Deutsche Gesellschaft für Robotik gegründet

Mit der Deutschen Gesellschaft für Robotik e.V. (DGR) hat sich im März 2026 eine neue gemeinnützige Fachgesellschaft gegründet, die die Förderung von Wissenschaft, Forschung und Bildung im Bereich der Robotik zum Ziel hat. Zu den Gründungsmitgliedern zählen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler deutscher Universitäten und Forschungseinrichtungen.

%C2%A9Nassorn AdobeStock 588292833
Bild: ©Nassorn/stock.adobe.com

In der Pressemitteilung zur Gründung verweist die DGR auf die Bedeutung der Robotik als eine der zentralen Zukunftstechnologien unserer Zeit. Sie verbinde Grundlagenforschung, industrielle Anwendung, Normung, Regulierung und gesellschaftliche Fragestellungen.

Hierfür will man einen offenen organisatorischen Rahmen schaffen, Expertise bündeln und die Stimme der Robotik in Wissenschaft und Gesellschaft stärken. Sie führt wissenschaftliche Exzellenz, interdisziplinären Austausch und strukturierten Wissenstransfer zusammen.

Die DGR verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Sie fördert:

  • wissenschaftliche Publikationen, Stellungnahmen und Empfehlungen,
  • Konferenzen, Workshops, Wettbewerbe und Fachveranstaltungen,
  • wissenschaftliche Preise und Nachwuchsförderung, ·
  • die Mitarbeit an Normen, Standards und Leitlinien,
  • fachliche Beiträge in Gesetzgebungsverfahren,
  • die Analyse gesellschaftlicher Implikationen robotischer Technologien.

Der Gründungsvorstand der Deutschen Gesellschaft für Robotik besteht aus:

  • Vorsitzender: Prof. Tamim Asfour – Karlsruher Institut für Technologie
  • Stellv. Vorsitzender: Prof. Oliver Brock – Technische Universität Berlin
  • Schatzmeisterin: Prof. Angela Schoellig – Technische Universität München
  • Schriftführer: Prof. Marc Toussaint – Technische Universität Berlin

„Mit der DGR schaffen wir eine Heimat für die Robotik-Community in Deutschland – von der Grundlagenforschung bis zur gesellschaftlichen Debatte. Robotik ist längst in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen. Wir wollen diese Entwicklung aktiv gestalten und die besten Köpfe für die Robotik begeistern – in Deutschland und weltweit. Unser Ziel ist es, Wissenschaft, Industrie und Politik enger zusammenzubringen und Deutschland als international führenden Standort der Robotik zu stärken“, erklärt Asfour.

Oliver Brock ergänzt: „Die DGR wird der gesamten Robotik, die als Disziplin für unsere Zukunft ja sehr bedeutsam ist, eine gemeinsame Plattform bieten – als Ort des wissenschaftlichen Austauschs und als Sprachrohr in Politik und Gesellschaft. Mit der Gründung der DGR gewinnt die Robotik in Deutschland eine neue kollektive Handlungsfähigkeit.“

Breite wissenschaftliche Verankerung

Zu den Gründungsmitgliedern zählen u.a. Prof. Alin Albu-Schäffer (DLR), Prof. Kai Arras (Universität Stuttgart), Prof. Michael Beetz (Universität Bremen), Prof. Sven Behnke (Universität Bonn), Prof. Johannes Betz (TU München), Prof. Wolfram Burgard (UTN), Stefanie Hörl (RIG), Prof. Werner Kraus (Fraunhofer IPA), Prof. Katherine J. Kuchenbecker (MPI-IS), Prof. Jan Peters (TU Darmstadt), Prof. Stefanie Speidel (TU Dresden) und Prof. Heike Vallery (RWTH Aachen).

Partizipation und Mitgliedschaft

Wie die DGR weiter mitteilt, können natürliche Personen wie Forschende, Lehrende, Studierende, Schülerinnen und Schüler oder in der Robotik tätige Fachkräfte sowie Universitäten, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und weitere Organisationen mit Bezug zur Robotik Mitglied werden.



  • Wie Hacker im Darknet Innentäter anwerben

    Wie Hacker im Darknet Innentäter anwerben

    Hacker und Cyberkriminelle bieten im Darknet nicht nur ihre Dienste an oder verkaufen dort erbeutete Datensätze. Sie suchen auch Komplizen, wie etwa unzufriedenen Mitarbeitern. Manchmal bieten diese ihre Dienste sogar…

    mehr lesen: Wie Hacker im Darknet Innentäter anwerben

  • Ein Motorrad fürs Wasserstoffzeitalter

    Ein Motorrad fürs Wasserstoffzeitalter

    Ein deutsch-tschechisches Konsortium aus Forschungseinrichtungen und Unternehmen arbeitet im Projekt Hydrocycle an einem Wasserstoff-Motorrad. Unter anderem wollen die Partner einen neuartigen Brennstoffzellenstack entwickeln

    mehr lesen: Ein Motorrad fürs Wasserstoffzeitalter

  • Verbände üben Kritik am AI Act

    Verbände üben Kritik am AI Act

    Regeln für künstliche Intelligenz Verbände üben Kritik am AI Act In dieser Woche wird Deutschland voraussichtlich grünes Licht für den aktuellen Entwurf des EU AI Acts geben. Verbände äußern jedoch…

    mehr lesen: Verbände üben Kritik am AI Act

  • Hesthaven neuer KIT-Präsident

    Hesthaven neuer KIT-Präsident

    Jan S. Hesthaven folgt auf Holger Hanselka Hesthaven neuer KIT-Präsident Prof. Jan S. Hesthaven wird neuer Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie. Er folgt auf Prof. Holger Hanselka, der Mitte…

    mehr lesen: Hesthaven neuer KIT-Präsident

  • Nostradamus arbeitet an europäischer Quanten-Testinfrastruktur

    Nostradamus arbeitet an europäischer Quanten-Testinfrastruktur

    Kommunikationsnetz mit Quantenverschlüsselung Nostradamus arbeitet an europäischer Quanten-Testinfrastruktur Ein von der Telekom geführtes Konsortium verantwortet den Aufbau von Quanten-Testinfrastruktur für Europa. Die Europäische Union will damit die Sicherheit ihrer Kommunikationsnetze,…

    mehr lesen: Nostradamus arbeitet an europäischer Quanten-Testinfrastruktur

  • Unternehmen ziehen gemischte LkSG-Bilanz

    Unternehmen ziehen gemischte LkSG-Bilanz

    Blick oft nur auf direkte Zulieferer Trotz aller Bemühungen beschränken sich Einblicke in die Lieferkette bisher oft auf direkte Zulieferer. Der Überblick über die gesamte Lieferkette bliebe eine Herausforderung, da…

    mehr lesen: Unternehmen ziehen gemischte LkSG-Bilanz

  • Umati eröffnet Showroom in China

    Umati eröffnet Showroom in China

    Ab sofort können sich Interessierte auch in China live von den Vorteilen offener, standardisierter Schnittstellen auf Basis von OPC UA überzeugen und Umati besser kennenlernen. Die gemeinsame Konnektivitätsinitiative von VDW…

    mehr lesen: Umati eröffnet Showroom in China

  • Mehr Sicherheit für 5G/6G-Infrastrukturen

    Mehr Sicherheit für 5G/6G-Infrastrukturen

    Forschungsprojekt RealSec5G Mehr Sicherheit für 5G/6G-Infrastrukturen Im Projekt ’RealSec5G’ sollen die Anforderungen der Datensicherheit in Kommunikationsgeräten für 5G/6G-Infrastrukturen in einem deterministischen Time-Sensitive-Netzwerk (TSN) erprobt werden. Im Projekt konzipiert das Fraunhofer-Institut…

    mehr lesen: Mehr Sicherheit für 5G/6G-Infrastrukturen

  • Vagner Rego wird neuer Chef von Atlas Copco

    Vagner Rego wird neuer Chef von Atlas Copco

    Ab Mai in neuer Position Vagner Rego wird neuer Chef von Atlas Copco Zum 1. Mai übernimmt der Brasilianer Vagner Rego beim schwedischen Industriekonzern Atlas Copco die Position des Präsidenten…

    mehr lesen: Vagner Rego wird neuer Chef von Atlas Copco

  • Synostik stellt Geschäftsführer Maik Ekert vor

    Synostik stellt Geschäftsführer Maik Ekert vor

    Mit sofortiger Wirkung Synostik stellt Geschäftsführer Maik Ekert vor Der IT-Dienstleister Synostik gibt Veränderungen in der Führungsebene bekannt und hat Maik Ekert mit sofortiger Wirkung zum Geschäftsführer ernannt.

    mehr lesen: Synostik stellt Geschäftsführer Maik Ekert vor

  • Aleph Alpha erweitert Führungsteam

    Aleph Alpha erweitert Führungsteam

    Jan Hiesserich ist neuer Vice President of Strategy & Communications bei Aleph Alpha. Er kommt vom US-Datenanalyse-Spezialisten Palantir Technologies zum Heidelberger KI-Startup.

    mehr lesen: Aleph Alpha erweitert Führungsteam

  • Fabian Kuttenkeuler leitet Vertrieb

    Fabian Kuttenkeuler leitet Vertrieb

    Wechsel bei Kontron Electronics Fabian Kuttenkeuler leitet Vertrieb Kontron Electronics hat einen neuen Vertriebsleiter. Fabian Kuttenkeuler übernimmt das Amt von Franz Ott, der neuer Business Development Manager des Unternehmens wird.

    mehr lesen: Fabian Kuttenkeuler leitet Vertrieb