Telekom und Nvidia schaffen KI-Rechenzentrum für die Industrie

v.r.n.l.: Dorothee Bär (Bundesministerin für für Forschung, Technologie und Raumfahrt), Jensen Huang (CEO NVIDIA), Tim Höttges (CEO Deutsche Telekom), Dr. Karsten Wildberger (Bundesmister für Digitales und Staatsmodernisierung)
v.r.n.l.: Dorothee Bär (Bundesministerin für für Forschung, Technologie und Raumfahrt), Jensen Huang (CEO NVIDIA), Tim Höttges (CEO Deutsche Telekom), Dr. Karsten Wildberger (Bundesmister für Digitales und Staatsmodernisierung)Bild: Marc Steffen Unger

Die Deutsche Telekom baut gemeinsam mit Nvidia eine sogenannte KI-Fabrik. Den Angaben zufolge entsteht damit eine der größten Rechenzentren dieser Art in Europa. Die neue Industrial AI Cloud mit Sitz in München bietet deutschen Unternehmen die Möglichkeit, ihre KI-Modelle und -Anwendungen mit proprietären Daten weiterzuentwickeln. Bereits im ersten Quartal

2026 können Unternehmen die Rechenleistung buchen und nutzen. Laut Pressemitteilung wird durch den Bau die KI-Rechenleistung in Deutschland um rund 50 Prozent erhöht.

Die Telekom stellt die physische Infrastruktur für die Industrial AI Cloud bereit, SAP liefert die Software. Wie die Telekom mitteilt, werden künftig alle digitalen Lösungen für die betreffenden Zielgruppen auf dem gemeinsamen ‚Deutschland-Stack‘ entwickelt. Dies garantiere höchste Standards bei Datenschutz, Sicherheit und Verlässlichkeit.

Digitale Zwillinge und Large Language Models

Die Industrial AI Cloud adressiert mit einer Reihe von Einsatzszenarien die Anforderungen der Industrie. So können Entwickler etwa digitale 3D-Zwillinge realer Fabriken erstellen, bevor diese gebaut werden. Dazu werden Nvidia-Omniverse-Bibliotheken für die virtuelle Planung, Simulation, Prüfung und Optimierung des Fabrikdesigns integriert. Dadurch ist es beispielsweise möglich, Autos und Flugzeuge in digitalen Windkanälen zu testen.

Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die Entwicklung von Robotern durch physikalisch genaues, simulationsbasiertes Lernen und Validieren. Einer der ersten Anwender der Industrial AI Cloud ist Agile Robots.

Laut Pressemitteilung können auch Large Language Models (LLMs) entwickelt und trainiert werden. Dafür wird etwa der Telekom-Partner Perplexity die Industrial AI Cloud nutzen.

10.000 Nvidia-Blackwell-Chips

Für den Aufbau des Cloudangebots wird ein bestehendes Rechenzentrum komplett renoviert. Nach Telekom-Angaben werden dort mehr als tausend Nvidia DGX B200-Systeme und Nvidia RTX PRO Server mit bis zu 10.000 Nvidia Blackwell-Chips gehostet. Das KI-Rechenzentrum wird im ersten Quartal 2026 in Betrieb gehen.

Der Ausbau des Münchner Rechenzentrums zu einer KI-Fabrik erfolgt unabhängig von dem EU-Projekt zur Förderung des Baus mehrerer KI-Gigafactories in Europa.



  • ZEW-Konjunkturerwartungen für Eurozone im Dezember verbessert

    ZEW-Konjunkturerwartungen für Eurozone im Dezember verbessert

    Entspanntere Energiemärkte beflügeln Konjunktur ZEW-Konjunkturerwartungen für Eurozone im Dezember verbessert Im Dezember 2022 haben sich die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland und die Eurozone verbessert. Fachleute aus dem Finanzmarkt gehen von einem…

    mehr lesen: ZEW-Konjunkturerwartungen für Eurozone im Dezember verbessert

  • Bechtle beruft CTO

    Bechtle beruft CTO

    Plattformstrategie im C-Level verankert Bechtle beruft CTO Dirk Müller-Niessner (Bild) hat zum 1. Januar 2023 die neu geschaffene Position des CTO besetzt. Damit will das Systemhaus die Verantwortung für seine…

    mehr lesen: Bechtle beruft CTO

  • FlexPro forscht an Industrie 5.0

    FlexPro forscht an Industrie 5.0

    Wissensbasierte Produktionsplanung FlexPro forscht an Industrie 5.0 Im Herbst 2021 ist das Industrie 5.0-Forschungsprojekt FlexPro gestartet. Nun legen die Projektpartner erste Erkenntnisse vor.

    mehr lesen: FlexPro forscht an Industrie 5.0

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • Warum stockt die digitale Transformation

    Warum stockt die digitale Transformation

    In der neuen Expertise des Forschungsbeirats der Plattform Industrie 4.0 untersuchen die beiden Fraunhofer-Institute IAO und IPA die Gründe, warum die digitale Transformation in Unternehmen oftmals nur langsam vorankommt. Die…

    mehr lesen: Warum stockt die digitale Transformation

  • Dominik Bösl wird zweiter Geschäftsführer von Micropsi Industries

    Dominik Bösl wird zweiter Geschäftsführer von Micropsi Industries

    Dominik Bösl zukünftig als Geschäftsführer, gemeinsam mit Gründer Ronnie Vuine, das Berliner Robotik-Startups Micropsi Industries.

    mehr lesen: Dominik Bösl wird zweiter Geschäftsführer von Micropsi Industries

  • Japan weltweit größter Hersteller von Industrierobotern

    Japan weltweit größter Hersteller von Industrierobotern

    45 Prozent des weltweiten Roboterangebots kommt aus Japan. Wie die International Federation of Robotics mitteilt, wurden im Jahr 2020 136.069 Industrieroboter von dort aus exportiert.

    mehr lesen: Japan weltweit größter Hersteller von Industrierobotern

  • Intel investiert in europäische Chip-Fertigung

    Intel investiert in europäische Chip-Fertigung

    Intel investiert 17 Mrd.€ in zwei neue Halbleiterfabriken in Magdeburg. Insgesamt sollen der in den nächsten zehn Jahren bis zu 80Mrd.€ in die europäische Chip-Herstellung fließen.

    mehr lesen: Intel investiert in europäische Chip-Fertigung

  • QSolid entwickelt ersten deutschen Quantencomputer

    QSolid entwickelt ersten deutschen Quantencomputer

    25 Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Start-ups aus ganz Deutschland tun sich im im Projekt QSolid zusammen, an dessen Ende ein in Deutschland hergestellter Quantencomputer stehen soll.

    mehr lesen: QSolid entwickelt ersten deutschen Quantencomputer

  • Hohe Energiepreise belasten Unternehmen

    Hohe Energiepreise belasten Unternehmen

    Der Krieg in der Ukraine wirkt sich negativ auf deutsche Unternehmen aus. Laut einer Befragung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) sorgen vor allem hohe Energiepreise und fehlende Gaslieferungen für…

    mehr lesen: Hohe Energiepreise belasten Unternehmen

  • Maschinenbauer spüren die Auswirkungen des Krieges

    Maschinenbauer spüren die Auswirkungen des Krieges

    Der Krieg in der Ukraine wirkt sich auf die Maschinen- und Anlagenbauer aus. Laut Blitz-Umfrage des VDMA sehen 85 Prozent der Firmen den Krieg als gravierendes oder merkliches Risiko für…

    mehr lesen: Maschinenbauer spüren die Auswirkungen des Krieges

  • Omron ernennt CEO für EMEA-Region

    Omron ernennt CEO für EMEA-Region

    Fernando Colas soll bei Omron den Bereich Industrieautomation in der EMEA-Region leiten. Er löst damit Seigo Kinugawa ab.

    mehr lesen: Omron ernennt CEO für EMEA-Region