Viele Unternehmen wollen laut Bitkom-Studie den Schutz hochfahren. 4 von 10 Unternehmen planen höhere Investitionen (37%), dabei wollen 9% in diesem Jahr deutlich mehr Geld ausgeben, 28% eher mehr. 44% planen unveränderte Investitionen in die Vorbereitung auf hybride Angriffe und deren Folgen. Kein Unternehmen will die Ausgaben senken, 5% treffen gar keine Vorsorge.

Unternehmen fehlt es oft an Information

Als ein Problem melden die Unternehmen fehlende Informationen über mögliche hybride Angriffe. Laut Studie fühlt sich hier rund jedes fünfte Unternehmen (22%) aktuell ausreichend durch Sicherheitsbehörden informiert. Zugleich erwarten 80% im Fall eines hybriden Angriffs die verlässlichsten Informationen von staatlichen Stellen wie dem BSI oder dem Katastrophenschutz. „Einheitliche und klare Informationen des Staates sind von herausragender Bedeutung“, so Wintergerst.

73% vertrauen dabei auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, 67% auf private Medien, 63% auf internationale Organisationen wie NATO oder EU und 60% auf Branchenverbände. 48% erwarten die verlässlichsten Informationen von privaten Sicherheitsdienstleistern, 44% über soziale Netzwerke und 11% aus eigenen Analysen oder dem eigenen Security Operation Center.

Insgesamt sehen 39% der befragten Unternehmen die Wirtschaft allgemein als sehr gut oder eher gut vorbereitet, bei Krankenhäusern und Ärzten sind es 38%. Dahinter rangieren die öffentliche Verwaltung (32%) und die Bevölkerung (29%). An der Spitze stehen die Bundeswehr (52%) und die Polizei (60%).

Unternehmen sehen Politik in der Pflicht

Von der Politik erwarten die Unternehmen mehr Informationen, Prävention aber auch konkrete Aktionen. In der Studie wünschen sich 71% der Befragten eine staatliche Informationskampagne zum Verhalten bei hybriden Angriffen, 62% wollen, dass hybride Angreifer öffentlich benannt werden, und 50% plädieren für ein Lagebild zu hybriden Angriffen. Um die Prävention zu stärken, unterstützen 79% verpflichtende Sicherheitsstandards mit praxisnahen Leitlinien, zugleich erwarten 68% aber auch Förderprogramme für Sicherheitsmaßnahmen. 54% sprechen sich für eine massive Förderung der deutschen Sicherheitsindustrie aus und 49% für regelmäßige bundesweite Übungen mit Bevölkerung und Unternehmen. 6 von 10 Unternehmen (60%) halten Cyberangriffe der Bundeswehr gegen feindliche Hackergruppen für sinnvoll, 58% die Ausweitung der Überwachungsbefugnisse von Sicherheitsbehörden im digitalen Raum und 49% sagen, massive Cyberangriffe auf einen NATO-Staat sollten wie ein militärischer Angriff betrachtet werden.

„Wir müssen die Resilienz von Verwaltung, Wirtschaft, Bevölkerung und Infrastruktur zu einem Top-Thema machen“, fordert Wintergerst. „Damit das schnellstmöglich gelingt, sollten wir uns an den Staaten orientieren, die dabei schon weiter sind als wir, etwa in Skandinavien.“

Seiten: 1 2



  • Neue Finance Vice President DACH bei Schneider Electric

    Neue Finance Vice President DACH bei Schneider Electric

    Seit Februar ist Elisabeth Skorna neue Finance Vice President DACH des Tech-Konzerns. Zusätzlich ist sie Teil des DACH-Managementteams. Skorna ist in ihrer neuen Position für die strategische Finanz- und Budgetplanung…

    mehr lesen: Neue Finance Vice President DACH bei Schneider Electric

  • IoT-Einsatz steigt sprunghaft an

    IoT-Einsatz steigt sprunghaft an

    Nach Angaben der Eclipse Foundation verzeichnete die IoT-Einführung im Jahr 2023 einen sprunghaft Anstieg. 64 Prozent der insgesamt Befragten setzen mittlerweile entsprechende Lösungen ein – ein Plus von 11 Prozentpunkten.

    mehr lesen: IoT-Einsatz steigt sprunghaft an

  • Fraunhofer IWU erprobt wasserstoffbasierte Energiesysteme

    Fraunhofer IWU erprobt wasserstoffbasierte Energiesysteme

    In der Forschungsfabrik am Fraunhofer Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU wird an einer energie- und ressourceneffizienten Produktion gearbeitet. Das dortige Wasserstoff-Kraftwerk soll Impulse zur dezentralen, stationären Energieversorgung von Fabriken…

    mehr lesen: Fraunhofer IWU erprobt wasserstoffbasierte Energiesysteme

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • BSI schult Dienstleister für den CyberRisikoCheck

    BSI schult Dienstleister für den CyberRisikoCheck

    Um kleine und mittlere Unternehmen (KMU) beim Thema Cybersicherheit zu unterstützen, hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gemeinsam mit Partnern den CyberRisikoCheck entwickelt. Er bietet KMU eine…

    mehr lesen: BSI schult Dienstleister für den CyberRisikoCheck

  • Logimat mit Besucherwachstum

    Logimat mit Besucherwachstum

    Die Logimat 2024 ist vorüber und laut Veranstalter Euroexpo kamen mehr Besucher und mehr Aussteller – hier etwa jeder Dritte aus dem Ausland – nach Stuttgart.

    mehr lesen: Logimat mit Besucherwachstum

  • Copa-Data Deutschland wird 25

    Copa-Data Deutschland wird 25

    2024 wird für Copa-Data Deutschland zum Jubiläumsjahr: Seit 1999 ist die Tochter des österreichischen Softwareanbieters in der Bundesrepublik aktiv.

    mehr lesen: Copa-Data Deutschland wird 25

  • Anzeige
    Zukunft Anlagenbau: Kollaboration in digitalen Workflows

    Zukunft Anlagenbau: Kollaboration in digitalen Workflows

    Im Zuge der digitalen Transformation sehen sich Planer, Anlagenbauer und Betreiber im Steuerungs- und Schaltanlagenbau mit der Herausforderung konfrontiert, die Kollaboration innerhalb digitaler Workflows neu zu definieren.

    mehr lesen: Zukunft Anlagenbau: Kollaboration in digitalen Workflows

  • Ifo Geschäftsklimaindex steigt

    Ifo Geschäftsklimaindex steigt

    Ist das der Silberstreif am Horizont? Zumindest hellt sich die Stimmung der Wirtschaft im aktuellen Ifo Geschäftsklimaindex auf. Der Indexwert steigt um 2 Punkte.

    mehr lesen: Ifo Geschäftsklimaindex steigt

  • KI-gestützte Verfahren verbessern Molekülforschung

    KI-gestützte Verfahren verbessern Molekülforschung

    Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS startet gemeinsam mit der Universität Augsburg im Rahmen des Munich-Quantum-Valleys das Projekt KID-QC^2. Ziel ist es, durch die Erforschung von Methoden der künstlichen Intelligenz…

    mehr lesen: KI-gestützte Verfahren verbessern Molekülforschung

  • Microsoft macht NRW zur KI-Region

    Microsoft macht NRW zur KI-Region

    Als Teil seines milliardenschweren Investitionspakets will Microsoft im Rheinischen Revier Rechenzentren errichten und mit einer KI-Qualifizierungsoffensive rund 100.000 Menschen in NRW erreichen.

    mehr lesen: Microsoft macht NRW zur KI-Region

  • Die Digitalisierung schreitet voran, vor allem in China

    Die Digitalisierung schreitet voran, vor allem in China

    Das Industrie 4.0 Barometer 2024 von MHP und der LMU München zeigt die deutliche Unterschiede zwischen China und dem Rest der Welt auf. Besonders beim Einsatz von KI haben chinesische…

    mehr lesen: Die Digitalisierung schreitet voran, vor allem in China