61%. Zusätzlich fokussieren 60% der deutschen Unternehmen Fortschritte in Data Science, deutlich mehr als italienische (38%) oder spanische Unternehmen (39%). „Deutsche Unternehmen setzen auf Wissensgewinne durch Datenanalyse, während in den südlichen Ländern die Verbesserung der digitalen Customer Experience eine wichtigere Rolle spielt“, sagt Stephan Häfele, CEO der Var Group.

Für die Zukunft sehen 58% der deutschen Unternehmen in KI und Workflows mit KI-Agenten den größten Investitionsbedarf. Damit löst KI Cybersicherheit ab, in der 54% der deutschen Unternehmen Investitionsbedarf sehen. Auch spanische Unternehmen wollen den Fokus auf KI setzen, während sie Investments in die IT-Beratung und Cloud-Transformation und IT-Modernisierung ähnlich wichtig einschätzen. In Italien bleibt Cybersicherheit mit Abstand führend, gefolgt von KI.

Mit der richtigen Strategie zu Wettbewerbsvorteilen

Unabhängig der Investitionsfelder planen 85% der deutschen Unternehmen, ihre Budgets für digitale Transformation zu erhöhen, 5% wollen zukünftig weniger investieren. 99% betrachten die richtige Digitalstrategie als wichtig oder sehr wichtig, um Wettbewerbsvorteile zu erzielen.

Für Italien und Spanien zeichnet die Studie ein ähnliches Bild: 97% der italienischen und 93% der spanischen Unternehmen sehen die richtige Digitalstrategie als maßgeblich für Wettbewerbsvorteile. Jeweils etwa 80% der Unternehmen planen, künftig mehr für die digitale Transformation auszugeben.

Als wichtigsten Grund für Investitionen nannten die meisten deutschen Unternehmen ‚Verbesserung der betrieblichen Effizienz und Kostensenkung‘ (57%) – so auch italienische und spanische Betriebe.

„Aufgrund der europäischen Wirtschaftslage verwundert das nicht“, sagt Stephan Häfele. Überraschend sei dennoch die zentrale Rolle von Cybersicherheit, da sich diese nicht direkt auf Effizienz auswirke. Laut Häfele verdeutlicht dies die Angst vor Totalausfällen durch Cyberattacken.

Integration neuer Systeme ist oft ein Hindernis

Dementsprechend sehen etwa die Hälfte der deutschen Unternehmen (52%) Cybersicherheitsbedenken als eine der größten Hürden der digitalen Transformation. Ebenso groß ist der Anteil, der den Fachkräftemangel als zentrales Hindernis bewertet. Als größtes Problem nennen die deutschen Unternehmen (53%) die Integration neuer digitaler Lösungen in bestehende Systeme. Budgetbeschränkungen hingegen stellen nur für 22% eine Hürde dar.

Seiten: 1 2



  • Japan weltweit größter Hersteller von Industrierobotern

    Japan weltweit größter Hersteller von Industrierobotern

    45 Prozent des weltweiten Roboterangebots kommt aus Japan. Wie die International Federation of Robotics mitteilt, wurden im Jahr 2020 136.069 Industrieroboter von dort aus exportiert.

    mehr lesen: Japan weltweit größter Hersteller von Industrierobotern

  • Intel investiert in europäische Chip-Fertigung

    Intel investiert in europäische Chip-Fertigung

    Intel investiert 17 Mrd.€ in zwei neue Halbleiterfabriken in Magdeburg. Insgesamt sollen der in den nächsten zehn Jahren bis zu 80Mrd.€ in die europäische Chip-Herstellung fließen.

    mehr lesen: Intel investiert in europäische Chip-Fertigung

  • QSolid entwickelt ersten deutschen Quantencomputer

    QSolid entwickelt ersten deutschen Quantencomputer

    25 Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Start-ups aus ganz Deutschland tun sich im im Projekt QSolid zusammen, an dessen Ende ein in Deutschland hergestellter Quantencomputer stehen soll.

    mehr lesen: QSolid entwickelt ersten deutschen Quantencomputer

  • Hohe Energiepreise belasten Unternehmen

    Hohe Energiepreise belasten Unternehmen

    Der Krieg in der Ukraine wirkt sich negativ auf deutsche Unternehmen aus. Laut einer Befragung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) sorgen vor allem hohe Energiepreise und fehlende Gaslieferungen für…

    mehr lesen: Hohe Energiepreise belasten Unternehmen

  • Omron ernennt CEO für EMEA-Region

    Omron ernennt CEO für EMEA-Region

    Fernando Colas soll bei Omron den Bereich Industrieautomation in der EMEA-Region leiten. Er löst damit Seigo Kinugawa ab.

    mehr lesen: Omron ernennt CEO für EMEA-Region

  • Maschinenbauer spüren die Auswirkungen des Krieges

    Maschinenbauer spüren die Auswirkungen des Krieges

    Der Krieg in der Ukraine wirkt sich auf die Maschinen- und Anlagenbauer aus. Laut Blitz-Umfrage des VDMA sehen 85 Prozent der Firmen den Krieg als gravierendes oder merkliches Risiko für…

    mehr lesen: Maschinenbauer spüren die Auswirkungen des Krieges

  • Immer mehr ICS-Schwachstellen werden offengelegt

    Immer mehr ICS-Schwachstellen werden offengelegt

    In ihrem ICS Risk & Vulnerability Report melden die Security-Spezialisten von Claroty, dass immer mehr Schwachstellen von industriellen Kontrollsysteme offengelegt werden. Laut Studienautoren sei dies ein Zeichen dafür, dass das…

    mehr lesen: Immer mehr ICS-Schwachstellen werden offengelegt

  • Splunk ernennt Gary Steele zum CEO

    Splunk ernennt Gary Steele zum CEO

    Seit November vergangenen Jahres fungiert Graham Smith als Interims-CEO bei Splunk. Ab April soll nun Gary Steele die Geschicke des Datenanalyse-Spezialisten leiten.

    mehr lesen: Splunk ernennt Gary Steele zum CEO

  • Omikron lässt Homeoffice-Anteil nicht ansteigen

    Omikron lässt Homeoffice-Anteil nicht ansteigen

    Zum Höhepunkt der Omikron-Welle im Februar ist der Homeoffice-Anteil im Vergleich zum Januar annähernd gleich geblieben und blieb nach Angaben des Ifo Instituts rund drei Prozentpunkte unter dem Höchstwert aus…

    mehr lesen: Omikron lässt Homeoffice-Anteil nicht ansteigen

  • Maschinenbauer starten mit Auftragsplus ins neue Jahr

    Maschinenbauer starten mit Auftragsplus ins neue Jahr

    Mit einem Auftragsplus von real 19 Prozent im Januar sind die Maschinen- und Anlagenbauer in das neue Jahr gestartet. Positive Signale kamen dabei sowohl aus dem Aus- als auch aus…

    mehr lesen: Maschinenbauer starten mit Auftragsplus ins neue Jahr

  • Heller beteiligt sich an IGH Infotec

    Heller beteiligt sich an IGH Infotec

    Der Werkzeugmaschinenbauer Heller beteiligt sich an IGH Infotec. Dadurch soll die langjährige Zusammenarbeit beider Unternehmen intensiviert werden.

    mehr lesen: Heller beteiligt sich an IGH Infotec

  • Gedruckte Funktionalität für 3D-Objekte

    Gedruckte Funktionalität für 3D-Objekte

    Das Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS befasst sich mit Drucktechnologien zur Funktionalisierung von 3D-Objekten. Die Anwendungen reichen von der Kontaktierung einzelner Mikrochips in Elektroniksystemen bis zu großflächigen Heizstrukturen für Sitze.

    mehr lesen: Gedruckte Funktionalität für 3D-Objekte