Allianz der Wissenschaftsorganisationen plädiert für Veränderungen im Wissenschaftssystem

3
Bild: KayExam/peopleimages.com/stock.adobe.com

Im Vorfeld der Bundestagswahl appelliert die Allianz der Wissenschaftsorganisationen in einer Stellungnahme an die Vertreterinnen und Vertreter der Politik, sich für ein starkes, innovatives und zukunftsfähiges Wissenschaftssystem einzusetzen. Darin heißt es, es sei notwendig, das Wissenschaftssystem in seiner gesamten Vielfalt zu stärken, um angesichts großer Herausforderungen in Deutschland dringend notwendige Transformationsprozesse schnell und effektiv umsetzen zu können.

Sechs zentrale Forderungen

Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen betont die Notwendigkeit, die Stärkung des deutschen Wissenschaftssystems angesichts globaler Herausforderungen in den Mittelpunkt der politischen Agenda zu rücken. „Um in Zeiten geopolitischer Spannungen und rasanter technologischer Entwicklungen weiterhin Spitzenleistungen zu ermöglichen, braucht es wissenschafts- und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen und ein klares politisches Commitment. Nur so kann das deutsche Wissenschaftssystem aus seiner Vielfalt heraus neue Impulse generieren, nachhaltige Lösungen entwickeln und zur Qualifizierung der Fach- und Führungskräfte von morgen beitragen. Dies bildet nicht nur die Grundlage für gesellschaftlichen Fortschritt, sondern auch für wirtschaftliche Innovationskraft und internationale Wettbewerbsfähigkeit“, sagt Prof. Holger Hanselka, Sprecher der Allianz der Wissenschaftsorganisationen und Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft.

Forderungen der Allianz sind:

• Stabile Finanzierung für Forschung und Lehre

• Bürokratie abbauen und Autonomie stärken

• Ein ausdifferenziertes Wissenschaftssystem fördern

• Infrastrukturen für Forschung und Lehre gezielt stärken

• Internationalität des Wissenschaftssystems fördern

• Ein starkes Ministerium mit neuem Zuschnitt

Als wichtigen Eckpfeiler zur Bewältigung großer Transformationsprozesse fordert die Allianz die Schaffung eines Ministeriums, das Forschung, Lehre und Innovation vereint, um Wissenschafts- und Innovationspolitik stärker zu verzahnen. Darüber hinaus halten die Mitglieder eine Steigerung der Forschungs- und Entwicklungsausgaben sowie eine stabile Finanzierung für zwingend erforderlich. Notwendig seien zudem eine nachhaltige Steigerung der Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf mindestens 3,5% des Bruttoinlandsproduktes (BIP), eine gesicherte Finanzierung der Exzellenzstrategie, eine gestärkte Fortführung des Zukunftsvertrages Studium und Lehre und die verlässliche Dynamisierung des Pakts für Forschung und Innovation inklusive einer Verstetigung und Erhöhung der DFG-Programmpauschale auf mindestens 30% durch zusätzliche Mittel. Zudem sei eine verlässliche Finanzierung der akademischen Mittlerorganisationen erforderlich. In diesem Zuge sollte die künftige Bundesregierung sich auch für eine starke europäische Forschungsförderung und ein substanzielles EU-Budget für FuE einsetzen.

Weitere Voraussetzungen für den Zukunftsstandort Deutschland sind nach Ansicht der Allianz der Bürokratieabbau sowie die Stärkung der Autonomie der Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie flexible rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen.

Die Organisationen weisen darauf hin, dass gerade die Vielfalt der deutschen Forschungs- und Hochschullandschaft entscheidenden Anteil am Erfolg des Wissenschaftssystems habe. Entsprechend sollte diese nicht durch vereinheitlichende Vorgaben eingeschränkt, sondern als wesentlicher Erfolgsfaktor gestärkt werden, heißt es weiter. Auch sei es unerlässlich, gezielt in exzellente Infrastrukturen für Forschung und Lehre zu investieren und die Internationalität des Wissenschaftssystems zu fördern.

Die Forderungen der Wissenschaftsorganisationen finden Sie hier: www.allianz-der-wissenschaftsorganisationen.de

Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen ist ein Zusammenschluss von Wissenschaftsorganisationen in Deutschland und nimmt regelmäßig Stellung zu wichtigen Fragen der Wissenschaftspolitik. Die Fraunhofer-Gesellschaft ist Mitglied der Allianz und hat für 2025 die Sprecherrolle übernommen. Weitere Mitglieder sind die Alexander von Humboldt-Stiftung, der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft, die Hochschulrektorenkonferenz, die Leibniz-Gemeinschaft, die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, die Max-Planck-Gesellschaft und der Wissenschaftsrat.



  • Security-Modul für IPCs mit Windows 7

    Security-Modul für IPCs mit Windows 7

    Mithilfe des Security-Moduls mGuard von Phoenix Contact können Anwender eine Security-Lücke bei Industrie-PCs mit dem Betriebssystem Windows 7 schließen, für das Microsoft seit dem 14. Januar 2020 keine Sicherheits-Updates mehr…

    mehr lesen: Security-Modul für IPCs mit Windows 7

  • Harting und Expleo Group kooperieren für IoT-Lösungen

    Harting und Expleo Group kooperieren für IoT-Lösungen

    Harting und Expleo haben im Rahmen der SPS 2019 in Nürnberg eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Vorstandsvorsitzender Philip Harting und Peter Seidenschwang, Head of Industry bei Expleo Germany, unterzeichneten die Vereinbarung, mit…

    mehr lesen: Harting und Expleo Group kooperieren für IoT-Lösungen

  • Mit mehr Technologie zu mehr Umsatz

    Mit mehr Technologie zu mehr Umsatz

    Laut einer Accenture-Studie können Unternehmen, die in die Skalierung von Technologieinnovationen investieren, mehr als doppelt so hohe Umsatzwachstumsraten erzielen. Dies betrifft in der Studie lediglich zehn Prozent der befragten Unternehmen.

    mehr lesen: Mit mehr Technologie zu mehr Umsatz

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • Konjunkturerwartungen legen zu

    Konjunkturerwartungen legen zu

    Laut aktueller Zahlen des ZEW — Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, blickt die Deutsche Wirtschaft zuversichtlicher in die Zukunft, als noch Ende des vergangenen Jahres. Im Vergleich zum Dezember stieg der…

    mehr lesen: Konjunkturerwartungen legen zu

  • Neue Produktionstechnik für die Mobilität von morgen

    Neue Produktionstechnik für die Mobilität von morgen

    Um Mobilität in Zeiten von Verstädterung, Ressourcenknappheit und Klimawandel zukunftsfest zu machen, bündeln die Universität Stuttgart und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ihre Forschungskompetenzen im Innovationscampus ‘Mobilität der Zukunft‘…

    mehr lesen: Neue Produktionstechnik für die Mobilität von morgen

  • CEOs auf lange Sicht optimistischer

    CEOs auf lange Sicht optimistischer

    Im 23. Global CEO Survey von PWC rechnet mehr als die Hälfte der 1.581 befragten CEOs mit einem Rückgang des Weltwirtschaftswachstums. Auf lange Sicht zeigen sich die Befragten jedoch optimistischer.

    mehr lesen: CEOs auf lange Sicht optimistischer

  • Logimat in Stuttgart

    Logimat in Stuttgart

    Trendthemen wie künstliche Intelligenz oder Nachhaltigkeit haben Auswirkungen auf die gesamte Supply Chain. Auf der diesjährigen Logimat, die vom 10. bis zum 12. März in Stuttgart stattfindet, zeigen mehr als…

    mehr lesen: Logimat in Stuttgart

  • Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung gewinnen an Bedeutung

    Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung gewinnen an Bedeutung

    In einer aktuellen Studie hat das Wirtschaftprüfungs- und Beratungsunternehmen Deloitte weltweit mehr als 2000 C-Level-Führungskräfte zum Thema Industrie 4.0 befragt, 125 davon aus Deutschland. Die Analyse zeigt, dass für die…

    mehr lesen: Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung gewinnen an Bedeutung

  • Künstliche Intelligenz auf dem Vormarsch

    Künstliche Intelligenz auf dem Vormarsch

    Im Rahmen einer Studie hat IBM Unternehmen unterschiedlicher Branchen zum Einsatz von KI-Technologien befragt. Die Ergebnisse zeigen einen Aufwärtstrend bei der Nutzung.

    mehr lesen: Künstliche Intelligenz auf dem Vormarsch

  • Neuer CEO bei NTT Data DACH

    Neuer CEO bei NTT Data DACH

    Das IT-Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen NTT Data hat Neuerungen im Management bekanntgegeben. Stefan Hansen übernimmt ab Februar die Position als CEO von NTT Data DACH.

    mehr lesen: Neuer CEO bei NTT Data DACH

  • Bedenken bei Datenschutz und IT-Sicherheit

    Bedenken bei Datenschutz und IT-Sicherheit

    Das Internet of Things (IoT) gewinnt in deutschen Unternehmen weiterhin an Bedeutung. Dafür sprechen eine steigende Projektzahl, höhere Erfolgsquoten sowie schnellerer Mehrwert.

    mehr lesen: Bedenken bei Datenschutz und IT-Sicherheit