Forschende entwickeln ein Linux für Quantencomputer

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Bild: Fraunhofer Fokus (KI-generiert)

Im September ist das Europäische Q-Verse-Projekt gestartet. Ziel ist die Entwicklung eines europäischen Quantum Software Stacks. Im Zentrum stehen Komponenten und Werkzeuge für skalierbare, technologisch-souveräne und zuverlässige Softwarelösungen, die die Rechenleistung von Quantencomputern nutzen sollen. Die Projektbeteiligten sprechen von einer Art ‚Linux für Quantencomputer‘. Die Grundlage für das Projekt bildet ‚Eclipse Qrisp‘, ein von Fraunhofer Fokus initiiertes Open-Source-Framework für die Quantenprogrammierung.

Die auf dieser Grundlage entwickelten Werkzeuge können plattformübergreifend, also nicht nur auf eine spezielle Hardwarearchitektur zugeschnitten, eingesetzt werden. Auf diese Art und Weise soll ein technologisch-souveräner und interoperabler Europäischer Quantum Software Stack entwickelt werden. „Mit Q-Verse sollen Entwicklerinnen und Entwickler zukünftig Quantenanwendungen Hardware-unabhängig schreiben können“, sagt Prof. Dr. Nikolay Tcholtchev, Gruppenleiter Quality Engineering für Urbane IKT und Quantencomputing, von Fraunhofer Fokus.

Standard für die Programmierung von Quantencomputern

Um dieses Ziel zu erreichen, wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von Fraunhofer Fokus gemeinsam mit den Projektpartnern ‚Eclipse Qrisp‘ als Standard für die Programmierung von Quantencomputern etablieren. Sie betonen, dass dies Interoperabilität und Zugänglichkeit verschiedener Quantentechnologien fördern und so die Skalierbarkeit in der Umsetzung verschiedener Anwendungsfälle, wie z.B. im Bereich der IT-Sicherheit, Telekommunikation, Eisenbahn oder auch bei der Portfolio-Optimierung im Finanzwesen, ermöglichen würde.

Das Projekt ‚Quantum Virtual Ecosystem for a unified Runtime-agnostic Software Engineering‘ (Q-Verse) wird als Horizon Europe Projekt mit 4,9Mio.€ von der Europäischen Union über drei Jahre gefördert. Am Projekt sind neben Fraunhofer Fokus als Projektkoordinator zwölf weitere Partner beteiligt, darunter DB Systel, Eclipse Foundation, Multiverse, Simula Research Laboratory und die Hochschule RheinMain.



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