Siemens erreicht sieben von 14 Nachhaltigkeitszielen vorzeitig

SIEM SUS 05 1187 sRGB Factory
Bild: Siemens AG

Seit 2021 definiert Siemens seine Nachhaltigkeitsziele im strategischen Rahmenwerk Degree. Laut Nachhaltigkeitsbericht 2024 erreicht der Technologiekonzern sieben von 14 der darin gesteckten Ziele vorzeitig – etwa in den Bereichen Dekarbonisierung, Gleichbehandlung und Beschäftigungsfähigkeit. Wie Siemens weiter mitteilt, konnten die Kunden mit den im Geschäftsjahr 2024 verkauften Siemens-Produkten und -Systemen erstmals mehr Emissionen vermeiden, als Siemens in seiner gesamten Wertschöpfungskette verursacht hat (Scope-1-, Scope-2- und Scope-3-Emissionen). Nach eigenen Angaben beliefen sich die vermiedenen Treibhausgasemissionen der Kunden auf rund 144Mio. Tonnen. Entlang der eigenen Wertschöpfungskette verzeichnete der Technologiekonzern im Jahr 2024 121Mio. Tonnen CO?e-Emissionen.

„Gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern treiben wir den Einsatz von Technologien weiter voran – sie sind entscheidend bei der Bewältigung der dringendsten globalen Herausforderungen. Dabei ist die Digitalisierung ein wesentlicher Hebel, um unsere Kunden und Partner bei der Erreichung ihrer eigenen Nachhaltigkeitsziele zu unterstützen. Auch 2024 haben wir große Fortschritte bei unseren ehrgeizigen Nachhaltigkeitszielen gemacht und wir sind entschlossen, diesen Weg noch weiter und schneller fortzusetzen“, sagte Judith Wiese, Chief People and Sustainability Officer und Mitglied des Vorstands von Siemens.

Dekarbonisierung im eigenen Unternehmen

Bei seinen Bemühungen zur Reduzierung der CO?e-Emissionen im eigenen Betrieb macht Siemens Fortschritte. Wie Siemens mitteilt, zeigen die im Fiskaljahr 2022 angekündigten Investitionen, z. B. in die Elektrifizierung der Fahrzeugflotte und in den Einsatz eigener Technologien zur Effizienzsteigerung sowie zur Elektrifizierung von Produktionsanlagen und Gebäuden, anhaltende Wirkung. Demnach verringerte das Unternehmen seine CO?e-Emissionen im Vergleich zum Basisjahr 2019 um 60 Prozent und übertraf damit sein Zwischenziel – eine CO?e-Reduktion von 55 Prozent bis 2025 – bereits ein Jahr früher als geplant. Bis Ende des Geschäftsjahrs 2030 will das Unternehmen die CO?e-Emissionen aus dem eigenen Betrieb um 90 Prozent reduzieren und bis zum Geschäftsjahr 2050 über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg Netto-Null-Treibhausgas-Emissionen erreichen.

Darüber hinaus wurden die Emissionsreduktionsziele des Unternehmens für 2030 und 2050 von der Science Based Targets Initiative (SBTi) gemäß dem SBTi Netto-Null-Standard im Geschäftsjahr 2024 validiert. Dies soll den Einsatz für das Ziel des Pariser Klimaabkommens und gegen den Klimawandel bekräftigen.

25.000 Produkte mit EchoTech-Label

Fortschritte verbucht Siemens auch in Sachen Ressourceneffizienz. Im Geschäftsjahr 2024 beschleunigte das Unternehmen die Umsetzung seines ‚Robust Eco Design‘-Ansatzes (RED) im Hardware-, Software- und Servicebereich. Die Siemens-Ökodesign-Vorgaben sind bereits in 54 Prozent der relevanten Siemens-Produktfamilien umgesetzt, das sind 13 Prozentpunkte mehr als im Geschäftsjahr 2023.

Im Geschäftsjahr 2024 führte der Technologiekonzern zudem das EcoTech-Label ein. Es soll Kunden einen Einblick in die Nachhaltigkeitsleistung von Produkten bieten. Im Geschäftsjahr 2024 erhielten mehr als 25.000 Siemens-Produkte das EcoTech-Label. Sie schnitten in den Bereichen nachhaltige Materialien, optimale Nutzung sowie Werterückgewinnung und Kreislaufwirtschaft besser ab als der aktuelle Marktstandard, Vorgängerprodukte oder in geltenden Standards vorschreiben.

Weiterbildungsziele erreicht

Im abgelaufenen Geschäftsjahr investierte Siemens insgesamt 442Mio.€ in lebenslanges Lernen und Weiterbildung (Geschäftsjahr 2023: 416Mio.€). Nach eigenen angaben absolvierten die Siemens-Beschäftigten weltweit im Durchschnitt rund 27 digitale Lernstunden und damit vier Stunden mehr als im Geschäftsjahr 2023. Die geplante Zielmarke lag bei durchschnittlich 25 digitalen Lernstunden bis 2025.

Seiten: 1 2



  • VDI-Kongress diskutiert Zukunftstrends der Industrie

    VDI-Kongress diskutiert Zukunftstrends der Industrie

    Auf dem 25. VDI-Kongress Automation haben die mehr als 350 Teilnehmenden unter dem Motto ’AI beats Automation?‘ über Zukunftstrends diskutiert.

    mehr lesen: VDI-Kongress diskutiert Zukunftstrends der Industrie

  • Neun Tipps für mehr OT-Sicherheit

    Neun Tipps für mehr OT-Sicherheit

    Durch NIS2 und KRITIS-Dachgesetz erweitert sich die Zahl der regulierten Organisationen auf über 30.000. Der Eco Verband gibt Unternehmen daher Tipps an die Hand, wie sie die Cyber-Resilienz ihrer industrieller…

    mehr lesen: Neun Tipps für mehr OT-Sicherheit

  • GenISys will Abfüllanlagen einfach konfigurierbar machen

    GenISys will Abfüllanlagen einfach konfigurierbar machen

    Im Projekt GenISys entwickeln Forschende der Bergischen Universität gemeinsam mit zwei Praxispartnern generative KI-Modelle, mit denen der Bau von Abfüllanlagen zukünftig intelligenter und ressourcenschonender vonstatten gehen soll.

    mehr lesen: GenISys will Abfüllanlagen einfach konfigurierbar machen

  • Maschinenbauer rechnen erst 2025 mit Erholung

    Maschinenbauer rechnen erst 2025 mit Erholung

    Die Stimmung im Maschinenbau hat sich eingetrübt, auch mit Blick auf das Gesamtjahr. Laut VDMA-Konjunkturumfrage werden die Investitionen erst 2025 wieder steigen.

    mehr lesen: Maschinenbauer rechnen erst 2025 mit Erholung

  • Babtec eröffnet Standort in Friedrichshafen

    Babtec eröffnet Standort in Friedrichshafen

    Vom Bodensee aus soll eine neue Entwicklungsabteilung die Teams des Wuppertaler Softwarespezialisten unterstützen.

    mehr lesen: Babtec eröffnet Standort in Friedrichshafen

  • Was Deskless Worker bewegt

    Was Deskless Worker bewegt

    Eine aktuelle Studie des Aachener Softwarespezialisten Inform unter Mitarbeitenden aus dem produzierenden Gewerbe zeigt, dass sich sogenannte Deskless Worker von ihren Arbeitgebern neben guter Bezahlung vor allem bessere Kommunikation und…

    mehr lesen: Was Deskless Worker bewegt

  • Selbstlernende Optimierung für hybride Bearbeitung

    Selbstlernende Optimierung für hybride Bearbeitung

    Open Mind beteiligt sich am Verbundprojekt ’CICAM – Computational Intelligence for Computer-aided Manufacturing’ des Instituts für Werkzeugmaschinen und Betriebswissenschaften an der Technischen Universität München und Spanflug Technologies. Das Forschungsprojekt hat…

    mehr lesen: Selbstlernende Optimierung für hybride Bearbeitung

  • PWC-Maschinenbaubarometer: Verunsicherung weiterhin hoch

    PWC-Maschinenbaubarometer: Verunsicherung weiterhin hoch

    Das aktuelle Maschinenbaubarometer von PWC zeigt zwar, dass die Anzahl derjenigen, die optimistisch auf die Entwicklung der deutschen und weltweiten Konjunktur blicken, im Vergleich zum Vorquartal gestiegen ist. Allerdings liegt…

    mehr lesen: PWC-Maschinenbaubarometer: Verunsicherung weiterhin hoch

  • Wie sicher ist Open Source Software?

    Wie sicher ist Open Source Software?

    Anfang April hat ein Microsoft-Ingenieur einen Hackerangriff auf die Linux Software in letzter Minute vereitelt. Dies warf die Frage auf, wie es um die Sicherheit von Open Source Software (OSS)…

    mehr lesen: Wie sicher ist Open Source Software?

  • MVTec sieht geistiges Eigentum verletzt

    MVTec sieht geistiges Eigentum verletzt

    Taiwanesische Behörden haben ein Strafverfahren gegen Kameralinsen-Hersteller Largan eingeleitet. Gegenstand des Verfahrens ist die unrechtmäßige Nutzung der Softwareprodukte von MVTec Software.

    mehr lesen: MVTec sieht geistiges Eigentum verletzt

  • Mit Edge AI Datenschutz und Energieeffizienz verbessern

    Mit Edge AI Datenschutz und Energieeffizienz verbessern

    In einem aktuellen Whitepaper gibt die Plattform einen Überblick über Stärken und Schwächen von Edge AI und diskutiert Optionen, wie die Technologie in die Anwendung gebracht werden kann.

    mehr lesen: Mit Edge AI Datenschutz und Energieeffizienz verbessern

  • Schneider Electric als weltweit nachhaltigstes Unternehmen ausgezeichnet

    Schneider Electric als weltweit nachhaltigstes Unternehmen ausgezeichnet

    Time Magazine und Statista haben Schneider Electric als nachhaltigstes Unternehmen der Welt ausgezeichnet. Der Technologie-Konzern setzte sich in der Rangliste an die Spitze einer Auswahl von 500 Unternehmen aus 30…

    mehr lesen: Schneider Electric als weltweit nachhaltigstes Unternehmen ausgezeichnet