ISC2 entwickelt Zertifizierung für KI-Sicherheit

0:000:00

AI concept with a magnifying glass and right wrong symbols in
Bild: ©patpitchaya/stock.adobe.com

Die gemeinnützige Mitgliederorganisation für Cybersecurity-Fachleute, ISC2, startet die Entwicklung einer neuen Zertifizierung für KI-Sicherheit. Dafür ruft der Verband Cybersecurity-Fachkräfte weltweit auf, sich ehrenamtlich zu beteiligen. Ziel ist es, erforderliches Wissen, Fähigkeiten und Kompetenzen zu definieren, um KI-Systeme abzusichern, KI-Bedrohungen zu bewältigen und Risiken durch KI zu reduzieren. Die Zertifizierung, die im Rahmen der praxisorientierten Methodik von ISC2 entwickelt wird, soll Cybersecurity-Fachkräften einen vertrauenswürdigen und herstellerneutralen Standard für KI-Sicherheit bieten.

Der Verband erklärt in einer Pressemitteilung, dass Organisationen künstliche Intelligenz immer schneller in Geschäfts- und Sicherheitsprozessen einsetzen und Cybersecurity-Fachkräfte zunehmend die Verantwortung für die Absicherung dieser Systeme tragen. Bisher fehle der Branche jedoch ein weltweit anerkannter Standard zur Validierung des Fachwissens im Bereich der KI-Sicherheit.

„In der Cybersicherheits-Community ist man sich einig: Sie braucht praktische, glaubwürdige Möglichkeiten, um ihre Bereitschaft für die Sicherheitsanforderungen der KI unter Beweis zu stellen“, so Casey Marks, Chief Operating Officer von ISC2. „Diese Zertifizierung wird als Reaktion auf diesen Bedarf entwickelt. Sie wird Cybersecurity-Fachkräften und Arbeitgebern dabei helfen, die Expertise in der KI-Sicherheit zu validieren und die Belegschaft weiterzuentwickeln. Sie wird zudem Organisationen mehr Vertrauen in die Fähigkeiten ihrer Teams geben, ihr Unternehmen zu schützen.“

Im Entwicklungsprozess der Zertifizierung wollen die Beteiligten zunächst untersuchen, wie Cybersecurity-Fachkräfte etablierte Sicherheitsprinzipien auf durch KI geprägte Technologieumgebungen anwenden. Dazu gehören Risikomanagement, Secure-by-Design-Methodik, Datenschutz, Governance und Beaufsichtigung. Anhand des Fachwissens aus der Praxis soll dann bestimmt werden, welche Aufgaben, Fähigkeiten und Wissensbereiche in der Zertifizierung abgebildet und in einer zukünftigen Prüfung bewertet werden.

Wie können sich Interessierte beteiligen?

ISC2 lädt Cybersecurity-Fachkräfte – sowohl Mitglieder als auch Nichtmitglieder – ein, sich ehrenamtlich am Entwicklungsprozess zu beteiligen. Interessierte können dies auf folgende Weisen tun:

-Teilnahme an Umfragen zur Aufgabenanalyse
-Teilnahme an Workshops zur Aufgabenentwicklung
-Unterstützung bei der Prüfungsentwicklung
-Teilnahme an der Pilot-Zertifizierungsprüfung

ISC2 erwartet, dass die Pilotprüfung der KI-Sicherheitszertifizierung bis Ende 2026 verfügbar sein wird. Cybersecurity-Fachkräfte, die sich beteiligen möchten, finden weitere Informationen unter:
www.isc2.org/new-ai-certification.



  • Dauerkrisen kosten Deutschland fast eine Billion Euro

    Dauerkrisen kosten Deutschland fast eine Billion Euro

    Corona, Kriege oder die Amtszeit von US-Präsident Donald Trump haben die deutsche Wirtschaft seit 2020 stark belastet.

    mehr lesen: Dauerkrisen kosten Deutschland fast eine Billion Euro

  • IT&Production AI Conference 2026

    IT&Production AI Conference 2026

    KI verändert die industrielle IT. Das Versprechen: Effizienzgewinne, Kostenvorteile und Risikoreduktion entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

    mehr lesen: IT&Production AI Conference 2026

  • Webinar: Unified Namespace und IIoT – Datenraum für die Smart Factory

    Webinar: Unified Namespace und IIoT – Datenraum für die Smart Factory

    Der Unified Namespace soll alle Produktions- und Geschäftsdaten aus Maschinen, Sensoren und Systemen in einem gemeinsamen Echtzeit-Raum verfügbar machen – eine Single Source of Truth entsteht.

    mehr lesen: Webinar: Unified Namespace und IIoT – Datenraum für die Smart Factory

  • Forescout ernennt Regional Director für Zentraleuropa

    Forescout ernennt Regional Director für Zentraleuropa

    Forescout Technologies, ein Spezialist für Cybersicherheit, hat die Ernennung von Dirk Decker (Bild) zum Regional Director für Zentraleuropa bekanntgegeben.

    mehr lesen: Forescout ernennt Regional Director für Zentraleuropa

  • Immer weniger Arbeitsplätze hängen vom China-Geschäft ab

    Immer weniger Arbeitsplätze hängen vom China-Geschäft ab

    Die Anzahl der Arbeitsplätze in Deutschland, die vom Export nach China abhängen, ist seit 2021 um rund 40% gesunken, wie eine neue Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt.

    mehr lesen: Immer weniger Arbeitsplätze hängen vom China-Geschäft ab

  • Mehr IT-Dienstleister erleben Vorwürfe wegen Schlechtleistung

    Mehr IT-Dienstleister erleben Vorwürfe wegen Schlechtleistung

    Gegen zwei Drittel der IT-Dienstleister wurden im vergangenen Jahr seitens ihrer Auftraggeber Vorwürfe wegen angeblicher Schlechtleistung erhoben.

    mehr lesen: Mehr IT-Dienstleister erleben Vorwürfe wegen Schlechtleistung

  • Enbik und Edgecon gründen Service-Büro

    Enbik und Edgecon gründen Service-Büro

    Enbik, ein in Taiwan beheimateter Hersteller für Industrial Edge Computing und IT-Hardware, und Edgecon gründen in Deggendorf ein Logistik- und Service-Büro für den deutschsprachigen Raum.

    mehr lesen: Enbik und Edgecon gründen Service-Büro

  • Wenn KI-Modelle zum Angriffsziel werden

    Wenn KI-Modelle zum Angriffsziel werden

    Zur Münchner Sicherheitskonferenz (13. bis 15. Februar) hat die Google Threat Intelligence Group (GTIG) einen Bericht veröffentlicht, mit dem die Verfasser die Debatte um KI-gestützte Bedrohungen auf eine operative Ebene…

    mehr lesen: Wenn KI-Modelle zum Angriffsziel werden

  • Ein Tag ohne Internet und alles steht still

    Ein Tag ohne Internet und alles steht still

    Laut einer Untersuchung des Bitkom ist die deutsche Wirtschaft schlecht auf hybride Bedrohungen wie Stromausfälle, Sabotage oder durch Ransomware lahmgelegte Fabriken vorbereitet.

    mehr lesen: Ein Tag ohne Internet und alles steht still

  • Heitec übernimmt Artschwager + Kohl

    Heitec übernimmt Artschwager + Kohl

    Artschwager + Kohl Software ist seit Januar 2026 Teil der Heitec-Gruppe.

    mehr lesen: Heitec übernimmt Artschwager + Kohl

  • Lantek expandiert nach Kanada

    Lantek expandiert nach Kanada

    Lantek, Anbieter von Software für die metallverarbeitende Industrie, gibt die Eröffnung einer Niederlassung in Kanada als Teil seiner Wachstumsstrategie in Nordamerika bekannt.

    mehr lesen: Lantek expandiert nach Kanada

  • All for One Group beteiligt sich an BrightFlare

    All for One Group beteiligt sich an BrightFlare

    Die All for One Group, ein IT-, Consulting- und Service-Provider aus Filderstadt, beteiligt sich an dem österreichischen Cybersecurity-Spezialisten BrightFlare.

    mehr lesen: All for One Group beteiligt sich an BrightFlare