Immaterielle Vermögenswerte gewinnen laut WIPO-Studie an Bedeutung

Business professional interacting with futuristic digital data interface using touch gestures in a dark environment showcasing advanced technology and analytics
Bild: ©Luke/stock.adobe.com

Deutschland gehört laut einer Studie der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) zu den führenden Ländern bei Investitionen in immaterielle Vermögenswerte wie Forschung und Entwicklung, Software und Datenbanken sowie Markenbildung. Insgesamt investierten private und öffentliche Akteure aus Deutschland im vergangenen Jahr 602Mrd.US$ (rund 513Mrd.€) in immaterielles Vermögen. Damit lag das Land unter den betrachteten Volkswirtschaften nach den Vereinigten Staaten und Frankreich auf dem dritten Platz – wobei die Vereinigten Staaten mit riesigem Abstand an der Spitze liegen. Gleichzeitig attestiert die WIPO Deutschland aber eine Schwäche bei Investitionen in materielle Vermögenswerte wie Gebäude, Maschinen und Infrastruktur. Hier waren die Investitionen in den vergangenen Jahren sogar rückläufig.

Die Daten sind Teil der Studie ‚World Intangible Investment Highlights 2025 – Better Data for Better Policy‘, die die WIPO zusammen mit der italienischen Luiss Business School veröffentlicht hat. Die Studie untersucht die Investitionen in immateriellen Investitionsgütern in 27 Volkswirtschaften mit hohem und mittlerem Einkommen, die 2024 gemeinsam mehr als die Hälfte des weltweiten BIP ausmachten.

„Immaterielle Vermögenswerte und insbesondere geistiges Eigentum spielen eine immer wichtigere Rolle und sind für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Volkswirtschaft von zentraler Bedeutung. Die Entwicklung bei den Investitionen in Deutschland ist in dieser Hinsicht ein positives Zeichen“, kommentierte die Präsidentin des Deutschen Patent- und Markenamts, Eva Schewior, die aktuellen Daten. „Vor allem der starke Fokus Deutschlands auf Forschung und Entwicklung macht zuversichtlich, dass wir auch zukünftig zu den technologisch führenden Volkswirtschaften gehören können. Gleichwohl dürfen wir auch die Investitionen in klassische materielle Vermögenswerte und unsere Infrastruktur im Hier und Jetzt nicht vernachlässigen.“

Viel fließt in Forschung, wenig in Software

Investitionen in Forschung und Entwicklung machen in Deutschland laut WIPO 32% aller immateriellen Investitionen aus. Dieser Anteil liegt unter den betrachteten Ländern nur in Japan höher (37%). Allerdings flossen in Deutschland lediglich 9% der gesamten immateriellen Investitionen in Software und Datenbanken. International ist dies – vor allem getrieben durch die Entwicklungen im Bereich künstlicher Intelligenz – der am stärksten wachsende Bereich.

Nach den Daten der WIPO machen Investitionen immaterielle Vermögenswerte inzwischen 10,5% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland aus. 1995 waren es noch 8%. Damit liegen Investitionen in materielle und immaterielle Vermögenswerte inzwischen nahezu gleich auf. In anderen hochentwickelten Volkswirtschaften wie den Vereinigten Staaten, Frankreich und Großbritannien machen Investitionen in immaterielle Vermögenswerte schon heute einen deutlich größeren Teil des BIP aus als Investitionen in Sachkapital. Über alle untersuchten Ländern hinweg stiegen die immateriellen Investitionen von 1995 bis 2024 von rund 10 auf fast 14% des BIP, während die materiellen Investitionen von 12 auf 11% sanken.



  • Schwachstellen priorisieren und beheben

    Schwachstellen priorisieren und beheben

    Mit der Vulnerability Mitigation App (VMA) stellt Tufin eine Applikation zur Verfügung, die es Unternehmen ermöglicht, Bedrohungen zu priorisieren und auf diese Weise eine effektive Fehlerbehebung und automatisierte Risikominderung zu…

    mehr lesen: Schwachstellen priorisieren und beheben

  • Simulation Day in München

    Simulation Day in München

    Welche Am 24. September 2020 lädt Machineering Interessenten zum 4. Simulation Day nach München ein. Vor Ort lernen die Teilnehmer die Vorteile und Einsatzmöglichkeiten der Simulationssoftware industrialPhysics kennen.

    mehr lesen: Simulation Day in München

  • Mait übernimmt IT-On.Net Süd

    Mait übernimmt IT-On.Net Süd

    Die Mait-Gruppe übernimmt das baden-württembergische IT-Systemhaus IT-On.NET Süd. Mit dem Erwerb will die Unternehmensgruppe ihr IT-Geschäftsfeld ausbauen.

    mehr lesen: Mait übernimmt IT-On.Net Süd

  • IAB-Arbeistmarktbarometer legt weiter zu

    IAB-Arbeistmarktbarometer legt weiter zu

    Nach dem durch die Corona-Krise verursachten Rückgang im April, entwickelt sich das IAB-Arbeitsmarktbarometer weiterhin positiv. Im Juli legte der Frühindikator 3,1 Punkte zu.

    mehr lesen: IAB-Arbeistmarktbarometer legt weiter zu

  • EDAG baut Standort in Ingolstadt aus

    EDAG baut Standort in Ingolstadt aus

    Software- und Digitalisierungs-Hub EDAG baut Standort in Ingolstadt aus Der EDAG-Standort Ingolstadt soll zum ganzheitlichen Entwicklungszentrum und zu einem Software- und Digitalisierungs-Hub ausgebaut werden. Dazu wird der Standort auf über…

    mehr lesen: EDAG baut Standort in Ingolstadt aus

  • Die Stimmung bessert sich

    Die Stimmung bessert sich

    Zum dritten Mal in Folge ist der Ifo-Geschäftsklimaindex gestiegen: Nach 86,3 Punkten im Juni auf 90,5 Punkte im Juli.

    mehr lesen: Die Stimmung bessert sich

  • Energieeffizient lernen

    Energieeffizient lernen

    Ein Forschungsteam an der Technischen Universität Graz hat die KI-Lernmethode E-prop entwickelt, mit der Hardware-Implementierungen von künstlicher Intelligenz energieeffizienter gestaltet werden können.

    mehr lesen: Energieeffizient lernen

  • Positive Aussichten für die SPS 2020

    Positive Aussichten für die SPS 2020

    Die Bayerische Staatsregierung hat das Schutz- und Hygienekonzept für Messen in Bayern verabschiedet. Somit soll die SPS 2020 zum geplanten Zeitpunkt vom 24. bis 26. Oktober in Nürnberg stattfinden, wie…

    mehr lesen: Positive Aussichten für die SPS 2020

  • Erfolgsfaktor Künstliche Intelligenz

    Erfolgsfaktor Künstliche Intelligenz

    Laut einer Studie von Deloitte, sieht die große Mehrheit der in Deutschland befragten KI-Experten, die Technologie als einen wesentlichen Erfolgsfaktor für das eigene Unternehmen.

    mehr lesen: Erfolgsfaktor Künstliche Intelligenz

  • Judith Wiese wird Siemens-Personalchefin

    Judith Wiese wird Siemens-Personalchefin

    Ab 1. Oktober ist Judith Wiese für die Bereiche Human Resources und Global Business Services bei der Siemens AG zuständig.

    mehr lesen: Judith Wiese wird Siemens-Personalchefin

  • Leistungsstarkes KI-System am KIT installiert

    Leistungsstarkes KI-System am KIT installiert

    Als ein Werkzeug der Spitzenforschung ist künstliche Intelligenz (KI) heute unentbehrlich. Für einen erfolgreichen Einsatz – ob in der Energieforschung oder bei der Entwicklung neuer Materialien – wird dabei neben…

    mehr lesen: Leistungsstarkes KI-System am KIT installiert

  • Am Anfang steht das Ziel

    Am Anfang steht das Ziel

    Bei Digitalisierungsprojekten in Fertigungsunternehmen ist die Herangehensweise entscheidend. Der MES-Anbieter Industrie Informatik gibt sieben Tipps für Digiatlisierungsprojekte.

    mehr lesen: Am Anfang steht das Ziel