Materialflüsse im Stress, Fachmesse im Aufwind

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Bild: EUROEXPO Messe- und Kongress-GmbH

Unter dem Motto ‚Passion for Solutions‘ eröffnet die Logimat, internationale Fachmesse für Intralogistik-Systeme und Prozessmanagement, ihre Pforten für Logistiker, Systementwickler und Maschinenbauer. Der Veranstalter Euroexpo meldet zehn restlos ausgebuchte Hallen, sogar der Eingangsbereich Ost des Stuttgarter Messegeländes sei mit Ausstellern belegt. Vom 11. bis 13. März treffen sich die Profis der Intralogistikwelt aus mehr als 80 Nationen. Mehr als 1.500 internationale Aussteller, davon rund 200 erstmals auf der Logimat, präsentieren auf über 120.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche dem Fachpublikum ihre Produkte, Systeme und Innovationen.

„Vor dem Hintergrund der globalen Verwerfungen und der aktuell tiefgreifenden Transformation in Industrie und Handel fällt der Logimat damit in diesem Jahr eine besondere Rolle zu“, sagt Logimat-Messeleiter Michael Ruchty von der Münchener Euroexpo Messe- und Kongress-GmbH. „Vor allem die zentralen Themen künstliche Intelligenz (KI), Nachhaltigkeit sowie der Arbeits- und Fachkräftemangel kennzeichnen als übergreifende Megatrends und Treiber vielfältige Herausforderungen. Auf der Logimat zeigen die Aussteller quer durch alle Branchensegmente Problemlösungen und die jüngsten Entwicklungen, um den Herausforderungen wirksam zu begegnen.“

Leistungsfähige Automation

So stellen etwa die Regal- und Maschinenbauer, Systemintegratoren und Fördertechnikanbieter in der Halle 1 inklusive Galerie sowie den Hallen 3, 5 und 7 beispielsweise neue Kompaktlagersysteme für Paletten und Behälterlagerung, neue Taschensorter und Systemshuttles mit neuen Features vor. Neben KI-gestützter Automatisierung und Digitalisierung verknüpft die traditionell stärkste Ausstellergruppe dabei Anlagenperformance zunehmend mit dem Thema Nachhaltigkeit. Flexible Systeme mit hoher Energieeffizienz sollen mit wiederverwendbaren Komponenten die Langlebigkeit von Anlagen und Zukunftsfähigkeit von Investitionen unterstützen. Darüber hinaus ergänzt neue Roboter-Technologie vielfach die Portfolios.

KI und Algorithmen

Die Basis für den vernetzten Informationsaustausch in Intralogistik und Supply Chain bildet, neben den AutoID-Technologien zur Codierung und Erfassung, eine IT-Infrastruktur mit modernen IT-Werkzeugen. Diese Ansätze für Warehouse-, Transport- und Supply Chain Management mit vernetztem Datenaustausch stellen die Software-Unternehmen auf der Logimat in Halle 4 vor. Neben der koordinierten Steuerung von Prozessen und Cloud-Anwendungen stehen in diesem Jahr vielfach die Modularisierung der Systeme sowie KI-basierte Funktionen und Algorithmen für Filterung und Analyse von Daten im Vordergrund.

Die vorgestellten Neuheiten ermöglichen etwa Packungs- und Packschema-Optimierungen, KI-gestützte Prozessoptimierungen für den Trailer-, Container- und Wechselbrückentausch und weitreichende Simulationen mit virtuellen Inbetriebnahmen oder der Erstellung digitaler Zwillinge von Produktions- und Logistikprozessen für Annalysen und Optimierungen.

FTF, AMR und Carrybots

Industrieroboter gelten in der Intralogistikbranche als Schlüsselfaktor zur Optimierung von Prozessen und Hilfe gegen den Arbeitskräftemangel. Die jüngsten Entwicklungen im Bereich Pick-Roboter lassen sich u.a. auf der Galerie in Halle 1 in Augenschein nehmen. Neben Shuttles für die regalierten Lagersysteme stellen mehrere Maschinen- und Anlagenbauer überdies neue und weiterentwickelte Serviceroboter für barrierefreie innerbetriebliche Transporte vor. Diese fahrerlosen Transportfahrzeuge (FTF), Autonomen Mobilen Roboter (AMR) und Carrybots sind auf der Logimat zudem weitgehend in der Halle 8 konzentriert. Dort präsentieren Hersteller neue Transportroboter und Kommissionierroboter, die den Arbeitskräftemangel entschärfen sollen.

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