Als besonders auffällig bewerten die Studienverantwortlichen, dass weltweit etwa ein Viertel (24%) gezielt in proaktive Sicherheitsmaßnahmen investiert, während dies in Deutschland lediglich 15% tun. Stattdessen liege hierzulande ein starker Fokus auf reaktiven Ansätzen.

Künstliche Intelligenz als Chance und Risiko

Bereits im vergangenen Jahr berichteten 67% der Sicherheitsverantwortlichen, dass generative KI die Angriffsfläche für Cyberangriffe deutlich vergrößert habe – dieser Wert bleibt aktuell unverändert. Als besonders kritisch betrachten die Befragten in diesem Zusammenhang KI-basierte Malware (53%), Angriffe auf die Lieferkette (51%) und Deepfakes (41%). Als Hindernisse für den KI-Einsatz nennen die Befragten mangelndes Wissen (44%), unklare Verantwortlichkeiten (41%) und fehlende Budgetpriorität (38%). Dennoch will ein Viertel der deutschen Befragten agentische KI gezielt zur Strategie- und Geschäftsentwicklung einsetzen – im internationalen Vergleich sind es 19%.

Risiken durch Quantencomputing

Die PwC-Studie beleuchtet erstmals auch die Risiken durch Quantencomputing. Hier sieht PwC großen Nachholbedarf. So hat mehr als die Hälfte der deutschen Befragten (51%) noch nicht begonnen, quantenresistente Maßnahmen umzusetzen. Nur 20% implementieren bereits konkrete Lösungen. Als größte Hürden werden fehlendes Knowhow und geringe Ressourcen (46%), fehlende technische Expertise (42%) und Defizite bei Verschlüsselung und Anonymisierung (32%) genannt.

Laut PwC sind sich Unternehmen in Deutschland potenzieller Cyberrisiken bewusst und passen ihre Strategien aktiv an. Stärken zeigen sich demnach bei Cloud-Sicherheit, Datenmanagement und Authentifizierung, Schwächen bei Prävention und Vorbereitung auf neue Risiken. Die kommenden zwölf Monate seien entscheidend, um Schwachstellen gezielt anzugehen.

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