Acronis beobachtet 191 Prozent mehr Malware-Angriffe

Cybersecurity warning with red alert symbol and unlocked padlocks. Concept of data breach login hacking online vulnerability and system security threats in digital environments
Bild: ©somyuzu/stock.adobe.com

Mit dem Cyberthreats Update stellt der Cybersecurity-Spezialist Acronis monatlich aktuelle Erkenntnisse zur Bedrohungslage sowie Einschätzungen der unternehmenseigenen Threat Research Unit (TRU) zur Verfügung. Demnach blockierten im Dezember 2025 Acronis-Lösungen weltweit mehr als 23,5 Millionen schädliche URLs, was einen leichten Rückgang gegenüber 25 Millionen im November markiert. Der Anteil der Systeme mit blockierten schädlichen URLs fiel im Dezember jedoch mit 8,79% etwas höher als im Vormonat (8,38%) aus.

In den erkannten Malware-Angriffen sieht Acronis eine auffällige Dynamik: Im Dezember 2025 stiegen diese gegenüber dem Vormonat um 191%, nach einer Zunahme von 28% im November. Acronis schlussfolgert daraus, dass dies mit saisonalen Ereignissen wie finanziellen Abschlüssen und Berichtsprozessen zum Jahresende zusammenhängen könnte, während derer Cyberkriminelle verstärkt zielgerichtete Angriffe einsetzen, um von sensiblen Geschäftsdaten zu profitieren. Bei den Datenschutzverletzungen zeigte sich ebenfalls ein Anstieg: Im Dezember wurden rund 820 Fälle öffentlich gemeldet, gegenüber 700 im November.

Zu den aktivsten Malware-Bedrohungen zählten im Dezember Mirai, QuakBot sowie Heodo. Im Bereich Ransomware dominierten weiterhin bekannte Akteure: Qilin war im Dezember mit 176 bekannten Opfern die aktivste Ransomware-Gruppe – ein deutlicher Anstieg gegenüber 106 Opfern im Vormonat. Auf den Plätzen zwei und drei folgten LockBit5 mit 92 und Akira mit 71 dokumentierten Fällen.

Weitere Erkenntnisse aus dem Update:

  • In Deutschland lag die Malware-Erkennungsrate im Dezember mit 3,1% leicht unter dem Niveau des Vormonats (3,2%).
  • Am häufigsten wurde Malware im Dezember in Bangladesch (13,9%), Ägypten (13,2%) und Kasachstan (13,1%) erkannt.
  • Unter den Fokusländern wiesen Südkorea (11,4%), Indien (8,8%) und Mexiko (6,8%) sowohl den höchsten Anteil an erkannter und blockierter Malware als auch die größte Zunahme dieses Anteils gegenüber November auf.

„Die Dezember-Zahlen deuten auf eine Verschärfung der Bedrohungslage hin“, kommentiert Markus Fritz, General Manager DACH bei Acronis. „Vor allem der Anstieg bei erkannten Malware-Angriffen um 191% legt nahe, dass Cyberkriminelle zum Jahreswechsel besonders aktiv waren – einem Zeitraum, in dem in vielen Unternehmen im Zuge von Jahresabschlüssen sensible Geschäftsdaten verarbeitet werden. Das unterstreicht die Notwendigkeit, dass Unternehmen ihre Sicherheitsstrategien fortlaufend überprüfen sollten und auf Lösungen setzen, die verhaltensbasierte Erkennung mit KI-gestützten Schutzmechanismen kombinieren.“

Zum Schutz vor aktuellen Bedrohungen empfiehlt Acronis:

  • Regelmäßig Passwörter ändern.
  • Einen verschlüsselten Cloud-Storage für vertrauliche Dateien nutzen.
  • Eine robuste Sicherheitssoftware nutzen, die Schutz durch verhaltens-, KI- und ML-basierte Erkennungen sowie Antiransomware-Heuristiken bietet.
  • Automatisierte Wiederherstellung von verschlüsselten oder manipulierten Dateien per Software einführen.
  • Advanced Email Security und URL-Filterung nutzen, die zusätzlichen Schutz vor Bedrohungen wie Phishing und anderen Social-Engineering-Techniken bieten.
  • Patch-Management nutzen, um Software stets auf dem neuesten Stand zu halten.
  • Signierte Installationsdateien nicht nur auf ihre Signatur, sondern auch auf enthaltene Konfigurationsdaten prüfen.
  • Fernzugriffssoftware kritisch überprüfen und ihre Nutzung auf das notwendige Maß beschränken.


  • Acht von zehn werden Opfer von Cyberattacken

    Acht von zehn werden Opfer von Cyberattacken

    Acht von zehn Personen (79 Prozent) waren in den vergangenen 12 Monaten von kriminellen Vorfällen im Netz betroffen. Nur noch eine kleine Minderheit von 21 Prozent gibt an, keine solchen…

    mehr lesen: Acht von zehn werden Opfer von Cyberattacken

  • Forterro übernimmt Myfactory

    Forterro übernimmt Myfactory

    Mit der Übernahme des Cloud-ERP-Softwareanbieter Myfactory will Forterro seine Stellung im Dach-Markt ausbauen. Das Unternehmens soll nach der Übernahme eigenständig innerhalb der Forterro-Gruppe agieren.

    mehr lesen: Forterro übernimmt Myfactory

  • Weltweite Roboterdichte in fünf Jahren verdoppelt

    Weltweite Roboterdichte in fünf Jahren verdoppelt

    Mit seiner Roboterdichte von 371 Industrie-Robotern pro 10.000 Mitarbeiter liegt Deutschland laut aktuellem World Robotics Report unter den Top 5 weltweit. An erster Stelle liegt nach wie vor Südkorea.

    mehr lesen: Weltweite Roboterdichte in fünf Jahren verdoppelt

  • Anzeige
    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

    Die Digitalisierungs- und Automatisierungslösungen von Retarus ermöglichen effiziente Abläufe ohne manuellen Aufwand oder Kompromisse bei der Datensouveränität

    mehr lesen: Retarus beschleunigt Datenaustausch in der Produktion

  • BSI warnt vor Schwachstelle in Java-Bibliothek Log4j

    BSI warnt vor Schwachstelle in Java-Bibliothek Log4j

    Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat seine bestehende Cyber-Sicherheitswarnung für die Schwachstelle in der Java-Bibliothek Log4j auf Rot hochgestuft.

    mehr lesen: BSI warnt vor Schwachstelle in Java-Bibliothek Log4j

  • Open-Source-Einsatz oftmals ohne Strategie

    Open-Source-Einsatz oftmals ohne Strategie

    Zwei von drei Unternehmen stehen Open Source aufgeschlossen gegenüber, so eine Bitkom-Studie. 25 Prozent der Befragten verfolgen beim Einsatz von Open-Source-Software eine Strategie.

    mehr lesen: Open-Source-Einsatz oftmals ohne Strategie

  • 5 wichtige Faktoren

    5 wichtige Faktoren

    Die fortschreitende Digitalisierung macht Cyber-Angriffe für Unternehmen zunehmend geschäftskritisch. Sicherheitslücken nutzen Cyber-Kriminelle gezielt für ihre mehrstufigen Attacken.

    mehr lesen: 5 wichtige Faktoren

  • Rockwell Automation gibt neue Initiative bekannt

    Rockwell Automation gibt neue Initiative bekannt

    Rockwell Automation hat neue Investitionen bekannt gegeben, mit denen die Cybersecurity-Angebote für Informationstechnologie (IT) und Betriebstechnologie (OT) erweitert werden.

    mehr lesen: Rockwell Automation gibt neue Initiative bekannt

  • CyberArk stellt Blueprint für die Umsetzung vor

    CyberArk stellt Blueprint für die Umsetzung vor

    Der Netzwerkperimeter hat für die Sicherheit in einer Zeit der verstärkten Nutzung von Cloud-Services und Automatisierungslösungen sowie der Remote-Arbeit an Bedeutung verloren.

    mehr lesen: CyberArk stellt Blueprint für die Umsetzung vor

  • Ixon verlegt  Firmensitz

    Ixon verlegt Firmensitz

    Mit der Verlegung des Firmensitzes ins niederländische Boxmeer will sich der IIoT-Spezialist Ixon für weiteres Mitarbeiterwachstum rüsten. Zugleich erhofft sich das Unternehmen durch die Nähe zur deutschen Grenze größeres Potenzial…

    mehr lesen: Ixon verlegt Firmensitz

  • Siemens Mobility kooperiert mit RazorSecure

    Siemens Mobility kooperiert mit RazorSecure

    Siemens Mobility und RazorSecure haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um Betreibern von Schienenfahrzeugen weltweit verbesserte Lösungen für die Cybersicherheit im Bahnverkehr anbieten zu können.

    mehr lesen: Siemens Mobility kooperiert mit RazorSecure

  • Neues Mitglied in der Geschäftsführung

    Neues Mitglied in der Geschäftsführung

    Mit der Berufung von Sarah Bäumchen in die Geschäftsleitung baut der ZVEI seine Führungsspitze aus. Bäumchen soll darüber hinaus das Berliner Büro des Verbands leiten.

    mehr lesen: Neues Mitglied in der Geschäftsführung