o6 Automation bringt ‚CRA-ready‘ OPC UA und Python-Unterstützung

Julius Pfrommer und Andreas Ebner, die Gründer der o6 Automation GmbH.
Julius Pfrommer und Andreas Ebner, die Gründer der o6 Automation GmbH.Bild: Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik

Der industrielle Kommunikationsstandard OPC UA ist weit verbreitet und viele Unternehmen setzen dabei auf die offene Implementierung Open62541. Die Ausgründung der o6 Automation aus dem Fraunhofer IOSB bietet nun professionellen Support für Nutzer von Open62541, auch in Verbindung mit dem Cyber-Resilience Act (CRA). Mit OPC UA als Schlüsseltechnologie will das Unternehmen die industrielle Automatisierung fit für die Zukunft machen. Hierfür veröffentlicht o6 Automation o6Python: OPC UA für die Programmiersprache Python auf der erprobten Grundlage von Open62541.

Die Gründer Dr. Julius Pfrommer und Andreas Ebner, sind die Kernentwickler der Open-Source-Bibliothek Open62541. Diese in der Sprache C programmierte OPC UA-Implementierung kommt in den Produkten großer Automatisierungsanbieter zum Einsatz. Mit dem neuesten Release v1.4 wurde zudem ein Beispiel-Server aufbauend auf Open62541 von der OPC Foundation für das ‚Standard Server 2017‘-Profil zertifiziert.

„Dank der langjährigen Arbeit an Open62541 kennen wir die Software und den zugrundeliegenden OPC UA-Standard in- und auswendig, was uns zum naheliegenden Partner für professionellen Support, Beratung, Custom Development und Training macht“, sagt Pfrommer.

‚CRA-ready‘-Support und Dienstleistungen

Wie aus der Pressemitteilung hervorgeht, kam es bereits in der Vergangenheit vielfach zu Kooperationen mit professionellen Nutzern von Open62541. Durch den Cyber-Resilience Act haben sich die Anforderungen für die Nutzung von Software-Bibliotheken in kommerziellen Produkten nun aber noch einmal erhöht. Zu den Pflichten für Anbieter zählen die Analyse von Risiken, Managementprozesse für die Meldung und Behebung von Sicherheitslücken, Dokumentationspflichten für den Entwicklungsprozess und vieles Weitere mehr. Durch die Gründung der o6 Automation erhalten kommerzielle Nutzer die dafür notwendige Unterstützung. Dennoch wird Open62541 seinen Charakter als Open Source-Projekt beibehalten – abgesichert durch die weltweite Verteilung des Copyrights auf mehrere hundert Beitragende zum Software-Quellcode, wie die beiden Gründer betonen. Allerdings planen sie auch eigene kommerzielle Produkte aufbauend auf Open62541 anzubieten.

Erstes Produkt: o6Python

Das erste eigene Produkt der o6 Automation ist o6Python. „Damit bringen wir die erste für den kritischen Einsatz taugliche OPC UA-Implementierung für Python auf den Markt“, sagt Andreas Ebner. In Zeiten des Fachkräftemangels mehr als ein Wohlfühlfaktor: Denn Python ist die am weitesten verbreitete Programmiersprache und erschließt ganz neue Entwickler-Pools für Automatisierungsanwendungen. Aber das wichtigste Argument ist, dass Data Scientists und KI-Experten zumeist Python verwenden. „Wir bringen Python ganz nahe an Maschinen und Anlagen im industriellen Kontext heran, was neue Möglichkeiten für die Integration von KI-Lösungen schafft.“

Anfragen können per E-Mail an die beiden Gründer gerichtet werden: contact@o6-automation.com.



  • Open-Source-Einsatz oftmals ohne Strategie

    Open-Source-Einsatz oftmals ohne Strategie

    Zwei von drei Unternehmen stehen Open Source aufgeschlossen gegenüber, so eine Bitkom-Studie. 25 Prozent der Befragten verfolgen beim Einsatz von Open-Source-Software eine Strategie.

    mehr lesen: Open-Source-Einsatz oftmals ohne Strategie

  • Neues Mitglied in der Geschäftsführung

    Neues Mitglied in der Geschäftsführung

    Mit der Berufung von Sarah Bäumchen in die Geschäftsleitung baut der ZVEI seine Führungsspitze aus. Bäumchen soll darüber hinaus das Berliner Büro des Verbands leiten.

    mehr lesen: Neues Mitglied in der Geschäftsführung

  • 5 wichtige Faktoren

    5 wichtige Faktoren

    Die fortschreitende Digitalisierung macht Cyber-Angriffe für Unternehmen zunehmend geschäftskritisch. Sicherheitslücken nutzen Cyber-Kriminelle gezielt für ihre mehrstufigen Attacken.

    mehr lesen: 5 wichtige Faktoren

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • Rockwell Automation gibt neue Initiative bekannt

    Rockwell Automation gibt neue Initiative bekannt

    Rockwell Automation hat neue Investitionen bekannt gegeben, mit denen die Cybersecurity-Angebote für Informationstechnologie (IT) und Betriebstechnologie (OT) erweitert werden.

    mehr lesen: Rockwell Automation gibt neue Initiative bekannt

  • CyberArk stellt Blueprint für die Umsetzung vor

    CyberArk stellt Blueprint für die Umsetzung vor

    Der Netzwerkperimeter hat für die Sicherheit in einer Zeit der verstärkten Nutzung von Cloud-Services und Automatisierungslösungen sowie der Remote-Arbeit an Bedeutung verloren.

    mehr lesen: CyberArk stellt Blueprint für die Umsetzung vor

  • Ixon verlegt  Firmensitz

    Ixon verlegt Firmensitz

    Mit der Verlegung des Firmensitzes ins niederländische Boxmeer will sich der IIoT-Spezialist Ixon für weiteres Mitarbeiterwachstum rüsten. Zugleich erhofft sich das Unternehmen durch die Nähe zur deutschen Grenze größeres Potenzial…

    mehr lesen: Ixon verlegt Firmensitz

  • Siemens Mobility kooperiert mit RazorSecure

    Siemens Mobility kooperiert mit RazorSecure

    Siemens Mobility und RazorSecure haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um Betreibern von Schienenfahrzeugen weltweit verbesserte Lösungen für die Cybersicherheit im Bahnverkehr anbieten zu können.

    mehr lesen: Siemens Mobility kooperiert mit RazorSecure

  • Lösungen für Einsatz künstlicher Intelligenz in der Produktion

    Lösungen für Einsatz künstlicher Intelligenz in der Produktion

    Im Projekt ‚Datenfabrik.NRW‘ erarbeiten vier Fraunhofer-Institute (Entwurfstechnik Mechatronik IEM, Materialfluss und Logistik IML, Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB und Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS) Anwendungen für den Einsatz von künstlicher…

    mehr lesen: Lösungen für Einsatz künstlicher Intelligenz in der Produktion

  • Was Unternehmen beim KI-Einsatz heute anders machen würden

    Was Unternehmen beim KI-Einsatz heute anders machen würden

    Nahezu die Hälfte der für eine Reichelt Elektronik-Studie befragten Unternehmen würde Implementierung von künstlicher Intelligenz nach heutigem Stand anders angehen. Beispielsweise würden sie Mitarbeiter stärker einbeziehen.

    mehr lesen: Was Unternehmen beim KI-Einsatz heute anders machen würden

  • Softwarebasis für flexiblere Automobilfertigung

    Softwarebasis für flexiblere Automobilfertigung

    Um Produktionssysteme in der Automobilindustrie schneller, flexibler und effizienter zu gestalten soll im Forschungsprojekt ’Software-Defined Manufacturing für die Fahrzeug- und Zulieferindustrie (SDM4FZI)‘ eine neue technologische Grundlage entwickelt werden.

    mehr lesen: Softwarebasis für flexiblere Automobilfertigung

  • Wieder mehr Kurzarbeit im November

    Wieder mehr Kurzarbeit im November

    Erstmals seit Februar ist die Zahl der Kurzarbeitenden in Deutschland wieder gestiegen. Wie das Ifo Institut mitteilt, waren im November 10.000 Beschäftigte mehr in Kurzarbeit als noch im Oktober.

    mehr lesen: Wieder mehr Kurzarbeit im November